Marktberichte

Gewinne in New York Wall Street schließt fester

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(Foto: REUTERS)

Nach dem schwachen Wochenbeginn zieht es die Anleger zurück auf das Parkett. Gefallene Kurse locken Schnäppchenjäger. Die gute Verbraucherstimmung sorgt für Zuversicht.


Nach zuletzt zwei Handelstagen mit Abschlägen haben die Kurse an der Wall Street die Sitzung am Dienstag mit einem deutlichen Plus beendet. Gestützt wurde das Sentiment vom besser als erwarteten US-Verbrauchervertrauen sowie den beruhigenden Aussagen von Charles Plosser, Präsident der Federal Reserve von Philadelphia. Zwar gab es auch negative Nachrichten von der Konjunkturseite, doch diese bremsten den Vorwärtsdrang des Marktes nur im frühen Handel. So reduzierte sich der Richmond-Fed-Index überraschend stark, und die Hausverkäufe im Februar lagen leicht unter den Erwartungen.

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Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 16.368 Punkte. Der S&P-500 verzeichnete einen Aufschlag von 0,4 Prozent auf 1866 Punkte. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,2 Prozent auf 4234 Punkte.

Plosser sagte dem Fernsehsender CNBC, dass die Wirtschaftsdaten ausschlaggebend dafür seien, wann die Leitzinsen in den USA angehoben würden. Es mache keinen Sinn über Zinserhöhungen nachzudenken, solange das Wertpapierkaufprogramm der Fed nicht beendet sei. Plosser relativierte damit Aussagen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen aus der vergangenen Woche, hieß es im Handel. Die Fed-Präsidentin hatte erste Leitzinserhöhungen sechs Monate nach dem Ende der Wertpapierkäufe in Aussicht gestellt und damit für Verstimmungen an den Märkten gesorgt.

Die jüngsten Kursverluste bei risikobehafteten Sektoren, wie der Biotechnologie, könnten Gewinnmitnahmen von langfristig orientierten Investoren vor dem Ende des ersten Quartals gewesen sein, mutmaßten Teilnehmer. Andere Analysten sahen in den Abgaben erste Hinweise darauf, dass sich die Anleger auf stärkere Abgaben des Marktes einstellen. "Solche Hinweise sind in der Regel ein erster Schritt hin zu einem 'Risk-Off-Modus' des Marktes", so Mike O'Rourke, Stratege bei Jones Trading Institutional Services. Die Verunsicherung des Marktes mit Blick auf den Zeitpunkt einer möglichen US-Zinserhöhung dürfte zudem noch nicht vollständig überwunden sein.

Colin Cieszynski, Analyst bei IG Markets, glaubt, dass die Aktienkurse noch einige Wochen innerhalb einer engen Spanne seitwärts laufen werden. Die Anleger seien hin- und hergerissen zwischen den zuletzt wieder etwas besseren Konjunkturdaten und der Ungewissheit darüber, wie die US-Notenbank darauf reagiere.

Unter den Einzelwerten schlossen die Aktien von Walt Disney mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent und erholten sich damit wieder von ihren zwischenzeitlichen Abgaben. Das Unternehmen hat am Montagabend den Kauf der Maker Studios angekündigt. Der Medienkonzern zahlt 500 Millionen Dollar für das bislang in Privatbesitz befindliche Unternehmen.

Deutlich nach oben ging es dagegen für den Kurs der Drogeriemarktkette Walgreen, obwohl das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal etwas schlechter als von den Analysten erwartet abgeschnitten hat. Walgreen plant indessen die Abkehr vom bisherigen Expansionskurs und will im zweiten Halbjahr 76 Filialen schließen. Die Aktie kletterte um 3,3 Prozent.

Quelle: ntv.de, jwu/jga/DJ