Der Börsen-TagZurückhaltung zum DAX-Start
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenstart etwas leichter erwartet. So wird der DAX bei 20.180 Punkten gesehen nach einem Schluss am Freitag bei 20.215 Punkten. Das Umfeld, hier vor allem die Zinsseite, trübt das Sentiment für Risiko Assets wie Aktien zunehmend ein. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag kamen die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr nochmals zurück. Während die Leitzinsen in den USA im Herbst im Bereich 4 bis 4,25 Prozent erwartet werden, könnte die EZB dann bereits bei einem Leitzins von 2 Prozent angekommen sein. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries liegt bei 4,76 Prozent, die der deutschen Pendants mit 2,56 Prozent deutlich darunter. Der transatlantische Spread hat sich auf dem Niveau von 210 bis 230 Basispunkten momentan eingependelt.
Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite ist recht ruhig, das dürfte sich im Wochenverlauf ändern. In den USA startet dann die Berichtssaison mit den großen Banken - hier legen JP Morgan, Wells Fargo, Citi und Goldman Sachs ihre Quartalsberichte vor. Larry Adam von Raymond James erwartet, dass Finanzunternehmen im Jahresvergleich das höchste Gewinnwachstum der S&P-500 Sektoren aufweisen, während der Energiesektor den größten Gewinnrückgang verzeichnen dürfte. Am 20. Januar ist dann die Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Donald Trump, dann dürften die Karten neu gemischt werden.