Der Börsen-TagUS-Vorgaben stützen Asien-Börsen
Überwiegend im Plus zeigen sich die Aktienkurse in Ostasien und Australien, nachdem es am Vortag an der Wall Street kräftig nach oben gegangen ist. Äußerungen eines US-Notenbank-Vertreters hatten die Rezessions- und Zinserhöhungssorgen der US-Anleger gelindert. James Bullard, Präsident der Federal Reserve of St. Louis, hält zwar weitere Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation für notwendig, sieht aber keine Rezession. Bei den US-Anlegern weckte dies die Hoffnung, dass die Fed die Zinsen vielleicht doch nicht so aggressiv anheben muss wie bislang erwartet.
Ob die Datenlage dem Notenbanker recht gibt, wird der US-Arbeitsmarktbericht für Juni zeigen. Er wird am Freitag lange nach Börsenschluss in Asien veröffentlicht, weshalb die Anleger in der Region eher vorsichtig agieren und die Kursgewinne weniger deutlich ausfallen als am Donnerstag in den USA.
In Tokio kamen die Kurse nur kurz von ihren Tageshochs zurück mit der Nachricht, dass der ehemalige japanische Ministerpräsident Shinzo Abe während einer Rede durch Schüsse verletzt wurde. In Japan steht am Wochenende die Wahl zum Oberhaus an. Der Nikkei liegt nun wieder 0,8 Prozent im Plus. Gesucht sind nach der jüngsten Abwertung des Yen Aktien exportorientierter Unternehmen wie die des Autozulieferers Denso (+4,2%).
Die Aussicht auf Wirtschaftsstimuli stützt unterdessen den Aktienmarkt in Shanghai. Dort gewinnt der Composite-Index 0,2 Prozent. Die chinesische Regierung will Infrastrukturprojekte unterstützen und Kaufanreize für Elektroautos gewähren, was die Aktien der betreffenden Sektoren stützt. Unter anderem gewinnen China Railway 2,1 Prozent, China Communications Construction 1,1 Prozent und Shanghai Construction 0,7 Prozent. In Seoul geht es mit dem Kospi um 0,9 Prozent nach oben.