Der Börsen-TagZu viel Risiko? Pfund gibt nach – Dollar stark
Die Flucht der Anleger in risikoärmere Anlagen angesichts hoher Energiepreise sorgt für Kursverluste beim Pfund. Die britische Devise fällt 0,6 Prozent auf 1,3547 Dollar, während die Weltleitwährung Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr klettert. Ein Anstieg von Öl und Gaspreisen schürt Inflationsängste an den Börsen - die britischen Gaspreise stiegen zuletzt auf Rekordhochs, unter anderem wegen der Sorge vor Versorgungsengpässen und der Aussicht auf sinkende Temperaturen. Großbritannien kämpft wegen eines Mangels an Lkw-Fahrern derzeit mit enormen Benzin-Engpässen. Viele Zapfsäulen sind leer und zahlreiche Tankstellen geschlossen.
Dafür halte sich das britische Pfund noch vergleichsweise gut, sagten Strategen. Als Grund nannten sie zunehmende Wetten auf anziehende Zinsen. "Die höheren Energiepreise führen eins zu eins zu steigenden Erwartungen hinsichtlich einer Straffung durch die Bank of England", kommentierten die Analysten der ING Bank. Auch wenn eine Straffung sich letztendlich als ein Fehler herausstellen könnte, seien diese Überlegungen noch viel zu früh, um dem Pfund zu schaden.
d