Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZwei große Themen bestimmen den Dax

02.02.2026, 06:00 Uhr

Im Fokus der neuen Börsenwoche steht weiterhin die Geopolitik. Der erste Monat 2026 sei geschafft, und mit Blick auf die verbleibenden elf stellt sich schon die Frage, was denn nach diesem Januar sonst noch alles kommen kann, so die Experten der Helaba. Getrieben von der Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran wies Rohöl in der alten Woche einen Gewinn von insgesamt rund zehn Prozent aus. Seine mit Grönland verbundenen Zolldrohungen wurden zwar zurückgenommen, für Verunsicherung sorgte das Ganze aber trotzdem. Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Einwanderungsbeamten gegen einen US-Bürger in Minneapolis und dem öffentlichen Aufschrei steigt zugleich der Druck auf die neue US-Einwanderungspolitik.

In den Mittelpunkt rückt zudem erneut der Ukraine-Krieg: Russland hat einer Bitte von Trump zugestimmt und die Luftangriffe auf Kiew vorerst eingestellt. Dies solle ein günstiges Umfeld für Friedensverhandlungen schaffen, teilte der Kreml mit. Die Ereignisse schickten den Dax in der alten Woche auf eine Achterbahnfahrt - ins Wochenende verabschiedete er sich mit 24.539 Punkten rund 1,5 Prozent unter dem Vorwochenschluss.

Die Börsianer warten zudem auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Trotz Sorgen wegen des anhaltenden Euro-Höhenflugs dürften die Währungshüter den Leitzins bei 2,0 Prozent halten. Wie zementiert liegt er bereits seit Mitte vorigen Jahres auf diesem Niveau und könnte nach Einschätzung vieler Experten auch noch länger dort verharren.

Auf der Unternehmensseite geht es mit der Bilanzsaison weiter. Geplant zur Veröffentlichung in den USA sind die Ergebnisse von Unternehmen wie PepsiCo, Pfizer, Merck und PayPal. In Deutschland warten Anleger unter anderem auf die Finanzberichte von Infineon, Siltronic, Sartorius, Qiagen, Aurubis und Siemens Healthineers. Heute öffnet Walt Disney die Bücher.

Im Terminkalender steht heute auch die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in Deutschland, der Eurozone und in den USA im Januar.

Quelle: ntv.de