Das war Mittwoch, der 11. Oktober 2017
Bevor hier in der Redaktion gleich die Lichter ausgehen (nicht aber bei n-tv.de, ein Kollege läuft sich gerade aus der Ferne für die Nacht warm), ist es wie immer Zeit, noch einmal den Tag zu betrachten. Das war heute wichtig und hat Sie besonders interessiert:
Flüchtlinge dürfen nicht mehr nach Salzgitter - über ein Zuzugsverbot in die niedersächsische Stadt
Der Witz im Weißen Haus - über Donald Trumps Glauben an seine überlegene Intelligenz
"Ohne uns wird die Türkei kollabieren" - ein Interview mit dem Anwalt von Ahmet Şık
Ebenfalls gern gelesen wurden "'Alarm für Cobra 11' im Playboy" und "Sia so nackig"
Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.
Trump hört bei Nordkorea auf niemanden
Die Nordkorea-Politik des US-Präsidenten ist bisher zumindest konsequent darin, dass sie immer weiter auf eine Eskalation zutreibt. Das hat Donald Trump in einem Statement im Weißen Haus nun noch einmal verdeutlicht: Er will bei diesem wichtigen außenpolitischen Thema auf niemanden hören. Er höre zwar allen zu, am Ende aber entscheide er, sagte Trump. Er meint, dass diese Entscheidung das beste für die USA und die Welt sein wird.
Zahl der Feueropfer in Kalifornien steigt
Noch einmal haben die US-Behörden die Zahl der Toten durch die schweren Brände in Kalifornien nach oben korrigiert.
Demnach sind jetzt mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.
Nach Schätzungen wurden 3500 Häuser zerstört.
Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer, das den Staat viele Milliarden Dollar kosten werde.
Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpfen im Norden des US-Bundesstaates gegen zahlreiche große Buschbrände.
In ganz Kalifornien brennen derzeit mehr als 22 Großfeuer.
Die Sicherheitskräfte befürchten, dass es weitere Todesopfer gibt, da noch zahlreiche Menschen vermisst werden.
Italienierin erstreitet Recht, ihren Hund zu pflegen
Wir kennen das Problem normalerweise im Zusammenhang mit alten oder kranken Angehörigen und Kindern: Wenn sie gepflegt oder betreut werden müssen, kann ein Angehöriger dafür freinehmen. Eine Italienerin hat sich das gleiche Recht jetzt für die Pflege ihres Hundes erstritten.
Die alleinstehende Angestellte einer römischen Universität konnte zwei Tage lang nicht bei der Arbeit erscheinen, weil sie ihren kranken Hund zum Tierarzt bringen musste.
Mit der juristischen Unterstützung der Tierschutzorganisation LAV erreichte die Italienerin, dass ihr beide Fehltage als bezahlter Urlaub angerechnet werden - "aus schwerwiegenden persönlichen oder familiären Gründen".
Die Frau berief sich auf das italienische Gesetz, in dem eine schwere Strafe bei Missachtung des Tierwohls verankert ist: 10.000 Euro Bußgeld oder bis zu einem Jahr Haft können auf Besitzer zukommen, wenn sie ihre Haustiere "schwer leiden" lassen.
Meşale Tolu muss in Haft bleiben
Das Gericht in Istanbul hat entschieden: Meşale Tolu muss weiter in Untersuchungshaft bleiben - wegen "Fluchtgefahr" und "dringendem Tatverdacht". Der Vater der 32-Jährigen Ulmerin sagte nach der Entscheidung über die fortdauernde U-Haft, seine Tochter sei eine "politische Geisel".
16 Tote bei Gefängniskampf in Mexiko
In einem mexikanischen Gefängnis hat sich eine Gewaltorgie zugetragen, nach deren Ende mindestens 16 Menschen tot sind.
In die Auseinandersetzungen waren offenbar Angehörige von zwei verfeindeten Banden verwickelt.
Am Dienstag hätten zunächst etwa 40 Insassen einen Mithäftling getötet und verbrannt, sagte ein Polizeisprecher.
Später hätten sich rund 250 Gefangene an den Kämpfen beteiligt.
Daraufhin seien Polizisten in das Gefängnis eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet. "Wir müssen die Autopsie abwarten, um sagen zu können, wie viele bei den Kämpfen zwischen den kriminellen Banden und wie viele durch die Beamten getötet wurden", sagte der Sprecher.
