Der Börsen-Tag Yellen pusht Kurse in Asien in Rekordhöhe
Die Aussicht auf ein umfangreiches US-Hilfspaket hat für Rückenwind an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. Nach der Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen ereichten die Börsen am Mittwoch zeitweise Rekordhöhen. Sie kündigte umfangreiche Hilfen an, um die US-Wirtschaft nach der Pandemie wieder in Schwung zu bringen. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte außer Japan stieg zwei Prozent auf ein Allzeit-Hoch. In Japan machten Anleger nach anfänglichen Gewinnen allerdings Kasse.
Der japanische Leitindex Nikkei ging 0,4 Prozent niedriger bei 28.523 Punkten aus dem Handel. "Yellens Rede war heute vollständig eingepreist. Die Investoren verkaufen Aktien, um Gewinne mitzunehmen", sagte Masahiro Ichikawa, Chef-Marktstratege bei der Investmentfirma Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Der Rückgang wurde von Chip- und Elektronikkomponenten-Aktien gedeckelt. Taiyo Yuden-Papiere stiegen knapp vier Prozent, Anteilsscheine von Tokyo Electron und Rohm jeweils rund ein Prozent.
Als Stütze für die Märkte weltweit sahen Marktteilnehmer den anstehenden Machtwechsel in den USA. Der Regierungswechsel werde vermutlich glatt und problemlos verlaufen, sagte Yasutada Suzuki von der Sumitomo Mitsui Bank. Der Hongkonger Hang Seng legte vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden knapp ein Prozent zu, australische Werte zogen 0,4 Prozent an. In Shanghai stieg der Index 0,5 Prozent.