Der Börsen-TagZuversicht an der Wall Street
Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den neuen Monat starten. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 legt vorbörslich um 0,3 Prozent zu, ein neues Rekordhoch ist damit in Reichweite. Sorgen bereitet den Anlegern indessen weiterhin die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung. Einige Marktteilnehmer zeigen sich auch angesichts der hohen Marktbewertungen besorgt.
"Der September kann ein schwieriger Monat für Risikopapiere sein", sagt Suzanne Hutchins, Leiterin der Abteilung Real Return Investments bei Newton Investment Management. "Die Märkte sind auf breiter Front ziemlich hoch, die Bewertungen sind ziemlich hoch." Risiken sieht Hutchins im Vorgehen Chinas gegen Technologieunternehmen, auch nennt sie die Bundestagswahl in Deutschland. "Gleichzeitig gibt es eine Menge an Liquidität, die ein Zuhause finden muss, was immer sehr unterstützend ist", fügte sie hinzu.
In den Fokus der Anleger rücken derweil zunehmend die US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Eine erste Indikation dürften die noch vor der Startglocke anstehenden ADP-Daten zur Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft für August geben. Ökonomen erwarten hier einen Zuwachs von 600.000 Stellen, ein deutliches Plus im Vergleich zu dem im Vormonat verzeichneten Stellenaufbau von 330.000. Mit Blick auf die Inflation dürfte sich das Augenmerk der Anleger aber wohl vor allem auf die Daten zur Lohnentwicklung richten. Kurz nach Handelsbeginn stehen zudem noch der Markit-Einkaufsmanager- und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe jeweils für August auf der Agenda. Veröffentlicht werden zudem Daten zu den Bauausgaben für Juli.