Donnerstag, 12. Juli 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper

17:58 Uhr

Nato-Einigkeit gibt Dax neuen Schwung

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Das Auf und Ab an den Aktienmärkten setzt sich heute fort. Der Dax, den der Handelskonflikt zwischen den USA und China am Vortag noch stark unter Druck gesetzt hatte, erholt sich zum Handelsschluss um 0,6 Prozent auf 12.492 Punkte.

Für ein wenig Beruhigung an den Finanzmärkten sorgt der Nato-Gipfel in Brüssel. Dort sichert US-Präsident Donald Trump zu, weiter zum Verteidigungsbündnis zu stehen. Der MDax rückt zuletzt um 0,7 Prozent auf 26.317 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax steigt um 1,2 Prozent auf 2826 Punkte.

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Zudem halten sich die Anleger im Vorfeld der Berichtssaison zurück. Morgen nimmt diese in den USA Fahrt auf, dann legen die US-Banken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup ihre Geschäftszahlen vor. Mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und vielen ihrer Handelspartner halten sich die Anleger mit Käufen zurück.

Am Devisenmarkt notiert der Euro mit 1,1676 Dollar wenig verändert zum Vorabend. Das Paar befindet sich nach Einschätzung der Commerzbank in einer Art Gleichgewicht. Beide Währungen seien sichere Häfen und beiden fehlten grundlegend neue Impulse von Seiten der Geldpolitik, so die Analysten.

Bei den Einzelwerten im Dax legt Linde bis Handelsschluss um knapp zwei Prozent zu. Der Gashersteller kommt mit Praxair bei ihrer geplanten Fusion zum weltgrößten Anbieter einen weiteren Schritt voran. Größte Gewinner sind Fresenius und die Tochter FMC, die jeweils rund zwei Prozent zulegen. Am Index-Ende reiht sich die Commerzbank ein, die 1,2 Prozent einbüßen.

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17:29 Uhr
Solarworld Industries war im vergangenen Jahr aus der Insolvenz der Solarworld AG hervorgegangen.
Solarworld Industries war im vergangenen Jahr aus der Insolvenz der Solarworld AG hervorgegangen.(Foto: picture alliance / arifoto UG/dp)

Solarworld steht vor dem Aus

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Bei Deutschlands letztem großen Solarzellen-Hersteller Solarworld könnten spätestens am 30. September endgültig die Lichter ausgehen. Wenn sich bis dahin nicht doch noch ein Investor findet, will Insolvenzverwalter Christoph Niering den Geschäftsbetrieb einstellen. Die Gläubigerversammlung habe diesen Entschluss Nierings bestätigt, teilte Solarworld in Bonn mit.

Der Insolvenzverwalter sehe keine Perspektive, die Solarworld Industries GmbH in ihrer bisherigen unternehmerischen Ausrichtung zu erhalten. Das Unternehmen beschäftigt den Angaben zufolge in Arnstadt (Thüringen), Freiberg (Sachsen) und Bonn (Nordrhein-Westfalen) rund 500 Mitarbeiter.

Solarworld Industries war im vergangenen Jahr aus der Insolvenz der Solarworld AG hervorgegangen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten noch gut 3000 Menschen in dem Unternehmen, das einst als Vorzeigebetrieb der deutschen Energiewende galt. Solarworld leidet unter anderem unter extrem niedrigen Preisen der chinesischen Konkurrenz für Solarmodule. Solarworld Industries hatte im März einen Insolvenzantrag gestellt.

17:12 Uhr

"Strafzinsen für alle!"

Heute ist es gewiss: Die Verbraucherpreise in Deutschland ziehen im Juni um 2,1 Prozent an. Was das für Sparer bedeutet, dazu hier ein Kommentar von unserem n-tv-Wirtschaftsexperten Raimund Brichta:

Raimund Brichta
Raimund Brichta

"Verbraucherschützer fürchten mögliche Negativzinsen auf Spareinlagen und klagen dagegen. Dabei sind solche Strafzinsen längst gängige Praxis für alle. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts: Demnach liegt die Inflationsrate in Deutschland schon den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent. Das bedeutet, ein gesparter Euro ist heute rund zwei Prozent weniger wert als vor einem Jahr. Und selbst, wenn es fürs Ersparte offiziell noch nullkomma-x Prozent Zinsen gibt, bleibt unterm Strich weniger übrig, als man vorher angelegt hat.

