Jede Menge KonjunkturdatenWall Street schließt schwächer

Die jüngsten Wasserstandsmeldungen von der US-Wirtschaft fallen eigentlich überwiegend besser aus: Der Empire State Index steigt, die wöchentlichen Erstanträge fallen. Eine Spaßbremse gibt es aber auch.
Die US-Börsen haben unter dem Eindruck einer schwachen Wal-Mart-Bilanz sowie der anhaltenden Talfahrt bei den Nebenwerten den Rückzug von ihren jüngsten Rekordständen angetreten.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1 Prozent schwächer auf 16.446 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,9 Prozent auf 1870 Zähler. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 4069 Stellen aus dem Handel.
Viele Anleger misstrauten vor allem Aktien, die noch vor kurzem als Wachstumswerte galten. So fiel der Nasdaq-Biotechnologie-Index um mehr als 2 Prozent. Zu den prominentesten Einzelverlierern in New York zählten die Titel des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart, die nach einem Gewinneinbruch um 2,4 Prozent fielen.
Dies überschattete sogar einige relativ gute Konjunkturdaten. Sie unterstreichen, dass sich die US-Wirtschaft nachhaltig erholt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gefallen. Und auch der Empire State Manufacturing Index für die Wirtschaftstätigkeit im Raum New York sprang im Mai unerwartet deutlich nach oben.
Im Rahmen der Erwartungen fiel der Anstieg der Verbraucherpreise aus. Dazu kommt der Philadelphia-Fed-Index, der im Mai zwar leicht an Schwung verloren hat, aber klar auf Wachstumskurs bleibt. Enttäuschend sind dagegen die Daten zur Industrieproduktion. Sie gingen im April stärker als erwartet zurück.
Die Aktien von Cisco legten gegen den Trend um 6 Prozent zu, weil der Netzwerkspezialist mit seinen Umsatzzahlen die Markterwartungen übertraf. Die Papiere von GM gerieten hingegen durch einen weitere Rückruf von drei Millionen Autos unter Druck und gaben 1,6 Prozent nach.