Marktberichte

Tripadvisor-Aktie bricht ein Wall Street gönnt sich Verschnaufpause

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Kursturbulenzen am Vortag zeigen sich die US-Börsen etwas erholt. Doch Aufbruchstimmung ist nicht in Sicht: Zum Wochenende will die US-Regierung die Importzölle auf chinesische Waren erhöhen.

Die Kurse an der Wall Street haben sich am Abend nach dem Kursrutsch vom Vortag zumindest stabilisiert. Der wieder eskalierte Zollstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China ließ die Anleger aber weiter nicht los. Zeitweise sah es beim Dow Jones Industrial zwar nach einem klaren Erholungsversuch aus, zum Ende hin bekamen Investoren aber wieder kalte Füße. Der Leitindex schloss lediglich 0,01 Prozent höher bei 25 967,33 Punkten.

Dow Jones
Dow Jones 26.805,15

Weitere wichtige New Yorker Indizes beendeten den schwankenden Handelstag sogar noch im Minus. Der breit aufgestellte S&P 500 gab am Ende leicht um 0,16 Prozent auf 2879,42 Punkte nach, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,30 Prozent auf 7617,55 Zähler verlor.

Ölpreise klettern nach oben

Die Aktie der Touristikwebseite Tripadvisor bricht um 12 Prozent ein, nachdem das Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt hat, die nicht in allen Punkten überzeugen. Dagegen überraschte der Videospieleanbieter Electronic Arts positiv mit Quartalszahlen und Ausblick, was die Aktie um 1,8 Prozent nach oben treibt.

Enttäuscht reagieren die Anleger auch auf die Geschäftszahlen des Kosmetikherstellers Coty. Das Unternehmen hat zwar den Verlust im dritten Geschäftsquartal reduziert, doch verfehlte der Umsatz die Erwartungen. Die Aktie fällt um 5,6 Prozent. Mit dem Kurs von Chesapeake Energy geht es um 2 Prozent aufwärts. Auch der Öl- und Gaskonzern hatte beim Umsatz schwächer als erwartet abgeschnitten, operativ nach Meinung von Analysten aber besser.  US-Lagerdaten treiben Ölpreise

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 108,34

Am Ölmarkt geht es nach der Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten nach oben. Die Vorräte in den USA sind unerwartet gesunken, obwohl Analysten mit einem knappen Lageraufbau gerechnet hatten. Stützend wirkt auch der eskalierende Atomstreit mit Iran. Die USA hatten bereits an den Vortagen die Verlegung von Kriegsschiffen und Bombern in die Golfregion angekündigt. Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI steigt um 1,1 Prozent auf 62,08 Dollar. Brent verteuert sich um 0,7 Prozent auf 70,39 Dollar.

Nutznießer des Handelsstreits ist weiter der als Fluchtwährung in Krisenzeiten beliebte Yen. Der Dollar sinkt auf 110,15 Yen. Ende vergangener Woche wurden noch über 111 Yen für einen Dollar gezahlt. Der ICE-Dollarindex verliert knapp 0,1 Prozent.

Quelle: n-tv.de, jpe/DJ/dpa