Das sind Strafzinsen durch die Hintertür - und für die ist EZB-Chef Draghi verantwortlich. Der unter deutschen Sparern derzeit wohl meistgehasste Mann hat sich nämlich beides auf die Fahnen geschrieben: Sowohl null Zins als auch zwei Prozent Inflation. Für dieses Foul hat er die rote Karte verdient,

Ihr

Raimund Brichta

P.S. Darüber können Sie mit mir hier diskutieren."

16:51 Uhr

Broadcom-Aktie schmiert um 15 Prozent ab

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Mit seiner milliardenschweren Übernahmeofferte für den Softwareanbieter CA erwischt Broadcom die Anleger an der Wall Street auf dem falschen Fuß. Die Aktien stürzten um über 15 Prozent ab. CA zogen im Gegenzug um 18 Prozent an. Erleichtert reagierten die Anleger auf den Zwischenbericht von Delta Air Lines: Die Aktien stiegen um zwei Prozent. Der Gewinn der Fluggesellschaft war weniger stark als erwartet gefallen. Am Mittwoch hatte America Arlines die Anleger mit einer schwachen Prognose verprellt.

Ansonsten haben Anleger an der Wall Street heute wieder Land gesehen. Der Dow-Jones-Index legte 0,8 Prozent auf 24.900 Punkte zu. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite gewannen jeweils etwa ein halbes Prozent. Vor allem die Aussicht auf gute Firmenbilanzen mache vielen Anlegern Mut, sagte ein Händler.

Man setze darauf, dass die jüngsten Steuersenkungen die Gewinne der Unternehmen sprudeln ließen. Allerdings werde man auch mit Argusaugen die Ausblicke prüfen, um zu sehen, ob der Handelskonflikt Spuren hinterlassen habe.

16:25 Uhr

Riksbank-Protokoll setzt Schweden-Krone unter Druck

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Nach der Veröffentlichung des Riksbank-Sitzungsprotokolls gerät die schwedische Krone unter Druck. Der Euro steigt im Gegenzug auf 10,3378 Kronen. Kurz vor der Veröffentlichung notierte er bei 10,2801. In dem Protokoll hieß es, dass einige der Notenbanker eine expansive Geldpolitik für notwendig hielten, um das Inflationsziel beizubehalten. Die Inflation sei zuletzt hauptsächlich infolge höherer Ölpreise gestiegen.

Einige Riksbank-Vertreter hätten auch festgestellt, dass die Unsicherheit bezüglich der Entwicklungen im Ausland, wozu auch die globalen Handelsstreitigkeiten und die italienische Politik gehörten, seit April zugenommen habe. Auf bereinigter Basis sei der Inflationsdruck nach wie vor moderat. Das werfe Fragen mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Inflation auf.

15:54 Uhr

Südzucker hält trotz Gewinneinbruch an Prognose fest

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Der gefallene Zuckerpreis lässt das Ergebnis der Südzucker AG im ersten Geschäftsquartal per Ende Mai einbrechen. Das operative Konzernergebnis halbierte sich fast auf 78 (Vorjahr: 153) Millionen Euro, wie der Zuckerhersteller mitteilte.

  • Neben der schwachen Entwicklung im Segment Zucker stand auch das operative Ergebnis der Bioethanoltochter Cropenergies unter Druck.
  • Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag moderat unter Vorjahr, im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau. An der Jahresprognose hält das Unternehmen dennoch fest.
  • Im größten Segment Zucker sank der Umsatz im Quartal trotz deutlich höherer Absatzmengen, insbesondere im Export, infolge der deutlich niedrigeren Erlöse auf 695 (Vorjahr: 777) Millionen Euro.

Im operativen Ergebnis konnten die höheren Exportmengen den deutlichen Erlösrückgang nicht kompensieren. Daher ging das operative Ergebnis im Segment Zucker auf 8 (Vorjahr: 64) Millionen Euro zurück. Konzernweit fiel der Umsatz im Quartal um 2,3 Prozent auf 1,741 Milliarden Euro. Südzucker erwartet für das laufende Geschäftsjahr weiterhin einen Konzernumsatz von 6,8 bis 7,1 (Vorjahr: 7,0) Milliarden Euro. Dabei wird im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang ausgegangen.

15:27 Uhr

Türkische Lira fällt auf Rekordtief

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Die rasante Talfahrt der türkischen Währung geht weiter. In der Nacht erreichte der Kurs der Lira Tiefstände im Handel mit dem US-Dollar und mit dem Euro. Zeitweise mussten für einen Dollar 4,97 Lira und für einen Euro 5,82 Lira gezahlt werden.

