Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÜbernimmt die Zinsangst das DAX-Ruder?

22.02.2023, 06:25 Uhr

Dem DAX könnte zur Wochenmitte ein schweres Standing drohen. Der deutsche Börsenleitindex hatte das Dienstagsgeschäft mit einem Abschlag von 0,5 Prozent und 15.398 Punkten beendet. Aktuell wird er zwar in etwa auch auf dieses Niveau taxiert. Allerdings waren die Vorzeichen an der Wall Street alles andere als grün. Zudem könnten Störfeuer von Konjunkturseite drohen.

Heute legt das Münchner IFO-Institut legt den Geschäftsklimaindex für Februar vor. Experten erwarten, dass sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft den fünften Monat in Folge aufgehellt hat. Das Barometer könnte demnach auf 91,4 Punkte von 90,2 Zählern steigen. Laut IFO-Chef Clemens Fuest steuert Deutschland auf eine eher milde Rezession zu. Wegen der Abwendung eines Erdgasmangels ist es demnach wahrscheinlich, dass Deutschland einigermaßen gut durch den Winter kommt.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die endgültigen Inflationsdaten für Januar. Laut vorläufigen Zahlen stiegen die Verbraucherpreise um durchschnittlich 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Dezember hatte die Teuerungsrate noch 8,6 Prozent betragen, doch kann diese Zahl wegen einer Revision der Statistik noch nachträglich verändert werden. Details dazu will das Bundesamt zu den Inflationszahlen mitliefern.

Zudem rücken die Protokolle der Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve von Anfang Februar in den Vordergrund. Börsianer erhoffen sich Signale auf den weiteren Zinspfad, nachdem der Leitzins zuletzt um einen Viertel Prozentpunkt auf die Spanne von 4,50 bis 4,75 Prozent angehoben worden war. "Die Inflation in den USA lässt nach, aber nur langsam", sagen die Ökonomen der Commerzbank. "Die US-Notenbank kann daher noch nicht zufrieden sein." An den Terminmärkten wird damit gerechnet, dass noch mindestens zwei Erhöhungen folgen werden.

Bei den Unternehmen geht der Zahlenreigen weiter: Fresenius und Fresenius Medical Care warten am Mittwoch mit Geschäftszahlen auf. Interessant sind dabei auch strategische Aussichten. Der Gesundheitskonzern und seine Dialysetochter sollen nach den Vorstellungen von Fresenius-Vorstandschef Michael Sen künftig organisatorisch getrennte Wege gehen.

Fresenius C