Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWie schädlich ist Trumps Politik?

14.03.2025, 05:59 Uhr

Er hat es wieder getan: Nach der kleinen Erholung zur Wochenmitte ging es gestern für den Dax erneut abwärts: Der deutsche Börsenleitindex schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent oder … rund 110 Punkten bei einem Stand von 22.567 Zählern. Damit deutet sich ein Wochenminus an.

"Auch an der Wall Street ist die Euphorie über Trumps Wahlsieg längst verflogen, stattdessen rückt immer mehr die Frage in den Vordergrund, wie schädlich die Politik des neuen Präsidenten eigentlich ist", kommentieren die Analysten von CMC Markets.

Zum Wochenabschluss steht noch einmal einiges auf der Agenda. So dürfte sich die Inflation in Deutschland auf leicht erhöhtem Niveau stabilisiert haben. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes, das in einer ersten Schätzzahl für Februar einen Wert von 2,3 Prozent ermittelt hat, nach ebenfalls 2,3 Prozent im Januar. Steigende Nahrungsmittelpreise sorgten demnach dafür, dass die Inflationsrate nicht weiter gesunken ist.

Zudem präsentiert das Forschungsinstitut DIW seine Frühjahrsprognose. Bei der Vorstellung der Konjunkturzahlen für die Jahre 2025 und 2026 will das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin auch der Frage nachgehen, wann und wie die deutsche Wirtschaft wieder in Fahrt kommt und was die künftige Bundesregierung tun kann, um das Land aus der Rezession zu führen.

Unternehmensseitig rückt der Automobilsektor noch einmal in den Vordergrund: So gibt etwa der Autobauer BMW Auskunft über das abgelaufene Jahr und wagt einen Blick nach vorne. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen 2024 weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet hat, nicht zuletzt wegen massiver Probleme mit einem von Continental gelieferten Bremssystem. Dazu kommt die hartnäckige Flaute in China. BMW selbst hatte seine Gewinnprognose gekappt und rechnet nur noch mit einer Marge zwischen sechs und sieben Prozent – langfristig streben die Münchner hier acht bis zehn Prozent an.

Auch der LKW-Bauer Daimler Truck zieht Bilanz über das von schwacher Konjunktur belastete vergangene Jahr. Nach Schätzung von Analysten wird das Unternehmen mit einer operativen Rendite von 8,4 Prozent seine eigene Prognose erfüllen. Erwartet wird ein Rückgang des Betriebsergebnisses um gut 13 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro bei leicht gesunkenem Umsatz. Ambition von Daimler-Chefin Karin Radström sind Margen über zwölf Prozent bei günstigem Marktumfeld. In Europa will sie die Kosten deshalb um jährlich eine Milliarde Euro senken und das Service-Geschäft mit Teilen und Reparaturen verstärken. Nach Medienberichten sind in Deutschland Tausende Arbeitsplätze durch den Sparkurs gefährdet. Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de