Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagVestas-Verlust steigt spürbar

14.08.2024, 14:57 Uhr

Der weltgrößte Windturbinenbauer Vestas hat im zweiten Quartal aufgrund des Preisdrucks seine Verluste ausgeweitet, erwartet aber Besserung im weiteren Verlauf. Operativ erreichte das Minus vor Sonderposten nach ersten Berechnungen 185 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 70 Millionen vor Jahresfrist, wie der Konzern, Konkurrent von Siemens Gamesa, Nordex und Enercon, mitteilt. Der bereinigte Gewinn erreichte derweil 19 Millionen Euro nach einem Verlust von 175 Millionen.

Vestas-Chef Henrik Andersen erklärt, der Preis und die Rentabilität der Projekte hätten sich verbessert. "Die Aufträge, die wir heute erhalten, deuten darauf hin, dass wir eine Gewinnmarge von zehn Prozent erreichen werden", sagt er. Zudem sei der Auftragseingang im Quartal um 54 Prozent auf 3,6 Gigawatt (GW) gestiegen. Turbinenhersteller wie Vestas und Wettbewerber Siemens Gamesa haben die Preise erhöht und schlecht bezahlte Projekte abgelehnt und damit den Trend stagnierender oder fallender Preise umgekehrt. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt lag im Quartal bei 1,21 Millionen Euro im Vergleich zu 1,04 Millionen im Vorjahr.

Quelle: ntv.de