Als Gründe für den starken Wertverfall der türkischen Währung gelten ein starker Anstieg der Inflation sowie die Sorge der Finanzmärkte vor einer wachsenden Kontrolle der Notenbank des Landes durch den Staatspräsidenten. Seit dem frühen Morgen konnte sich der Kurs der Lira wieder ein Stück weit erholen.

Am Vormittag hat der türkische Finanzminister Berat Albayrak einen Versuch unternommen, die Märkte zu beruhigen. In einem von der Nachrichtenagentur Anadolu zitierten Interview bezeichnete der Minister die Spekulationen über ein Ende der Unabhängigkeit der türkischen Notenbank als "unakzeptabel".

14:58 Uhr
Spitzenverdiener war wie im Vorjahr SAP-Chef Bill McDermott, der 12,87 Millionen Euro verdiente
Spitzenverdiener war wie im Vorjahr SAP-Chef Bill McDermott, der 12,87 Millionen Euro verdiente(Foto: picture alliance/dpa)

Dax-Chefs verdienen das 52-Fache ihrer Mitarbeiter

Die Vorstandsgehälter der Dax-Konzerne sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 4,5 Prozent gestiegen. Damit liegt das Gehaltsplus in den Chefetagen der 30 größten börsennotierten Konzerne in Deutschland deutlich über dem Anstieg der Bruttolöhne, wie eine veröffentlichte Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zeigt.

  • Diese wuchsen im Jahr 2017 im Durchschnitt um 2,5 Prozent.
  • Die Entwicklung schlägt sich auch in der Spreizung der Vorstandsvergütungen und der Gehälter der normalen Mitarbeiter der Dax-Konzerne nieder.
  • Die Spitzenmanager verdienten das 52-Fache ihrer Mitarbeiter, im vergangenen Jahr war es noch das 50-fache, wie die von der DSW gemeinsam mit der TU München erstellte Erhebung ergab.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:19 Uhr

Londoner Börse reagiert auf englisches Fußball-WM-Aus

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Das englische Aus bei der Fußball-WM löst an der Londoner Börse gemischte Gefühle aus. Für ITV geht es 1,4 Prozent nach unten, da die Anleger nun von geringeren Werbeeinnahmen ausgehen, als dies bei einem Sieg Englands bei der WM der Fall gewesen wäre. Die Aktien von Wettanbietern ziehen dagegen an, da diese bei einem englischen WM-Sieg wohl hohe Auszahlungen hätten leisten müssen. Paddy Power rücken 2,3 Prozent vor und William Hill 1,6 Prozent.

13:50 Uhr

BMW und Porsche freuen sich über Rekordabsätze

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Die deutschen Premium-Autobauer machen im ersten Halbjahr glänzende Geschäfte. Sowohl BMW als auch Porsche melden heute Rekordabsätze. BMW hat mit seinen Tochtermarken Mini und Rolls-Royce in den ersten sechs Monaten 1,24 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das waren 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber waren der X1 und die 5er Reihe. Dabei konnte BMW in allen Märkten mit Ausnahme von Großbritannien zulegen.

Volkswagen-Tochter Porsche lieferte mehr als 130.000 Sportwagen aus, drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Am stärksten legten der Panamera und der 911 zu. In Deutschland konnte Porsche sogar elf Prozent mehr Autos verkaufen (17.000). Im wichtigsten Markt China schrumpfte der Absatz hingegen deutlich um sieben Prozent auf 33.000.

13:10 Uhr
Besonders Gucci und Dior gelingt es,  jüngere Konsumenten an sich zu binden.
Besonders Gucci und Dior gelingt es, jüngere Konsumenten an sich zu binden.(Foto: REUTERS)

Immer mehr Luxusmarken entdecken Sneaker für sich

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Schon für Sneaker von Nike, Adidas und Co müssen teils saftige Preise gezahlt werden. Laut der Einschätzung der Berenberg Bank führt inzwischen aber auch für Luxusmarken kein Weg an dem Geschäft mit Freizeitschuhen vorbei. Sei 2009 noch jeder zehnte verkaufte Luxusschuh ein Sneaker gewesen, sei es heute bereits fast jeder fünfte.

Der Trend gerade unter den um die Jahrtausendwende geborenen Konsumenten sorge zurzeit für 30 Prozent des Umsatzes bei den Anbietern von Luxusgütern. Eine Steigerung auf 45 Prozent Umsatzanteil dieser Alterskohorte bis 2025 sei bereits absehbar.

