Der Börsen-TagWie steht's um Argentinien?: Zentralbankchef tritt zurück

Mitten in der schweren Wirtschafts- und Währungskrise in Argentinien ist der Chef der Zentralbank zurückgetreten. Der Ökonom Luis Caputo gebe den Posten aus "persönlichen Gründen" ab, teilte die Notenbank mit.
Caputo hatte die Aufgabe erst im Juni übernommen. Caputo ist ein Vertrauter des konservativen Präsidenten Mauricio Macri. Sein Rücktritt fällt mitten in die Zeit von Verhandlungen des Landes mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Ausweg aus der Krise.
Noch für Dienstag ist in Argentinien ein Generalstreik geplant, der das gesamte Land lahmlegen soll. Macri hatte mit dem IWF Hilfskredite ausgehandelt, Argentinien verpflichtete sich im Gegenzug zu weiteren harten Einsparungen, gegen die sich in der Bevölkerung viel Unmut regt.
Die argentinische Regierung steht unter Druck, weil der Peso seit Jahresbeginn rund die Hälfte seines Wertes verloren hat. Nur zwei Jahre nach der Rückkehr zum Wachstum steuert die Wirtschaft wieder auf eine Rezession zu.