Marktberichte

Luft im Dax wird dünner Kursrally gerät ins Stocken

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Selbst die erhofften positiven Signale aus den Verhandlungen des US-chinesischen Handelskonflikts reichten nur noch für schnell wieder verpuffte Kursgewinne.

(Foto: imago/VCG)

Von Anfang Oktober bis Anfang November legt der Dax um gut zwölf Prozent bis auf den höchsten Stand seit Anfang 2018 zu. Seither holen die Anleger Luft. Von der Berichtssaison kommen in der neuen Woche kaum Impulse. Nachrichten zum Handelsstreit können die Märkte aber wieder unter Druck setzen.

Zurückhaltung dürfte auch in der neuen Woche oberste Prämisse der Anleger am deutschen Aktienmarkt sein. Die Anfang Oktober gestartete Kursrallye geriet zuletzt ins Stocken - ein nachhaltiger Sprung über die Marke von 13.300 Punkte blieb im Dax bislang aus. Selbst die erhofften positiven Signale aus den Verhandlungen des US-chinesischen Handelskonflikts reichten nur noch für schnell wieder verpuffte Kursgewinne.

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Von Anfang Oktober bis Anfang November hatte der Dax um gut zwölf Prozent zugelegt bis auf den höchsten Stand seit Anfang 2018, seither holen die Anleger erst einmal Luft. Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sprach von einer liquiditätsgetriebenen Rally, die fundamental schwer zu rechtfertigen sei. Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis jenseits 24 sei der deutsche Leitindex derzeit so teuer wie nie seit der Finanzkrise.

Dies lässt darauf schließen, dass die Luft nun dünner wird. Ausbleibende oder gar negative Nachrichten zum Handelsstreit können die Märkte schnell wieder unter Druck setzen. US-Strafzölle auf deutsche Autos wären der nächste Nackenschlag für die zuletzt so gebeutelte Industrie, so der Experte.

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Von der Berichtssaison kommen derweil in der neuen Woche kaum noch Impulse, sie ist so gut wie beendet. Nachzügler sind der Immobilienkonzern Grand City Properties, der am Montag die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht, sowie der Industriekonzern Thyssenkrupp, dessen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr am Donnerstag auf der Agenda stehen.

Die Geschäftszahlen des Nutzfahrzeugzulieferers Jost Werke und des Ticketvermarkters CTS Eventim - beide ebenfalls am Donnerstag - dürften nur noch wenig Überraschungspotenzial bieten. Beide Unternehmen hatten bereits Eckdaten vorgelegt. Konjunkturdaten, die den Aktienmarkt bewegen könnten, gibt es erst gegen Ende der Woche. Am interessantesten dürften dabei die Daten zur Stimmung in der deutschen und europäischen Industrie sein.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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