Marktberichte

Bleierner Handel nach schwachen US-Daten Anleger in Fernost zurückhaltend

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Größere Verluste macht der Markt wieder wett. Börsianer erwarten aber, dass der Nikkei auch für den Rest der Woche eher orientierungslos sein wird.

(Foto: picture alliance / dpa)

Schwache Konjunkturdaten aus den USA bremsen die asiatischen Aktienmärkte aus. Das US-Verbrauchervertrauen hat sich unerwartet eingetrübt, was hat auch die US-Börsen belastet. Auch die anderen Börsen in Asien müssen sich neu orientieren.

Den Börsen in Ostasien haben zur Wochenmitte frische Impulse gefehlt. Nach uninspirierenden Vorgaben von der Wall Street blieben die Umsätze dünn. Die jüngsten US-Konjunkturdaten hätten eher enttäuscht - besonders der Index für das Verbrauchervertrauen -, nun warte man auf die BIP-Daten aus den USA am Freitag, um ein klareres Bild über den Stand der US-Konjunktur zu erhalten, hieß es im Handel.

In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 14.970 Punkte, nachdem er am Tag zuvor 1,4 Prozent gestiegen war. Der Nikkei werde auch für den Rest der Woche eher orientierungslos sein, sagte Chef-Investmentstratege Masashi Oda von Sumitomo Mitsui Trust Bank. "Investoren brauchen mehr Anhaltspunkte, um sich positionieren zu können."

Zu den größten Verlierern gehörte die Börse in Singapur, die 0,6 Prozent im Minus lag. In Schanghai büßte der Index 0,2 Prozent ein. Investoren spekulierten angesichts der schwächeren Landeswährung auf mögliche Änderungen in der Wirtschaftspolitik. Der Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans lag dagegen 0,3 Prozent im Plus. Leichte Gewinne verbuchten etwa die Indizes in Taiwan und Südkorea.

In Tokio konnten sich gegen den Trend die Aktien von Panasonic behaupten. Sie legten mehr als fünf Prozent zu. Die Zeitung Nikkei hatte berichtet, dass der Konzern weitere Firmen aufgefordert habe, sich an einem Werk zum Bau von Batterien für den Elektroauto-Hersteller Tesla zu beteiligen. 

Neue Impulse könnten am Samstag anstehende Daten aus China liefern. Dann wird der offizielle Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe gemeldet, nachdem der entsprechende von HSBC ermittelte Index zuletzt auf ein Siebenmonatstief gesunken war.

Quelle: n-tv.de, ddi/DJ/rts

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