Die Videos des Tages
Italiener verkaufen Sondermüll als Rohstoff
In Italien ist heute bekannt geworden, dass ein betrügerischer Unternehmerring zerschlagen wurde. Im großen Stil sollen die Verantwortlichen teils giftigen Sondermüll ins Ausland verkauft haben. Sie deklarierten mit polychlorierten Biphenylen (PCB) kontaminierte Metalle als sofort verwendbare Rohstoffe aus recyceltem Schrott. Damit verdienten sie Millionen - Jahresumsatz bis zu 46 Millionen Euro. Die italienische Küstenwache verhaftete sieben Menschen und beschlagnahmte Geld. Die betrogenen Abnehmer waren Käufer aus China, Indonesien und Pakistan.
Polizei soll Kinderpornoseite weiterbetrieben haben
Die australische Polizei soll monatelang eine Webseite betrieben haben, auf der Tausende Mitglieder Bilder und Filme von Übergriffen auf Kinder verbreitet haben. Das meldet die norwegische Zeitung "Verdens Gang".
Reporter der Zeitung hatten demnach die Betreiber des Forums "Childs Play" im sogenannten Darknet aufgespürt. 30 Norweger seien darauf aktiv gewesen, berichtet die Zeitung.
Die australische Arbeitsgruppe "Task Force Argos" hat demnach im letzten Herbst die Netzidentität eines Kanadiers und eines Amerikaners übernommen, die das Forum gegründet hatten.
Die beiden Männer waren in den USA festgenommen worden und hatten den Ermittlern ihre Passwörter verraten.
Die Polizisten veröffentlichten ebenfalls Fotos von Übergriffen, um glaubwürdig zu wirken und andere Nutzer zu überführen. Mitte September wurde die Webseite abgeschaltet.
Städte beseitigen fast 1 Million Badewannen voll Laub
Der Herbst ist da und mit ihm eine Menge Laub. Aber wie viel ist das eigentlich? Der Verband kommunaler Unternehmen hat das Laub der zehn größten deutschen Städte zusammengezählt und beziffert das Gewicht auf 115.000 Tonnen, die sich auf Straßen, Gehwege und Plätze verteilen. Anders ausgedrückt: 950.000 vollgestopfte Badewannen. Besonders viel zu tun hatten die Reinigungsbetriebe im Nordosten: Sturmtief "Xavier" wirbelte vergangene Woche besonders viel Laub von den Bäumen.
Das meiste Laub türmt sich in Berlin auf: 500.000 Badewannen. In Hamburg waren es 250.000 Badewannen voll.
Gericht entscheidet über U-Haft für Meşale Tolu
Noch heute Abend will das türkische Gericht, vor dem seit heute Meşale Tolu steht, über die Fortsetzung der Untersuchungshaft der deutschen Journalistin entscheiden. Die Sitzung ist bis 18.30 Uhr unterbrochen. Danach soll die Entscheidung verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hat weiter U-Haft gefordert.
Mein Kollege Issio Ehrich hat aufgeschrieben, worum es in dem Prozess geht und wie sich Tolu zu den Vorwürfen geäußert hat.
Schlagzeilen zum Feierabend
Trump denkt über Lizenzenentzug für Sender nach
Es wäre einfach zu schön für Donald Trump, wenn er diesen blöden, unfairen Medien endlich verbieten könnte, ihn schlechtzumachen. Was ich hier als ironischen Satz schreibe, ist leider fast Realität. Der Präsident der USA hat heute via Tweet laut darüber nachgedacht, bestimmten Sendern die Senderechte zu entziehen. Die "Falschnachrichten", die von NBC und anderen Netzwerken verbreitet würden, seien "schlecht für das Land", schrieb Trump.
Mein Kollege Hubertus Volmer, eigentlich mittlerweile abgehärtet, wundert sich auch immer wieder, in welche Abgründe Trump immer aufs Neue vorstößt. Seinen Text über den IQ-Streit Trumps mit seinem Außenminister möchte ich Ihnen hier dringend empfehlen. Sehr lustig - wenn es nicht so gefährlich wäre.
Asylbewerber wegen Mordes an Flüchtlingshelferin verurteilt
Als im Februar eine junge Frau im Münsterland erstochen wurde, führte die Spur schnell zu einem heute 28 Jahre alten Mann, der heute in Münster zu 13 Jahren Haft verurteilt worden ist.