Positiv täten sich neben Nike Gucci und Dior hervor, heißt es weiter. Die beiden Töchter der Luxuskonzerne Kering (Buy, Kursziel 560 EUR) und LVMH (Buy, Kursziel 330) dürften in den nächsten Monaten noch größer und wichtiger beim Thema Straßenmode werden. Das bestätige den Erfolg ihrer Strategien und ihre Fähigkeit, jüngere Konsumenten an sich zu binden.

12:20 Uhr

Nahrungsmittelpreise treiben Inflation über Zwei-Prozent-Marke

Gestiegene Preise für Heizöl und Benzin sowie für Nahrungsmittel wie Butter und Eier treiben die Inflationsrate im Juni auf über zwei Prozent. Die Teuerung lag im vergangenen Monat bei 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit und bestätigt damit vorläufige Zahlen. Bereits im Mai war die Inflationsrate über die Zwei-Prozent-Marke geklettert.

Maßgeblich verantwortlich für den Anstieg der Verbraucherpreise waren laut Statistik die Energiepreise: Sie lagen um 6,4 Prozent höher als im Juni 2017. Heizöl verteuerte sich um 30,3 Prozent, Kraftstoffe um 11,3 Prozent. Überdurchschnittlich war auch der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln mit 3,4 Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Teurer wurden binnen Jahresfrist vor allem Butter (rund 26 Prozent), Obst (etwas mehr als sieben Prozent), Eier und Molkereiprodukte (knapp fünf Prozent).

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11:41 Uhr

Chemiebranche leidet unter Handelskrieg, Brexit und Co.

Trotz sehr guter Geschäfte in der ersten Jahreshälfte trübt sich die Stimmung in der deutschen Chemie-Industrie ein. Bei der Vorlage seiner Halbjahres-Bilanz nannte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) den möglichen globalen Handelskrieg, einen harten Brexit und die stürmische Ölpreis-Entwicklung als größte Risiken für die drittgrößte deutsche Industriebranche.

An seiner Prognose eines Umsatzzuwachses von 4,5 Prozent auf 204 Milliarden Euro für das Gesamtjahr hielt der Verband aber fest. Einen guten Teil haben die Unternehmen bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres geschafft: 100,4 Milliarden Euro Umsatz bedeuteten einen Zuwachs von 5,5 Prozent. Die Produktion lag im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum bei einem Plus von 5,0 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der VCI hier unverändert nur 3,5 Prozent mehr.

11:14 Uhr

Chinesen kaufen weniger Porsche

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Zurückhaltende Kunden in China bremsen bei Porsche etwas das Absatzwachstum. Mit knapp 130.600 ausgelieferten Fahrzeugen weltweit in den ersten sechs Monaten des Jahres verbuchte der Sport- und Geländewagenbauer dennoch ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und den höchsten Halbjahreswert überhaupt, wie er mitteilte.

Starken Zuwächsen in Europa und den USA stand aber ein Minus von sieben Prozent im stärksten Einzelmarkt China gegenüber. Grund dafür sei vor allem die Ankündigung des Landes gewesen, die Importzölle für Autos zum 1. Juli zu senken. Dies habe in den Monaten davor zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung geführt.

Im ersten Quartal 2018 hatte Porsche in China noch mit drei Prozent im Plus gelegen. Zahlenmäßig am besten verkauft sich weiterhin der kleine Geländewagen Macan, den stärksten Zuwachs gab es beim Viertürer Panamera.

10:32 Uhr

Ist Kylie Jenner bald jüngste Self-Made-Milliardärin?

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Erinnern Sie sich noch daran, wie Kylie Jenner Anfang des Jahres mit ihrer Nachricht, Snapchat nach einem Update nicht mehr zu nutzen, erheblich zum Absturz der Aktie beigetragen hat?  Der Kurs der Aktie sank im Februar zeitweise um fast acht Prozent. Was in Börsenwert etwa 1,7 Milliarden Dollar entspricht.

Laut Schätzungen des Wirtschaftsmagazins "Forbes" steht die 20-Jährige jetzt kurz davor, die jüngste Milliardärin aller Zeiten zu werden, die ihr Geld selbst verdient hat. Das schreibt das Magazin in seiner Augustausgabe, in der es die "reichsten Self-Made-Frauen" vorstellt und Jenner auf dem Cover abbildet.

