Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWas kommt nach der Fed auf den DAX zu?

21.03.2024, 06:30 Uhr

Noch ein frisches Allzeithoch und ein Schlusskurs über der 18.000er Marke: Der DAX ist zur Wochenmitte vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und den geldpolitischen Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell leicht in Vorlage gegangen. Es könnte sich im Donnerstagsgeschäft weiter auszahlen.

Der Grund: Die US-Währungshüter beschlossen, den Leitzins in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent zu belassen. Sie signalisierten zugleich, dass er dieses Jahr um 0,75 Prozentpunkte sinken dürfte. "Der Markt ist erleichtert, dass die Fed in diesem Jahr immer noch drei Zinssenkungen prognostiziert. Die jüngsten zu hohen Inflationswerte haben den Plan der Fed bisher nicht entgleisen lassen", sagt Irene Tunkel, Chefstrategin für US-Aktien bei BCA Research. Powell ging auf die im Januar und Februar höher als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten ein und betonte, dass diese saisonal beeinflusst sein könnten und das Gesamtszenario sich dadurch nicht verändere. Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sagt, der Juni als Termin für die erste Senkung sei "noch lange nicht garantiert, aber er bleibt eine realistische Option."

Nach der Fed am gestrigen Abend entscheidet heute die britische Notenbank (BOE) über den Leitzins. Sie hat es mit einer hartnäckig hohen Inflation zu tun und dürfte daher nach Ansicht von Experten an ihrer straffen Linie festhalten. Sie hat den Leitzins auf 5,25 Prozent nach oben getrieben und hält ihn seit September 2023 konstant. Notenbankchef Andrew Bailey signalisierte allerdings Bereitschaft zu einer Zinswende im laufenden Jahr

. Unternehmensseitig legt United Internet Zahlen vor. In seiner Bilanz für 2023 wird der Internetkonzern voraussichtlich Zuwächse bei Umsatz und Gewinn ausweisen. Er hat Erlöse von 6,2 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,29 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Parallel zu United Internet legen auch die beiden Töchter Ionos und 1&1 Geschäftszahlen vor. Letztere will beim Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes Tempo machen. Firmenchef Ralph Dommermuth zufolge sollen bis zum Ende des laufenden Quartals 1350 Funkmasten stehen.

Zudem kehrt Douglas, Europas größte Parfümeriekette, auf das Börsenparkett zurück. Der erste Kurs für die Douglas-Aktien wird am Morgen festgestellt. Der Angebotspreis hatte bei 16 Euro je Aktie gelegen. Douglas fließen mit dem Börsengang brutto 850 Millionen Euro zu, die zum Schuldenabbau verwendet werden sollen. Douglas war 2013 nach der gemeinsamen Übernahme durch den Finanzinvestor Advent und der Eigentümerfamilie Kreke von der Börse genommen worden. 2015 ging die Mehrheit für knapp drei Milliarden Euro an die Private-Equity-Gesellschaft CVC. Douglas-Chef Sander van der Laan hat für die Kette Wachstum in Aussicht gestellt. Weitere Wochentermine finden Sie hier.

Quelle: ntv.de