Der Asylbewerber aus Nigeria hatte eine kurze Liebesbeziehung mit der 22-jährigen Studentin aus Ahaus. Als sie Schluss machte, drehte er durch und tötete sie spätabends auf offener Straße mit 21 Messerstichen.
Anschließend versuchte er sie in einen großen Rollkoffer zu packen, was nicht gelang.
Er floh in die Schweiz und hinterließ in seinem Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft die blutverschmierte Kleidung.
Zu dem Urteilsspruch sagte er nichts.
Iranische Führung bezeichnet Trump als Verlierer
Nach dem Pariser Klimaschutzabkommen wäre der Atomdeal mit dem Iran der zweite wichtige internationale Vertrag, den US-Präsident Trump aufkündigt. Bisher hat er es nicht getan, doch offenkundig würde er es gerne. Präsident und Außenminister des Iran haben jetzt schon einmal abgesteckt, wie sie die Drohung von Trump sehen.
"Wenn jemand aus einem internationalen Deal aussteigt, dann ist er der Verlierer, nicht der, der es nicht tut", sagte Präsident Hassan Ruhani in einer Kabinettssitzung. Einen Deal einzuhalten zeige "die Würde eines Staates und inwieweit seine Regierung vertrauenswürdig ist".
Außenminister Mohamed Dschawad Sarif riet dem Parlament, nicht überzureagieren. Trump könne und diverse Entscheidungen treffen. Es sei aber nicht klar, welche der Entscheidungen auch zu hundert Prozent umgesetzt würden.
Japanischer Bauarbeiter stirbt nach 200 Überstunden
Erst vor einigen Tagen meldeten wir, dass in Japan eine Frau nach 159 Überstunden an Herzversagen starb. Das Thema ist in Japan umstritten, denn Arbeitseifer gilt als Tugend. Doch es tut sich was: Ein weiterer Fall von Tod durch Überarbeitung ist jetzt von den japanischen Behörden anerkannt worden.
Ein 23 Jahre alter Bauarbeiter nahm sich vermutlich im März das Leben. Er hinterließ da eine Nachricht, in der stand, er habe seine physischen und mentalen Grenzen erreicht.
Zuvor hatte der junge Mann bis zu 200 Überstunden pro Monat auf der Baustelle geleistet. (Das wären im Schnitt 50 pro Woche und damit schon mehr, als eine reguläre Vollzeitwoche in Deutschland insgesamt hat!)
Brisant für Japan an dem Fall: Der Mann arbeitete auf der Baustelle für das Olympiastadion in Tokio für die Sommerspiele 2020.
Die Eltern des Mannes erreichten jetzt einen Etappensieg: Sie haben auf Schadenersatz geklagt und von der Regierung verlangt, als Todesursache "Tod durch Überarbeitung" anzuerkennen.
Die japanische Regierung hat übrigens einen Plan aufgestellt, um der Unsitte der zigfachen Überstunden im Land Einhalt zu gebieten: Künftig sollen nur noch 100 Überstunden im Monat erlaubt sein.
Strafgefangene nutzen Essen mit dem Papst für Flucht
Was für ein Coup! Vor meinem inneren Auge laufen jetzt Fetzen aus Mafiafilmen ab: In Italien sind zwei Strafgefangene während eines Mittagessens mit dem Papst untergetaucht. Weil Sie jetzt wahrscheinlich einige Fragezeichen über dem Kopf schweben haben, fangen wir mal ganz von vorne an.
Der Papst besuchte Anfang des Monats Bologna und lud dort, wie er es öfter mit Gefangenen, Flüchtlingen oder Obdachlosen tut, zu einem Mittagessen ein.
Dabei waren auch zwei verurteilte Italiener. Sie nutzten das Mahl in der Basilika San Petronio, um unterzutauchen.
Man weiß im Moment nicht, wie und wohin sie abgehauen sind.
Die Männer hatten ihre Strafe bereits abgesessen, aber standen noch unter besonderer Aufsicht, weil sie als "sozial gefährlich" eingestuft waren.
Was wir jetzt noch nicht wissen: Weswegen die Flüchtigen im Gefängnis saßen und inwiefern sie genau gefährlich sind. Das Justizministerium in Rom erklärte, zu der Sache nichts sagen zu können. Und der Vatikan meldete sich auf eine Anfrage bisher nicht.
