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Spotify, Boeing, Goldman schwach US-Anleger trauen Bankbilanzen nicht

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Enttäuschung über Bankbilanzen drücken US-Börsen ins Minus.

(Foto: REUTERS)

Ein überzeugender Wochenstart sieht anders aus: An der Wall Street schließen die drei großen Indizes jeweils mit leichten Verlusten. Ausschlaggebend dafür sind etwa enttäuschende Bankbilanzen, aber auch ein neues Amazon-Angebot.

An der Wall Street hat Ernüchterung über die jüngsten Bankbilanzen die Euphorie der vergangenen Woche abgelöst. Nachdem am Freitag JP Morgan noch mit einem Rekordgewinn für Begeisterung gesorgt hatte, zeigten sich die Anleger am Montag vor allem vom Gewinneinbruch bei Goldman-Sachs enttäuscht. Die negative Stimmung schlug auch auf andere Finanztitel durch. Unterdessen bekam der Flugzeugbauer Boeing mit einem Abschlag von 1,1 Prozent indirekt die Probleme rund um die 737 Max zu spüren: Der Marken-Spezialist Brand Finance schätzt, dass die Negativ-Schlagzeilen zum Flugverbot der Maschinen den Wert der Marke Boeing um zwölf Milliarden Dollar schmälern werden. Vergangenes Jahr hatte Brand Finance die Boeing-Marke noch auf 32 Milliarden Dollar taxiert.

Alle drei großen Indizes büßten je 0,1 Prozent ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand damit zum Schluss bei 26.384 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 bei 2905 und der Nasdaq Composite bei 7976 Zählern. Der Dax war in Frankfurt 0,2 Prozent fester und oberhalb der 12.000er Marke aus dem Handel gegangen.

Von Goldman bis Spotify

Goldman-Papiere gaben 3,8 Prozent nach. Der Gewinn des Geldhauses war wegen der Schwäche im Handel mit Anleihen und Aktien um fast ein Fünftel eingebrochen, die Einnahmen schrumpften. Am Freitag hatte JP Morgan überraschend starke Zahlen vorgelegt. Doch am Montag ging es auch für die Aktien dieses Branchenriesen abwärts - und zwar 1,1 Prozent. Bank of America büßte am Tag vor der eigenen Bilanzvorlage 1,1 Prozent ein.

"Mit den nicht gerade glänzenden Goldman-Zahlen ist es nicht wirklich überraschend, dass die Finanzwerte etwas nachgeben", sagte Michael James, Aktienhandelsstratege bei der Finanzfirma Wedbush Securities. "Die Gewinne und Prognosen müssen besser sein als die Schätzungen, damit die Aktien angesichts des bereits erreichten Niveaus weiter stark sein können."

Die Anteilsscheine des Musikstreaming-Dienstes Spotify fielen nach einem Bericht über ein Amazon-Musikangebot um 4,4 Prozent. Das Magazin Billboard hatte am Freitag gemeldet, Amazon wolle über seine Echo-Lautsprecher kostenlos Musik zur Verfügung stellen. Amazon war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, der Aktienkurs änderte sich kaum.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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