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Deal kurz vor Abschluss? Trump sorgt für neue Hoffnung im Zollstreit

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aussage von US-Präsident Trump, dass eine Einigung mit China näher rücke, elektrisiert die Anleger an der Wall Street. Der Dow Jones macht einen Satz nach oben. Unteressen gerät Flugzeugbauer Boeing weiter unter Druck.

Wieder aufgeflammte Hoffnungen auf eine baldige Entschärfung des Zollstreits mit China haben den US-Börsen Auftrieb gegeben. Genährt wurden die Hoffnungen auf eine Entspannung im Streit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, wonach ein Handelsabkommen mit China näher rücke. Das "Wall Street Journal" berichtete zudem unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, US-Unterhändler hätten angeboten, existierende Zölle auf chinesische Exporte in die USA um 50 Prozent zu senken. Dies betrifft Waren im Wert von 360 Milliarden Dollar.

Nasdaq Composite
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Es sehe derzeit mehr nach einer Art Waffenstillstand denn nach einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen aus, sagte Willie Delwiche, Investmentstratege beim Finanzhaus Baird.

Zum Ende des Handels lag der Dow-Jones-Index 0,8 Prozent höher bei 28.132  Punkten, rund 90 Punkte unter dem neuen Rekordhoch von 28.225 kurz nach Handelsbeginn. S&P-500 und Nasdaq-Composite gingen mit ähnlichen Zugewinnen aus dem Tag.

Der Dollar profitierte von der Zuversicht im US-Handelsstreit, damit verbundenen Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung und vom starken Anstieg der US-Renditen. Der Dollar-Index zog um knapp 0,2 Prozent an. Der Euro fiel auf 1,1125 von einem Tageshoch über 1,1140. Dass sich die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde leicht positiv zur Konjunkturentwicklung in der Eurozone geäußert hatte, stützt die Gemeinschaftswährung nicht bzw. ging  im Handelsstreit-Optimismus unter.

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Die Ölpreise profitierten von der Aussicht auf einen positiven Konjunkturimpuls, sollten die neuen Strafzölle ausbleiben. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,0 Prozent auf 59,34 Dollar je Fass.

Unter den Einzelaktien gerieten Boeing im Verlauf auf die Verliererstraße, belastet von Kreisemeldungen, dass die Wiederzulassung des Problemfliegers 737 MAX vor Februar 2020 eher unwahrscheinlich sein soll. Boeing verbilligten sich um 1,1 Prozent. Bei Facebook belastete ein Bericht des Wall Street Journal, wonach es Untersuchungen gegen das Unternehmen geben könnte wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens. Die Aktie büßte 2,7 Prozent ein. General Electric wurden mit  einer positiven Studie der UBS-Analysten um über 4 Prozent nach oben gekauft.

Quelle: ntv.de