Arbeiter zieht Lehrling die Leiter weg - und rettet sein Leben
Was mag der junge Mann wohl gedacht haben, als sein 54 Jahre alter Kollege ihm plötzlich die Leiter wegzog und er fast vier Meter tief fiel? Nun, es war kein heimtückischer Scherz, den der Ältere ihm spielte. Folgendes teilte die Polizei Offenburg mit:
Der Lehrling war bei Arbeiten mit Hammer und Meißel auf ein stromführendes Kabel gestoßen.
Der Arbeiter erkannte die Gefahr und reagierte blitzschnell, indem er die Leiter wegzog.
Dadurch war der Kontakt zu dem Stromkabel unterbrochen.
Der 54-Jährige fing den Jugendlichen bei seinem Sturz ab.
Er zog sich leichte Verletzungen zu und kam zur Beobachtung ins Krankenhaus.
Über die Autorin
Damit willkommen zur zweiten Runde "Der Tag" an diesem (in Berlin jedenfalls) warm-feuchten Mittwoch. Ich bin Nora Schareika und behalte für Sie bis heute Abend die Nachrichten im Auge.
Sind entlaufene Wölfe aus Bayern in Tschechien?
Sechs Wölfe sind letzte Woche aus einem Gehege in Bayern entlaufen, weil das Tor offen stand. Inzwischen wird auch im tschechischen Nationalpark Böhmerwald nach ihnen gesucht, wo auch einige wilde Wölfe leben. Zwei der entlaufenen Wölfe wurden inzwischen erschossen, einer wurde überfahren. Auf tschechischer Seite war am Wochenende ein Wolf nördlich von Zelezna Ruda (Markt Eisenstein) gesichtet worden. Spuren hätten aber nicht gesichert werden können, hieß es von der Nationalparkverwaltung in Vimperk (Winterberg).
Tierschützer werden für Einbruch nicht bestraft
In diesem Fall heiligt der Zweck die Mittel: Drei Tierschützer sind in Sachsen-Anhalt in einen Schweinestall eingedrungen, um die schlechten Haltungsbedingungen zu filmen. Zum Beispiel hatten die rund 60.000 Schweine dort weniger Platz als vorgeschrieben. Eine Strafe bekommen die Aktivisten aber nicht. Das Landgericht Magdeburg bestätigte die Freisprüche im Berufungsprozess.
Die Angeklagten hätten das Tierwohl zum Ziel gehabt, sagte der Richter. Dies sei in Gefahr gewesen.
"Sie haben genau das getan, was nötig war und was als mildestes Mittel zur Verfügung stand", sagte Majstrak. Wenn staatliche Organe ihre Arbeit nicht so machten, wie es sein sollte, sei das Eingreifen der Bürger nötig.
Die Tierschützer rechnen das dem Richter hoch an. Wie MDR Sachsen-Anhalt berichtet, nannten sie die Entscheidung ein "sehr mutiges Urteil".
Mehr dazu hier.
Journalistin Tolu verteidigt sich gegen Terrorvorwürfe
"Ich fordere meine Freilassung und meinen Freispruch", sagte Mesale Tolu beim ersten Verhandlungstag vor einem türkischen Gericht. Die deutsche Journalistin gehört zu 18 Angeklagten, denen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in der linksextremen MLKP in der Türkei vorgeworfen werden. Tolu bestreitet das.
Sie arbeitet für die linke Nachrichtenagentur Etha, die in der Türkei nicht verboten ist.
Die Anklage stützt sich auf vier Veranstaltungen, die Tolu besucht hat, und auf den Fund von einer Zeitschrift, die die Staatsanwaltschaft als Propagandamaterial wertet.
Tolu sagte, die Veranstaltungen seien weder verboten noch von der Polizei aufgelöst worden. Bei dem angeblichen Propagandamaterial habe es sich um eine legale Zeitschrift gehandelt, die "in jeder Buchhandlung" verkauft werde.
Räuber bedient Kiosk-Kunden
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen etwas im Kiosk und derjenige, der Sie da bedient, ist nicht der Besitzer oder ein Mitarbeiter, sondern ein Räuber. So ist es gestern einem Kunden in Frankfurt am Main ergangen. Er kaufte Zigaretten, bekam sie und auch das Wechselgeld. Erst als der vermeintliche Verkäufer den Kiosk verließ, wurde der Kunde stutzig. Er verfolgte den Räuber auch noch, nachdem ihm die richtige Verkäuferin gesagt hatte, was los ist. Der etwa 30 Jahre alte Räuber konnte allerdings fliehen. Er hatte vorher die Verkäuferin mit einer Schere und Pfefferspray bedroht und dann die Kasse geplündert.
