Der Börsen-TagVon der Leyen äußert sich zum Handelspoker mit den USA
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dämpft die Erwartungen an den Ausgang der Zoll-Gespräche mit den USA. Worauf man derzeit abziele, sei eine Grundsatzeinigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin auf einer Pressekonferenz zum Start der dänischen EU-Ratspräsidentschaft in Aarhus. Bei dem Handelsvolumen, um das es gehe, sei in 90 Tagen ein detailliertes Abkommen unmöglich.
Von der Leyen spielte damit darauf an, dass US-Präsident Donald Trump zuletzt eine rund dreimonatige Verhandlungsfrist bis zum 9. Juli gesetzt hatte. Er will dann weitere Zölle auf Einfuhren aus der EU in Kraft treten lassen, sollte die EU den USA in Handelsfragen nicht entgegenkommen. Trump begründet seine Zollpolitik vor allem damit, dass er angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktionen ins Heimatland verlagern will.