Der Börsen-TagUS-Vorgaben dämpfen Stimmung an Asien-Börsen
An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich keine einheitliche Tendenz ausmachen. Während die Aktienmärkte in Japan und Australien nach den jüngsten Kursverlusten eine kleine Gegenbewegung erleben, geht es an den chinesischen Handelsplätzen und in Südkorea nach unten. Der ungewisse Ausgang der US-Präsidentschaftswahl in zwei Wochen und die negativen Vorgaben der Wall Street vom Vortag dämpfen die Kauflaune, wie Händler berichten. Allerdings hat der US-Elektroautohersteller Tesla nach Handelsschluss überzeugende Zahlen vorgelegt, was der Aktie im nachbörslichen Handel zu einem Kurssprung verhalf und auch die US-Futures ins Plus drehen ließ. Das mildert den Verkaufsdruck in Asien.
In Tokio steigt der Nikkei-Index um 0,1 Prozent auf 38.130 Punkte. Etwas Unterstützung kommt vom schwächeren Yen. Die Schwäche der heimischen Währung veranlasste den japanischen Finanzminister zu einer verbalen Intervention: Er kündigte an, die jüngste Abschwächung des Yen genauer zu beobachten, da die Kursbewegungen schnell und einseitig zu sein scheinen. Der Dollar war am Mittwoch kurzzeitig über die Schwelle von 153 Yen gestiegen. Die US-Währung wertete auf, infolge von Spekulationen, dass die US-Notenbank die Zinsen langsamer senken könnte als bislang angenommen.
An der Börse in Shanghai geht es mit dem Composite-Index um 0,5 Prozent nach unten. Der Hang-Seng-Index gibt in Hongkong um 1 Prozent nach. Anleger warten darauf, dass Peking das Datum der nächsten Sitzung des Nationalen Volkskongresses festlegt, von dem man sich genauere Informationen zum geplanten Wirtschaftsprogramm erhofft. In Seoul erholt sich der Kospi von anfangs deutlicheren Abgaben und notiert aktuell noch 0,2 Prozent niedriger.