Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUmsatz der Fahrradbranche sinkt - und Kunden profitieren

18.06.2025, 10:51 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Nachwehen des verpufften Corona-Booms sind in weiten Teilen der Wirtschaft zu spüren - auch in der Fahrradbranche.

Erstmals seit 2019 ist der Umsatz der Fahrradbranche in Deutschland gesunken. Im vergangenen Jahr gingen zudem Jobs verloren, zeigen neue Zahlen des Verbands "Zukunft Fahrrad", die in Berlin vorgestellt wurden. Positiv aus Kundensicht: Sie können sich über Rabatte freuen.

"Das Jahr 2024 markierte nach dem Aufschwung der vorherigen Jahre einen relativen Tiefpunkt für die Fahrradbranche, ähnlich wie die deutsche Wirtschaft", heißt es. "Unternehmen litten unter nachlassender Nachfrage, Preisrückgängen und den Nachwehen überfüllter Lager."

2024 erzielte die Fahrradbranche mit Herstellung, Handel, Reparaturen und Services - darunter Dienstrad-Leasing und Sharing-Dienste - einen Umsatz von 27,2 Milliarden Euro - sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der direkt Beschäftigten sank 2024 auf 76.700 nach 77.500 im Vorjahr.

Allerdings folgt der Rückgang auf einen Boom in der Corona-Pandemie, als viele Menschen das Radeln als Draußen-Sport mit Abstand entdeckten. Zwischen 2019 und 2023 verdoppelte sich der Umsatz mit Herstellung, Handel und Dienstleistungen fast. Doch in den goldenen Zeiten verschätzten sich viele Händler: Als die Nachfrage wieder abebbte, saßen sie auf hohen Lagerbeständen, die sich erst langsam leeren.

Quelle: ntv.de