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Laut ADAC sind die Filter, mit denen im Prüflabor die Filtrierbarkeit von Dieselkraftstoff und damit auch die Funktionsfähigkeit des Kraftstoffs bei Minusgraden ermittelt werden, zu "grobmaschig".
Laut ADAC sind die Filter, mit denen im Prüflabor die Filtrierbarkeit von Dieselkraftstoff und damit auch die Funktionsfähigkeit des Kraftstoffs bei Minusgraden ermittelt werden, zu "grobmaschig".(Foto: picture alliance / dpa)

Pannen bei Diesel-Autos im Winter: ADAC deckt Ursache auf

Die ungewöhnlich hohe Zahl von winterlichen Pannen bei Dieselautos hat Experten zuletzt vor ein Rätsel gestellt. Der ADAC will nun eine Erklärung gefunden haben.

Der strenge Winter hat viele Dieselautos kalt erwischt. Obwohl der in Deutschland verkaufte Kraftstoff eigentlich frostsicher sein sollte, blieben zahlreiche Fahrzeuge liegen oder konnten gar nicht erst starten. Der Grund dafür liegt laut Recherchen des ADAC in veralteten Diesel-Normen.

Damit Diesel auch bei Minusgraden flüssig bleibt und keine ausflockenden Paraffinkristalle den Kraftstofffilter und die Einspritzanlage zusetzen, werden ihm im Winter spezielle Zusätze beigemengt. Die Temperaturbeständigkeit bis minus 20 Grad wird anschließend von Laboren nach Vorgaben einer DIN-Norm überprüft – laut dem Automobilklub allerdings mit viel zu grobmaschigen Filtern. Moderne Autos nutzen heute deutlich feinere Kraftstofffilter, die sich bereits zusetzen, wenn die Laborfilter noch problemlos funktionieren.

Der ADAC fordert vor diesem Hintergrund eine Anpassung der veralteten Prüfnormen an die moderne Fahrzeugtechnik. Zugleich raten die Experten allen Dieselfahrern, den Kraftstofffilter regelmäßig zu erneuern. Dieser verstopft nämlich auf Dauer – egal ob er grob- oder feinmaschig ist. Dann kann der Kraftstoff unter Umständen schon bei leichtem Frost nicht mehr fließen.

Quelle: n-tv.de

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