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Mit dem von Autoversicherern angebotenem E-Call soll der Verkehr noch sicherer werden.
Mit dem von Autoversicherern angebotenem E-Call soll der Verkehr noch sicherer werden.

Notrufsystem zum Nachrüsten: Versicherer bieten eigenes E-Call-System an

Mit einem Notrufsystem zum Nachrüsten bieten die Autoversicherer ab April an, was in drei Jahren europaweit Pflicht in Neuwagen ist. Notwendig ist dafür nur ein kleiner Stecker. Doch ganz umsonst ist die zusätzliche Sicherheit nicht.

Ab 2018 ist das europäische Notrufsystem E-Call in Neuwagen Pflicht. Da es eigentlich schon für 2015 geplant war, bieten immer mehr Hersteller ihren Neuwagenkunden dieses Feature an. Fahrer eines älteren Modells müssen bis dato hingegen auf ein Notrufsystem verzichten.

Unfallmeldestecker: Kleines Ding, große Wirkung.
Unfallmeldestecker: Kleines Ding, große Wirkung.

Verschiedene deutsche Versicherer bieten bereits ab April ein Unfallmeldesystem zum Nachrüsten an: Kernstück des Notrufsystems ist ein von Bosch entwickelter Stecker für die 12-Volt-Buchse im Auto. Beschleunigungssensoren im Stecker sollen eine Kollision erkennen und die Stärke des Aufpralls ermitteln. Registriert der Stecker einen Unfall, sendet er diese Information an eine App auf dem Smartphone des Autofahrers.

Die App meldet den Crash, die aktuelle Position des Fahrers und die letzte Fahrtrichtung an eine Notrufzentrale. Gleichzeitig wird eine Sprechverbindung zwischen Disponenten und Autofahrer am Unfallort hergestellt, um Details zur Hilfeleistung klären zu können. Ist der Fahrer nicht ansprechbar und die übermittelten Daten weisen auf einen schweren Unfall hin, leitet die Notrufzentrale sofort Rettungsmaßnahmen ein. Bei Blechschäden nimmt der Operator den Unfall auf und organisiert Hilfe.

Sicher mit Mehrkosten

Technisch betrieben wird der Unfallmeldedienst von der Dienstleistungs-GmbH des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Anbieter sind die teilnehmenden Kfz-Versicherer. Versicherte erhalten den Stecker und die App auf Wunsch direkt bei ihrer Assekuranz.

Die Versicherung bestimmt auch den Preis des Angebots. So hat die R+V-Versicherung beispielsweise bereits angekündigt, den Dienst ab April zusätzlich zu ihrem Schutzbrief anzubieten. Für das Notrufsystem entstehen dem Autofahrer laut R+V weniger als 30 Euro Mehrkosten im Jahr. Der Schutzbrief, der auch Leistungen wie Abschleppservice oder Krankenrücktransport beinhaltet, kostet inklusive Unfallmeldedienst 39,90 Euro im Jahr. Die Axa-Versicherung, die bereits 20.000 Stecker bestellt hat, steigt ab Anfang Mai in das System ein, hier sollen die Kosten im "moderaten zweistelligen Bereich" liegen.

Date werden nicht gesammelt

Der Datenschutz des Autofahrers ist laut GDV immer gewährleistet: Verläuft die Fahrt störungsfrei, werden keine Daten an die Notrufzentrale übertragen. Rückschlüsse auf die Fahrweise zu ziehen ist nach Aussagen der Versicherer unmöglich. Auch soll es nicht möglich sein Bewegungsprofile zu erstellen.

Wer den Dienst in vollem Umfang nutzen möchte, benötigt ein Android-Smartphone (ab Version 2.3.4) oder iPhone (ab iPhone 5 mit  iOS8) sowie den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) im Auto. Die Datenübertragung zwischen Stecker und Smartphone funktioniert über Bluetooth. Der Unfallmeldestecker hat eine USB-Buchse, so dass das Smartphone während der Fahrt geladen werden kann.

Quelle: n-tv.de

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