Marktberichte

Vorsichtige Anleger Dax fällt etwas zurück

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Dax geht mit einem knappen Minus in die neue Handelswoche gestartet. Anleger scheuten derzeit Risiken, sagen Börsianer. Für Gesprächsstoff sorgt derweil die neue Chefin der US-Notenbank, Yellen.

Aktienanleger sind vorsichtig in die Woche gestartet. Nach enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten am Freitag hielten sich Investoren zurück und warteten auf neue Impulse. Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,1 Prozent auf 9289 Punkte. Der MDax trat mit 16.391 Punkten auf der Stelle, der TecDax gewann hingegen 0,3 Prozent auf 1228 Punkte.

Zudem warteten Anleger gespannt auf den ersten halbjährlichen Bericht der neuen amerikanischen Notenbank-Chefin Janet Yellen zur US-Geldpolitik vor dem Repräsentantenhaus am Dienstag.

"Die Arbeitsmarktdaten werden als weniger wichtig eingestuft, als die Antwort der Fed darauf", sagte Aktienstratege Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt. "Die meisten gehen davon aus, dass Yellen bekräftigen wird, dass die Erholung der US-Wirtschaft solide genug ist, um den Tapering-Kurs fortzusetzen. Eine solche Darstellung sollte die Märkte beruhigen." Die US-Notenbank hat im Januar angefangen, das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe zu drosseln. Viele gehen davon aus, dass sie diesen Kurs auch nach dem Arbeitsmarktbericht fortsetzt.

Positiv reagierten Conti-Anleger auf eine milliardenschwere Übernahme in den USA. Der Reifenhersteller kauft für rund 1,4 Milliarden Euro den US-Kautschuk- und Kunststoffspezialisten Veyance und stärkt damit sein Geschäft außerhalb der Automobilindustrie. Die Titel drehten nach der Mitteilung ins Plus und gingen 0,6 Prozent höher aus dem Handel.

Die Aktien der Porsche-Holding gewannen 3,4 Prozent. Börsianer erklärten das Plus mit der Nachricht, dass im Prozess um Milliardenforderungen gegen Porsche das Gericht Zweifel an den Argumenten der klagenden Hedgefonds geäußert hat. Rund zwei Dutzend Hedgefonds haben vor dem Landgericht Stuttgart auf insgesamt 1,36 Milliarden Euro Schadensersatz geklagt, weil sie sich durch VW-Großaktionär Porsche im Übernahmepoker um Volkswagen vor fünf Jahren getäuscht sehen.

Quelle: ntv.de, jga/mmo/DJ/dpa/rts