Der Börsen-TagZwei Themen beschäftigen Asien-Anleger
Eine Eskalation des Iran-Kriegs setzt die asiatischen Aktienmärkte unter Druck. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers haben die USA mit massiven Angriffen auf iranische Ziele zurückgeschlagen. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an. Die militärischen Auseinandersetzungen lassen Zweifel am Fortschritt eines möglichen Friedensabkommens aufkommen. Die nur moderat steigenden Ölpreise zeigen aber, dass Anleger weiterhin auf ein Abkommen zur Beendigung des Krieges hoffen.
Zudem berichten Händler auch wieder über aufkommende Zweifel an den langfristigen Renditen bei Künstlicher Intelligenz, weswegen der Technologiesektor in einigen Teilen der Region unter Druck steht. Als Barometer für Investitionen in Künstliche Intelligenz gilt der südkoreanische Kospi, der die regionalen Verluste anführt und damit die extreme Volatilität der vergangenen Tage fortsetzt. Auch heute gibt es daher Handelsunterbrechungen. Der Index verliert 6,3 Prozent, die Halbleiter-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 6,5 bzw. 7,2 Prozent ab. In Japan sinkt der Nikkei um 2,2 Prozent auf 63.976 Punkte. Anleger konzentrierten sich auf die Entwicklungen im Nahen Osten, heißt es. Im Technologiesektor brechen Softbank Group um 9,5 Prozent ein. In China gibt der Shanghai Composite 0,6 Prozent nach - der HSI in Hongkong 1,1 Prozent.