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In seinem Test hat der ADAC 75 Werkstätten unter die Lupe genommen.
In seinem Test hat der ADAC 75 Werkstätten unter die Lupe genommen.(Foto: picture alliance / dpa)

ADAC-Werkstatt-Test 2012: Freie Werkstätten fallen durch

Freie Werkstätten haben sich beim ADAC-Werkstatt-Test in diesem Jahr nicht mit Ruhm bekleckert. Vor allem die mangelhaften Arbeitsleistungen wurden von den Testern angemahnt. Gute Ergebnisse erzielten hingegen die Vertragswerkstätten der Hersteller.

Beim ADAC-Werkstatt-Test 2012 sind fast zehn Prozent der getesteten Reparaturbetriebe mit der Note mangelhaft bewertet worden und damit durchgefallen. Insgesamt nahmen die ADAC-Tester 75 Werkstätten unter die Lupe, darunter die Betriebe großer Autohersteller als auch freier Werkstatt-Ketten. Wobei hier nur der Bosch Car Service und A.T.U. als Hersteller unabhängige Werkstätten untersucht wurden. Sieben Betriebe bekamen ein mangelhaft und genügten damit nicht den Anforderungen, wie der Autoclub in München mitteilte.

Bosch Car Service und A.T.U. sind Schlusslicht

Besonders schlecht schloss der Bosch Car Service ab. Hier arbeiteten nur zehn der 25 getesteten Betriebe fehlerlos. Das entspricht einer Trefferquote von 40 Prozent. Einer der Bosch Car Service-Betriebe in Hamburg erhielt mit 17 von 100 möglichen Punkten sogar eine der schlechtesten Bewertungen, die seit 42 Jahren in einem ADAC Werkstatt-Test vergeben wurde. In der Gesamtwertung schlossen die getesteten A.T.U-Betriebe noch schwächer ab. Hier patzten 18 von 25 Filialen. Damit liegt die Erfolgsquote bei A.T.U lediglich bei 28 Prozent.

Mercedes und Renault "sehr gut"

Testsieger wurde ein Berliner Mercedes-Betrieb, der die vollen 100 Punkte erreichte. 88 Prozent der 25 geprüften Vertragswerkstätten fanden hier alle vom ADAC in den Fahrzeugen versteckten Fehler. Mercedes und Renault schnitten durchweg mit "sehr gut" ab.

Nicht ganz makellos ist die Bilanz von Audi, BMW und VW. Aus den jeweils fünf in deutschen Städten durchgeführten Stichproben erreichte Audi in Leipzig nur ein "befriedigend", BMW – ebenfalls in Leipzig – nur ein "ausreichend", VW in München ein "gut". Die übrigen Durchgänge wurden alle mit "sehr gut" bewertet, alle Fehler wurden gefunden und auch der Service stimmte, so der ADAC.

Neben mangelhaften Arbeitsleistungen sehen die Tester noch eine weitere Ursache für das schlechte Abschneiden der überprüften freien Werkstätten: Die Betriebe ordnen den unterschiedlichen Kfz-Typen oft nicht den jeweils richtigen Serviceumfang zu. Und das, obwohl damit geworben wird, dass korrekt nach Herstellervorgaben gearbeitet wird.

Autos mit fünf Mängeln präpariert

Der Club testete die Werkstätten mit verschiedenen gängigen Modellen. Die Fahrzeuge wurden dazu mit fünf Mängeln präpariert: ein verstelltes Scheinwerferlicht, eine defekte Kennzeichenleuchte, ein ausgehängter Auspufftopf, ein zu niedriger Kühlmittelstand und ein Ersatzrad mit zu wenig Reifendruck.

Die Arbeitsleistung wurde mit 60 Punkten, der Service mit maximal 40 Punkten bewertet. Punktabzug gab es, wenn wesentliche Serviceleistungen fehlten oder Zusatzarbeiten ohne Auftrag ausgeführt wurden. Der ADAC rät allen Autofahrern, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen.

Quelle: n-tv.de

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