Übung: Polizei wappnet sich für Biowaffen-Angriff
Großübung bei der Polizei in Berlin: Was zu tun ist, wenn Terroristen biologische Waffen einsetzen, haben rund 300 Beamte geprobt. Bei diesem Szenario ging es besonders um die Zusammenarbeit der Landes- und Bundespolizei sowie der Seuchenexperten vom Robert-Koch-Institut und den Gesundheitsämtern. Zum Beispiel wurde heute Morgen der Zugriff auf eine Wohnung von Terroristen simuliert. Auch Feuerwehr und die Spezialeinheit GSG 9 sind an der Großübung beteiligt.
104-Jährige aus brennendem Haus gerettet
Weil es im Keller brannte, mussten sich die Bewohner eines Mehrfamilienhauses im nordrhein-westfälischen Viersen in Sicherheit bringen. Auch eine 104-Jährige wohnt dort. Rettungskräfte brachten sie vorsichtshalber ins Krankenhaus. "Wir wollten sie in dem hohen Alter bestens versorgen", sagte ein Sprecher heute Morgen. "Wir haben ihr ein schönes Zimmer organisiert." Die Frau habe in den kommenden Tagen Geburtstag. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Die Polizei prüft gerade, ob es Brandstiftung war.
Wurde Kataloniens Unabhängigkeit erklärt oder nicht?
In Madrid herrscht offenbar Verwirrung darüber, was nun in Katalonien Sache ist. Davon hängt schließlich auch die Reaktion Madrids ab. Deshalb nun der Appell von Ministerpräsident Rajoy: Die Regierung forderte die Regionalregierung in Barcelona auf, formal klarzustellen, ob sie die Unabhängigkeit der Region erklärt hat oder nicht.
Schlagzeilen am Mittag
Das war der Morgen bei n-tv
Auf dem Weg zur Arbeit die Nachrichtenlage verpasst? Was heute Morgen interessiert, erregt und bewegt hat, zeigen die Highlights der n-tv Morgennachrichten.
Heiraten ist Sky du Mont zu teuer geworden
Vier Mal war Sky du Mont verheiratet und irgendwann ging jede dieser Ehen in die Brüche. Und was wäre, wenn du Mont Traumfrau Nummer fünf trifft? "Ich heirate nicht mehr, das kann ich meinen Kindern nicht antun - und es mir auch finanziell nicht leisten, denn ich habe alle meine Frauen großzügig abgefunden", sagte der 70-Jährige der Illustrierten "Bunte". Er wolle sich lieber "von einer schönen Milliardärin adoptieren" lassen.
So lange sind die Deutschen täglich im Internet
Was glauben Sie, wie lange sind Sie im Durchschnitt am Tag online? Also rein privat und jetzt nicht zum Beispiel acht Stunden im Büro. Ich finde das schwierig zu sagen, wenn man immer mal wieder kurz das Smartphone nutzt. Zu dieser Selbsteinschätzung kamen die Teilnehmer einer repräsentativen Studie für ARD und ZDF: Die befragten Männer sagten, dass sie jeden Tag gut zwei Stunden online seien. Bei Frauen waren es fast drei Stunden.
Und bei der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen verbringen die Befragten jeden Tag über viereinhalb Stunden im Netz. Im Gesamtdurchschnitt liegt die tägliche Nutzungsdauer laut der Studie bei 149 Minuten. Hmm ...mal überlegen. Was haben ich und meine Freunde früher in zwei bis viereinhalb Stunden gemacht, als es noch kein Internet gab? Das sind heute viele schöne Erinnerungen.
Was bei der Studie noch heraus gekommen ist, lesen Sie hier.
Ganze Wohnsiedlung brennt in Kalifornien nieder
Es sieht aus wie nach einem Krieg, der alles zerstört hat: Ein Drohnen-Video zeigt aus der Vogelperspektive, was nach einem Waldbrand von einer Wohnsiedlung in Kalifornien übrig geblieben ist. Die "New York Times" hat das Video aus Santa Rosa veröffentlicht. Wo Häuser standen, ist jetzt nur noch Schutt und Asche. Man sieht ausgebrannte Autos. Hier und da steht noch ein Baum. Andere Autos fahren durch die zerstörte Siedlung, als wären sie die einzigen Überlebenden eines Atomkriegs.
