Der Börsen-TagZinshoffnungsdämpfer beschäftigt Asien-Anleger
Die Börsen in Ostasien folgen zum Wochenauftakt der schwachen Vorgabe der Wall Street vom Freitag. Auslöser für die Abwärtstendenz in den USA war ein deutlich höher als erwartet ausgefallener Stellenzuwachs am US-Arbeitsmarkt im Dezember, was den Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen erneut einen Dämpfer versetzte. Für das nächste Zinstreffen der US-Notenbank wurde ohnehin schon mit keiner Zinssenkung gerechnet, nun wird auch für das Treffen danach im März nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 20 Prozent erwartet.
Während der Handel in Tokio feiertagsbedingt pausiert, geht es in Hongkong mit dem HSI um 1,3 Prozent nach unten, der Shanghai-Composite büßt 0,4 Prozent ein. In Seoul fällt der Kospi um 1 Prozent und in Sydney, wo der Handel bereits beendet ist, ging es um 1,3 Prozent abwärts. Hier gehen die Blicke auch schon bang in Richtung Dienstag, wenn neue Jobdaten aus "Down Under" berichtet werden. Sollten die Zahlen überraschend stark ausfallen, könnte dies ausreichen, um die Spekulation auf eine Zinssenkung im Februar zu zerstreuen, nachdem die Reserve Bank of Australia ohnehin schon mit Zinssenkungen hinterherhinkt wegen der beharrlich hohen Inflation.
Dass sich der Index in Shanghai etwas besser hält, dürfte gut ausgefallenen Außenhandelsdaten zuzuschreiben sein. Im Dezember fielen die Exporte Chinas mit einem Plus von 10,7 Prozent zum Vorjahr klar besser als gedacht aus, und die Importe legten immerhin um 1,0 Prozent zu, wohingegen Ökonomen einen kleinen Rückgang prognostiziert hatten.