Der Börsen-TagWarten auf den großen Knall …
In dieser Börsenwoche dürften das Notenbankertreffen in Jackson Hole, die Nvidia-Zahlen und wichtige Konjunkturdaten den Takt vorgeben. Diese dürften entscheiden, ob sich die jüngsten Turbulenzen am Anleihe- und Aktienmarkt fortsetzen. Sorgen über hohe Ölpreise wegen der Pattsituation im US-Iran-Konflikt und die steigende Staatsverschuldung hatten in den vergangenen Tagen die Renditen von Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten getrieben. Anleger warfen daraufhin als risikoreicher geltende Aktien aus den Depots, doch starke Konzernbilanzen und Konjunkturdaten begrenzten die Kursverluste. "Es scheint für die Weltwirtschaft unverändert möglich zu sein, ohne normalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu expandieren", kommentiert Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Am Freitag schloss der Dax mit einem Stand von 26.137 Punkten. Das Wochenminus betrug damit etwa ein Prozent.
Nun richten Anleger ihren Blick auf weitere wichtige Termine in dieser Woche. Im Fokus steht dabei vor allem das Symposium der regionalen Notenbank von Kansas City in Jackson Hole. Das Treffen von Notenbankern, Ökonomen und Finanzpolitikern beginnt am Donnerstag und dauert bis Samstag. Dort erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh. Er hat sich bislang zurückhaltend zum künftigen Kurs der Geldpolitik unter seiner Führung geäußert.
Auf der Unternehmensseite legt Nvidia am Mittwoch als letzter der wichtigsten US-Technologiekonzerne seine Quartalszahlen vor. Dies gilt als erneuter Test für den Handel mit KI-Aktien, nachdem mehrere Unternehmen aus dem Sektor starke Ergebnisse vorgelegt hatten. "Nach Wochen der Sorge über die enormen Finanzierungssummen, die für den Ausbau von KI benötigt werden, werden Investoren weiter nach Belegen suchen, dass die Nachfrage nach Chips und KI-Infrastruktur stark genug bleibt", sagt Capital.com-Expertin Daniela Hathorn. Geplant zur Veröffentlichung am Mittwoch sind zudem die Ergebnisse des SAP-Rivalen Salesforce.
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