Bei den Waldbränden in Kalifornien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Um das Drohnen-Video bei der "New York Times" zu sehen, klicken Sie bitte hier.
Türkisches Gericht verurteilt US-Reporterin
Wieder ist in der Türkei ein Journalist wegen Terrorpropaganda verurteilt worden. Es geht um die "Wall Street Journal"-Reporterin Ayla Albayrak. Ein Gericht habe sie in Abwesenheit zu zwei Jahren und einem Monat Haft verurteilt, schreibt die Zeitung. Das Urteil sei haltlos und völlig unangebracht, heißt es weiter.
Albayrak hat die türkische und die finnische Staatsbürgerschaft. Sie soll im Moment in New York sein. Albayrak hatte im Jahr 2015 über den Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes berichtet. Wegen eines Artikels darüber sei sie verurteilt worden, schreibt die Zeitung.
Heute stehen weitere Menschen in der Türkei vor Gericht, denen Terrorvorwürfe gemacht werden. Darunter ist auch eine deutsche Journalistin. Worum es in dem Fall geht, hat mein Kollege Issio Ehrich hier für Sie aufgeschrieben.
Merkel soll neuen außenpolitischen Berater haben
Es war eines der größten Themen im Bundestagswahlkampf: Die Flüchtlingspolitik. Jetzt soll der Kanzlerin einer zur Seite stehen, der sich in den letzten beiden Jahren intensiv damit beschäftigt hat: Der Jurist Jan Hecker soll Angela Merkel künftig in außenpolitischen Fragen beraten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Woher kennt man Hecker? Einserseits als Professor, aber auch als Leiter der Stabsstelle für die Koordinierung der Flüchtlingspolitik. Die war 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise eingerichtet worden. Hecker habe Merkel auch mehrmals auf Afrika-Reisen begleitet, schreibt die Zeitung. Er habe maßgeblich bei den Verhandlungen mit Transit- und Herkunftsstaaten von Flüchtlingen und Migranten mitgewirkt. "Den gesamten Bereich Flucht, Migration und Fluchtursachenbekämpfung nimmt Hecker mit in die außenpolitische Abteilung des Kanzleramtes", heißt es da weiter. Hecker soll der Nachfolger von Christoph Heusgen werden, der inzwischen neuer deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen ist.
Eminem disst Trump
Eminem macht seinem Ärger über US-Präsident Trump Luft. Und zwar wohl formuliert. In einem Video für die BET Hiphop Awards rappt er: "Was wir jetzt im Office haben ist ein Kamikaze, der wahrscheinlich einen nuklearen Holocaust verursachen wird". Außerdem wirft er Trump vor, ständig von Problemen wie den Verwüstungen durch Hurrikane oder dem Attentat in Las Vegas abzulenken. "All diese furchtbaren Tragödien - und er ist gelangweilt und löst lieber einen Twitter-Streit mit den Packers aus". Damit spricht er Trumps Streit mit vielen Footballspielern und anderen Sportlern an, die gegen Rassismus und Polizeigewalt protestieren. Hier können Sie das Ganze selbst anhören:
Weinstein wird der Vergewaltigung beschuldigt
Schlagzeilen am Morgen
Schiff fährt mit Atommüll über Neckar
In der Frühe schippert ein Kahn über den Neckar. Auf den Hügeln leuchten die Straßenlaternen, die meisten Menschen schlafen noch. Klingt nach einem normalen Morgen im Südwesten? Ganz so ist das nicht, denn der Kahn transportiert Atommüll. Das Spezialschiff bringt verbrauchte Brennelemente in Castorbehältern von Obrigheim in das Zwischenlager nach Neckarwestheim. Es ist schon der dritte Atommülltransport auf dem Neckar.
Update: Auch dieser Castortransport wird von Protesten begleitet. Aktivisten in Neoprenanzügen stiegen nahe der Schleuse Gundelsheim mit einem "Stoppt Castor"-Banner ins Wasser. Weitere ketteten sich nach Angaben des Bündnisses Neckar castorfrei an ein Brückengeländer. Die Polizei begleitet den gesamten Transport.
