Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÜberraschung bei US-Inflation - "Zweifel an der Statistik"

18.12.2025, 14:49 Uhr

In den USA ist die Inflation im November weniger hoch ausgefallen als erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit 3,1 Prozent gerechnet. Die Kerninflation - also die Jahresteuerung ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel - lag im November bei 2,6 Prozent. Die US-Notenbank Fed hat die Daten genau im Blick, da sie nicht nur für einen florierenden Arbeitsmarkt, sondern auch für Preisstabilität sorgen soll.

"Ein Großteil der Oktober-Daten konnte wegen des Shutdowns nicht erhoben werden. Deshalb lässt sich die monatliche Preisdynamik nicht beurteilen", meinte Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe: "Der Rückgang der Inflationsrate von 3,0 auf 2,7 Prozent überrascht und weckt Zweifel an der Statistik. Er würde einen monatlichen Inflationsrückgang implizieren, das ist wenig wahrscheinlich. Alles in allem ist die Jahresteuerungsrate zu hoch. In den kommenden Monaten wird die Inflationsrate weiter deutlich über dem 2,0-Prozent-Zielwert der Fed liegen. Unternehmen und Einzelhändler werden die Zollkosten auf die Preise umlegen. Dieser Überwälzungsprozess hält mindestens bis zum Frühjahr 2026 an."

Quelle: ntv.de