Die 20-Jährige verfügt laut der Berechnungen der "Forbes"-Redakteure zurzeit über ein Vermögen von 900 Millionen US-Dollar (rund 770 Millionen Euro). Davon sollen 800 Millionen Dollar (rund 685 Millionen Euro) der Wert ihrer Kosmetikfirma Kylie Cosmetics sein und 100 Millionen Dollar (rund 86 Millionen Euro) die Einnahmen aus Fernsehauftritten und Werbeverträgen.

Sollte sie die Milliardenmarke tatsächlich bald knacken, hätte Jenner Promis wie Mark Zuckerberg überholt, der laut dem Wirtschaftsmagazin im Alter von 23 Jahren zum Milliardär wurde.

10:19 Uhr
Gerresheimer hatte bereits gestern eine Übernahme sowie zwei neue Aufträge angekündigt, die aber auch mit höheren Aufwendungen einhergehen.
Gerresheimer hatte bereits gestern eine Übernahme sowie zwei neue Aufträge angekündigt, die aber auch mit höheren Aufwendungen einhergehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Gerresheimer verbucht Einbußen

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Der Medizintechnikkonzern Gerresheimer entwickelt sich im zweiten Quartal deutlich schwächer als erwartet. Der Umsatz fiel auf 333 Millionen von 340 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

  • Gerresheimer sprach aber davon, dass die Umsätze bereinigt um Währungseffekte und Akquisitionen sowie Desinvestitionen um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen seien. Analysten hatten mit 336 Millionen Euro jedenfalls mehr erwartet.
  • Das bereinigte Ebitda fiel um 6 Prozent auf 71 Millionen Euro, auch hier hatten Analysten mit 74 Millionen Euro mehr erwartet. Nach Dritten verdiente Gerresheimer unterm Strich nur noch 18,8 Millionen Euro nach 24,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 24 Millionen Euro gerechnet.
09:58 Uhr

Thyssenkrupp profitiert von Dax-Erholungsversuch

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Der deutsche Aktienmarkt wagt nach dem jüngsten Zoll-Schock ein Comeback. Der Dax startet 0,4 Prozent höher bei 12.460 Punkten. Gestern hatten ihn die neuen US-Zölle im Handelsstreit mit China um 1,5 Prozent nachgeben lassen.

  • Einen Tag vor der Bilanzvorlage der großen US-Banken wandere der Fokus der Anleger vom Handelskonflikt zur Berichtssaison, sagten Händler. Dabei werden Analysten und Anleger die Ausblicke vor allem auf Hinweise auf Auswirkungen des Handelskonflikts abklopfen.
  • Auf der Konjunkturseite könnten heute die detaillierten Inflationsdaten aus Deutschland im Juni den Anlegern Hinweise auf die künftige EZB-Zinspolitik geben. Laut Insidern wird derzeit in der Notenbank über den richtigen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung diskutiert. Zudem steht das Protokoll der EZB-Sitzung vom Juni zur Veröffentlichung an.
  • In den USA stehen neben dem Wochenbericht vom Arbeitsmarkt ebenfalls die Verbraucherpreise auf den Terminkalendern.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten Thyssenkrupp mit einem Kursplus von zwei Prozent nach einer Kaufempfehlung der Citigroup.

09:24 Uhr

Börsen in Ostasien atmen auf

Nach den heftigen Kursverlusten fangen sich heute auch die Börsen in Ostasien und Australien. Angeführt wird diese Erholung von der Börse in Shanghai, die am Vortag besonders unter der Androhung weiterer US-Strafzölle auf chinesische Produkte gelitten hatte.

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Der Shanghai-Composite-Index rückt um 1,9 Prozent vor. Für den Hang-Seng-Index in Hongkong geht es um 0,7 Prozent nach oben. Die ZTE-Aktie springt in Hongkong um 22 Prozent, nachdem das US-Handelsministerium den Zulieferstopp für den chinesischen Smartphonehersteller aufgehoben hat. Damit kann ZTE nun wieder Komponenten von US-Zulieferern beziehen, auf die das Unternehmen dringend angewiesen ist.

In Tokio steigt der Nikkei-225-Index um 1,3 Prozent auf 22.221 Punkte. Der japanische Aktienmarkt profitiert davon, dass die Landeswährung Yen zum US-Dollar kräftig nachgegeben hat und auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gefallen ist. Für einen Dollar werden etwa 112,20 Yen gezahlt. Am Mittwoch hatte die Nachricht von möglichen neuen US-Strafzöllen den Dollar zeitweise unter 111 Yen gedrückt.

