Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZweifel an Handels-Waffenstillstand: Dax vorbörslich leichter

04.12.2018, 07:29 Uhr

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(Foto: imago/Sven Simon)

Händler rechnen heute mit einer deutlichen Kurskorrektur an den europäischen Börsen. Nach der Rally vom Vortag war mit Gewinnmitnahmen gerechnet worden, nun passten auch die Nachrichten nicht mehr zu den Kursgewinnen, heißt es. Damit wachsen Zweifel, dass der vereinbarte Waffenstillstand für drei Monate im Handelsstreit wirklich ein Zeichen einer Annäherung ist. Vor allem fehlt es an belastbaren Aussagen aus China.

Der Dax notierte vorbörslich 0,5 Prozent tiefer bei 11.408 Punkten. Am Vortag hatte er bei 11.465 Zählern geschlossen. Händler hoffen nun, dass der Frankfurter Leitindex wenigstens das Ausbruchsniveau von 11.400 Zählern verteidigen kann.

Dagegen spricht allerdings die Rally bei den Zins-Futures, die auf neues "Risk Off" hindeutet. Auch bei den Rohstoffpreisen geht es wieder abwärts, was in Europa den Rohstoffsektor belasten dürfte - am Montag noch Tagessieger bei den Branchen.

Im Fokus stehen die Autowerte nach den US-Absatzzahlen für November und das erwartete Treffen der deutschen Autochefs im Weißen Haus. Dieses wird weiter kritisch verfolgt, denn der Versuch eines Sonderweges könnte möglicherweise die Handelsgespräche der EU mit den USA unterlaufen. Für Skepsis am Markt sorgt derweil, dass US-Präsident Trump als Gesprächspartner Robert Lighthizer benannt hat, der als China-Hardliner gilt.

Auf Konjunkturseite stehen die VDMA-Auftragseingänge auf dem Terminkalender. Daneben äußert sich BoE-Gouverneur Carney in einer Anhörung zum Brexit-Abkommen vor dem Finanzausschuss des Unterhauses in London und die britische Premierministerin Theresa May eröffnet die fünftägige Brexit-Debatte im Unterhaus.