Der Börsen-TagZinssorgen plagen US-Anleger
Zinssorgen nach neuen US-Konjunkturdaten drücken die Wall Street ins Minus. Der Dow-Jones-Index notiert zunächst 0,2 Prozent schwächer bei 37.282 Punkten. Der S&P-500 verliert 0,6 Prozent auf 4739 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq bröckelt um knapp ein Prozent auf 14.815 Stellen ab.
Die Einzelhändler in den USA haben ihren Umsatz vor der Jahreswende zwar kräftiger gesteigert als erwartet. Die US-Industrie verzeichnete jedoch nur einen leichten Anstieg der Produktion. Dies schürte Sorgen um den Zeitplan für die erwartete geldpolitische Lockerung der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation zu dämpfen, ohne die Konjunktur abzuwürgen. "Die Zahlen geben der Fed Anlass zu Zweifeln an der Angemessenheit einer ersten Zinssenkung im März, die im Moment mit jeder Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten weniger wahrscheinlich wird", sagte Stuart Cole, Chefvolkswirt des Brokerhauses Equiti Capital.
Bei den Einzelwerten setzt das Schwächeln der Konjunktur in China den US-notierten Aktien chinesischer Unternehmen zu. Die Papiere von PDD, JD.Com und Bilibili verlieren zwischen knapp vier und knapp fünf Prozent. Die Volksrepublik hatte im vierten Quartal mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von Oktober bis Dezember um 5,2 Prozent knapp die Erwartungen der Analysten verfehlt.