Der Börsen-TagVolkswagen entdeckt Usbekistan
Volkswagen nimmt auf der Suche nach Absatzmöglichkeiten für seine in China gefertigten Autos das zentralasiatische Usbekistan ins Visier. Zum Marktstart würden ausgewählte Fahrzeuge der Marke VW sowie Modelle der Marke Jetta aus chinesischer Produktion angeboten, teilte das Dax-Unternehmen mit. Erstmals werde ein Exportmarkt ganz von China aus gesteuert. In einem ersten Schritt werde ein Händlernetz aufgebaut, noch in diesem Jahr solle eine Endmontage mit dem Partner Alyans Auto in der usbekischen Hauptstadt Taschkent aufgebaut werden.
Usbekistan gehört nach Unternehmensangaben zu den am stärksten wachsenden Fahrzeugmärkten Zentralasiens. Der Eintritt in weitere Märkte insbesondere in Südostasien, im Mittleren Osten, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sowie in ausgewählten afrikanischen Staaten werde derzeit geprüft, teilte Volkswagen weiter. Ziel sei es, die internationale Präsenz von Volkswagen nachhaltig auszubauen. VW will China zur Export-Drehscheibe ausbauen. Dabei gehe es vor allem um Ausfuhren in die Länder, die von Europa aus nicht wirtschaftlich bedient werden könnten, neben Usbekistan etwa Thailand oder Vietnam, sagte der für das China-Geschäft zuständige Vorstand Ralf Brandstätter.