Marktberichte

Ukraine-Krise erreicht neue Stufe Gold zieht an

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(Foto: dpa)

An der ostukrainischen Grenze scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen. Offenbar sind russische Truppen einmarschiert. An den Rohstoffmärkten reagiert vor allem der Goldpreis auf diese Nachricht.

Die Ukraine-Krise ist am Donnerstag das beherrschende Thema an den Rohstoffmärkten. Dort scheint die Lage zu eskalieren, als russische Soldaten in den Osten des Landes einmarschieren und offenbar eine Stadt einnehmen. Das Wort "Invasion" macht die Runde.

"Ein steigender Grad an Risikoaversion macht sich breit", sagt Analyst Joao Monteiro von Valuetrades. Sollten sich die jüngsten Meldungen über ein Vorrücken russischer Verbände in der Ukraine bestätigen und der Tonfall beider Staaten an Schärfe zunehmen, könnte der Abgabedruck steigen, heißt es im Handel.

Der Goldpreis springt an. Eine Feinunze des Edelmetalls, das als sicherer Hafen und Fluchtwährung gilt, kostet am frühen Nachmittag 1292 Dollar, ein Aufschlag von 0,8 Prozent zum Vorabend.

Die Ölpreise bewegen sich indes kaum. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet 93,85 Dollar, Brent 1102,90 Dollar - zumindest ein leichter Aufschlag von 0,2 Prozent. Für Entlastung sorgt hier die Tatsache, dass Libyen nach Angaben des nationalen Ölförderunternehmens seine tägliche Produktion um eine Million Barrel steigern könnte. Die mögliche Ausweitung des Angebots drücke auf die Preise, sagten Händler.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ/dpa