Yellen, China, ZahlenUS-Börsen warten auf neue Impulse

Die Aussagen der neuen Fed-Chefin Yellen verhallen. Anleger warten jetzt auf neue Konjunkturdaten. Etwas Unterstützung liefert China. Bei den Einzeltiteln sind gibt es aber Überraschungen.
Die Investoren an der Wall Street haben es am Mittwoch ruhig angehen lassen. Nach der viertägigen Gewinnserie und den kräftigen Aufschlägen am Vortag fehlte es an nun an Impulsen. Am Dienstag noch hatten Aussagen der neuen Fed-Chefin Janet Yellen die Kauflust angeheizt.
Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 15.964 Punkte. Der S&P-500 tendierte unverändert. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent.
China und Fed
Allenfalls eine leichte Unterstützung für den Markt kam von positiven Daten aus China. Die Exporte stiegen dort im Januar um 10,6 Prozent, und damit deutlich stärker als im Dezember und auch wesentlich stärker als mit 0,1 Prozent erwartet. Auch die Importe wuchsen mit 10 Prozent viel stärker als gedacht.
Auch der optimistische Ton von James Bullard, dem Präsidenten der Fed von St. Louis, konnte die Anleger nicht aus der Reserve locken. Bullard sieht in diesem Jahr ein US-Wachstum von drei Prozent oder mehr, einen Fall der Arbeitslosenquote auf sechs Prozent und eine Normalisierung der Inflation auf zwei Prozent. Dann, so Bullard, wäre es auch an der Zeit, dass die Notenbank wieder zu einer "normaleren" Geldpolitik zurückkehrt.
Neue Impulse absehbar
Die Börsianer hoffen, dass am Donnerstag wieder etwas mehr Schwung in den Markt kommt. Dann werden neue Einzelhandelsdaten veröffentlicht. "Sollten sie nach unten zeigen, dürfte das Sorgen mit Blick auf den Arbeitsmarkt befeuern, ebenso über mögliche negative Folgewirkungen des Tapering", sagte Analyst Joao Monteiro von Monex Capital Markets.
Schwächster Wert im Dow war die Aktie von Procter & Gamble, die sich um 1,7 Prozent verbilligte. Der Konsumgüter-Riese erwartet nun einen niedrigeren Gewinn im Geschäftsjahr 2014 als zuvor. Das Unternehmen hat unter Einmalbelastungen wegen der Abwertung der venezolanischen Währung, dem Bolivar Fuerte, zu leiden.
Ein Kursplus von 2,2 Prozent verzeichnete die Aktie von Sprint. Softbank-Chef Masayoshi Son wird nicht müde, für eine Übernahme von T-Mobile US durch Sprint zu werben. Der von Softbank gekaufte Telekomkonzern brauche eine Akquisition, um den US-Mobilfunkmarkt erfolgreich aufmischen zu können, sagte der japanische Manager.
Nach Handelsende wird zudem Cisco den Anlegern einen Blick in die Bücher gewähren und die Ergebnisse für das zweite Quartal bekannt geben. Die Aktie stieg um 0,6 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien des Traktor-Herstellers Deere, weil sich das Unternehmen zur Enttäuschung vieler Börsianer keine ehrgeizigeren Geschäftsziele zutraute.
Ford legten dagegen 0,3 Prozent zu. Der Autobauer hatte einen massiven Absatzanstieg im China-Geschäft im Januar bekanntgegeben.