Der Börsen-TagWindkrafthersteller rutscht immer tiefer in die Krise
Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat auch im zweiten Quartal die indirekten Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Krieges durch die Verwerfungen an den Energie-, Rohstoff- und Logistikmärkten zu spüren bekommen. Im Halbjahr brach der Umsatz um über 20 Prozent ein und der Verlust unter dem Strich vervierfachte sich. Die Ende Mai gesenkte Prognose bestätigte die Nordex SE.
Im ersten Halbjahr sank der Umsatz jedoch infolge niedrigerer Installationen um 21,2 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro, wie Nordex mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf minus 173,3 Millionen Euro zurück, von plus 68,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand von Januar bis Juni ein Konzernverlust von 283,2 Millionen Euro, nach 63,7 Millionen ein Jahr zuvor.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Der Windkraftanlagenbauer hatte bereits mitgeteilt, dass er im zweiten Quartal mehr Aufträge eingeheimst als im Vorjahreszeitraum. Mit zwei erfolgreichen Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage im Juni und Juli hat Nordex zudem einen Bruttoerlös von insgesamt rund 351 Millionen Euro erlöst.