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Gesucht sind aber nicht nur Aktien exportorientierter Unternehmen als typische Nutznießer eines schwächeren Yen, sondern auch die Anteilsscheine von Unternehmen, die von der Binnennachfrage abhängen. Unter anderem steigt der Kurs des Getränkeherstellers Yakult um 3,5 Prozent. Die Aktien des Windelherstellers Unicharm legen um 2,4 Prozent zu und die des Pharmakonzerns Eisai um 8,6 Prozent.

Im südkoreanischen Seoul gewinnt der Kospi 0,7 Prozent. Indexschwergewicht Samsung Electronics hat sich von anfänglichen Verlusten erholt und liegt nun 0,2 Prozent im Plus. SK Hynix verlieren dagegen 1,2 Prozent.

08:40 Uhr
Die Commerzbank sieht die "Stunde der Wahrheit für die Lira" am 24. Juli um 13.00 Uhr schlagen. Denn dann steht die nächste Zinsentscheidung der Zentralbank an.
Die Commerzbank sieht die "Stunde der Wahrheit für die Lira" am 24. Juli um 13.00 Uhr schlagen. Denn dann steht die nächste Zinsentscheidung der Zentralbank an.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Türkische Lira verarbeitet Absturz

Nicht nur der Dax und der Euro erholen sich, auch bei der türkischen Lira ist das der Fall. Gestern war sie in Reaktion auf das überraschend große Leistungsbilanzdefizit der Türkei regelrecht abgestürzt.

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Zuvor hatte schon Präsident Erdogan den Kurs nach unten gedrückt, weil er voraussagte, dass Dollar und Zinsen demnächst fallen würden.

"Der Kerl hat keine Ahnung von Geldpolitik oder Wechselkursen", sagt Tim Ash von Bluebay Asset Management und zieht einen Vergleich mit einem Zugunglück in Zeitlupe. Erdogan werde diesen Kampf letztlich verlieren, prognostiziert Ash.

Aktuell kommt der Dollar leicht zurück auf 4,8310 Lira, nachdem er gestern ein Rekordhoch von 4,9795 Lira erreicht hatte. Der Euro sinkt auf 5,6376 Lira, hier lag das Rekordhoch gestern bei 5,8053 Lira.

Die Commerzbank sieht die "Stunde der Wahrheit für die Lira" am 24. Juli um 13.00 Uhr schlagen. Denn dann steht die nächste Zinsentscheidung der Zentralbank an. Bewahrheite sich Ende Juli das, was Erdogan gestern in den Raum gestellt habe, dass nämlich die Zinsen in nächster Zeit sinken würden, sei "der Absturz der Lira, den wir gestern gesehen haben, wahrscheinlich nur ein lächerlicher Abklatsch dessen, was ihr am 24. Juli drohen könnte", so die Commerzbank. In diesem Fall wären dann nach Meinung der Analysten wohl auch Kapitalverkehrskontrollen unvermeidbar

08:06 Uhr

Euro gewinnt an Wert

Der Euro hat sich etwas von seinen gestrigen Verlusten erholt. Die Gemeinschaftswährung wird bei 1,1684 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Abend.

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Marktbeobachter sprechen von einer leichten Gegenbewegung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1735 Dollar festgesetzt.

Zuvor war der Kurs unter die Marke von 1,17 Dollar gefallen. Die Sorge vor einem Handelskrieg und heftige Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an Deutschland hatten für eine nervöse Stimmung am Devisenmarkt gesorgt.

07:44 Uhr

Dax vor festem Start

Guten Morgen!

Was der Tag an der Börsen bringen wird? Nach den zuletzt deutlichen Verlusten dürfte der deutsche Aktienmarkt wieder auf einen Erholungskurs schwenken. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas höher starten. Gestern hatte er 1,5 Prozent im Minus bei 12.417 Punkten geschlossen.

Auf der Konjunkturseite könnten die detaillierten Inflationsdaten aus Deutschland im Juni Hinweise auf die künftige EZB-Zinspolitik geben. Zudem steht das Protokoll der EZB-Sitzung vom Juni zur Veröffentlichung an.

In den USA stehen neben dem Wochenbericht vom Arbeitsmarkt ebenfalls die Verbraucherpreise auf der Agenda.

Außerdem könnte Donald Trump wieder für Gesprächsstoff sorgen. Heute geht erst der Nato-Gipfel zu Ende, dann fliegt der US-Präsident nach England und trifft dort Premierministerin Theresa May und dann die Queen.