Der Börsen-TagWie geht es dem Ölpreis nach dem Preissturz?
Nach dem Preissturz um fast ein Drittel sorgt die Hoffnung auf Hilfspakete für die durch die Coronavirus-Epidemie gebeutelte Wirtschaft am Ölmarkt wieder für etwas Auftrieb.
Allerdings hielten Sorgen über die schwächelnde Nachfrage den Preisanstieg am Dienstag in Grenzen. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 5,1 Prozent auf 36,12 Dollar je Barrel.
Nach dem Aus der Gespräche zwischen den Opec-Ländern und Russland über eine Förder- Drosselung waren die Ölpreise zum Wochenanfang abgestürzt. Das verstärkte an den Finanzmärkten die Furcht vor einer Wirtschaftskrise im Zuge der Coronavirus-Epidemie. Anleger gerieten weltweit in Panik. US-Präsident Donald Trump reagierte mit der Ankündigung eines größeren Hilfspakets.
"Bei Turbulenzen ist nichts wichtiger, um wieder Vertrauen herzustellen, als dass die Regierung ruhig erscheint und die Situation unter Kontrolle hat, auch wenn diese Kontrolle noch gering ist", sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.
Weder Saudi-Arabien noch Russland signalisierten zuletzt ein Einlenken in ihrem Preiskrieg. Börsianer befürchten, dass der Preisverfall Firmen aus der Branche schwer zusetzt.