Schlägt Rajoy Neuwahlen vor?
Bisher hat Katalonien noch nicht seine Unabhängigkeit ausgerufen, Regionalpräsident Puigdemont fordert sie aber ein und will mit der Zentralregierung verhandeln. Was wird Madrid nun in dieser verfahrenen Situation tun? Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok hält Neuwahlen für das Beste. Im SWR sagte er heute früh, er könne sich vorstellen, dass Ministerpräsident Rajoy den Weg dafür noch im Laufe des Tages freimacht. Das sei der "geeignete Weg", aus der Krise herauszukommen. Rajoy soll am Nachmittag im Unterhaus Stellung beziehen.
Brok kann sich auch Verhandlungen zwischen beiden Seiten über mehr Autonomie vorstellen, wenn Katalonien nicht auf seine Unabhängigkeit besteht. Es gibt aber noch eine Möglichkeit: Sollte Katalonien seine Unabhängigkeit erklären, könnte Madrid die Regionalregierung in Barcelona entmachten.
Das soll die erste Dschungelcamp-Kandidatin sein
Das scheint langsam eine Familiensache zu werden: Jenny Frankhauser geht angeblich ins Dschungelcamp. Das berichtet zumindest die "Bild"-Zeitung. Frankhauser ist Schlagersängerin und die Halbschwester von Daniela Katzenberger. Schon die Mutter, Iris Klein, hatte 2013 bei der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" mitgemacht.
Karel Gott wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet
"In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit"… es hilft nichts, der Ohrwurm ist sofort da, wenn ich den Namen Karel Gott lese. Der wird übermorgen nämlich für sein Lebenswerk mit der "Goldenen Henne" ausgezeichnet. "Karel Gott begeistert seit mehr als einem halben Jahrhundert generationenübergreifend die Menschen mit seiner Musik und seiner unverwechselbaren Stimme", heißt es zur Begründung von der Zeitschrift "Super-Illu". Die vergibt den Preis zusammen mit dem MDR und dem RBB jedes Jahr an Stars aus Sport, Musik und Fernsehen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft.
USA fahren nicht zur Fußball-WM
Eine überraschende Meldung gibt es beim Fußball: Die USA werden bei der Weltmeisterschaft nächstes Jahr nicht dabei sein. Sie verloren ihr letztes Gruppenspiel bei Trinidad und Tobago mit 1:2 (0:2). Um das WM-Ticket zu lösen, hätten die USA nur noch einen Punkt gebraucht. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass die USA die Qualifikation verpasst haben. Mehr dazu lesen Sie hier.
Gejubelt wurde hingegen in Panama, das die Qualifikation zum ersten Mal geschafft hat. Auch in Argentinien ist die Erleichterung groß: Lionel Messi hat mit seinem Treffern dafür gesorgt, dass die WM-Teilnahme für sein Land in trockenen Tüchern ist.
Giftmord an Kim Jong Nam wurde offenbar geprobt
Dachten die beiden Frauen wirklich, dass sie Teil einer TV-Show sind oder sind sie Auftragskiller? Der Giftmord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird vor Gericht in Malaysia verhandelt, um das herauszufinden. Dabei wird bekannt, dass die Tat offenbar geprobt wurde: Im Prozess wurde ein Überwachungsvideo vom Flughafen gezeigt. Darauf ist zu sehen, wie eine der Frauen einer anderen Person mit beiden Händen eine Substanz ins Gesicht reibt und dann wegrennt. Auf diese Weise wurde zwei Tage später Kim Jong Nam ermordet. Den Frauen droht die Todesstrafe. Sie sagen, sie dachten, das Ganze sei nur für einen TV-Scherz gewesen. Es wird vermutet, dass hinter dem Anschlag der nordkoreanische Geheimdienst steckt.
Eine ausführliche Meldung gibt es hier.
US-Navy versetzt Zerstörer-Offiziere
Zehn Menschen starben bei dem Zusammenstoß zwischen der USS John McCain und einem Tanker. Die beiden leitenden Offiziere wurden nun ihrer Posten enthoben. Der Kommandant und der Erste Offizier seien zu Dienststellen nach Japan versetzt worden, erklärte die 7. Flotte. Die Kollision sei "vermeidbar" gewesen, der Unfall sei auf die "schlechte Einschätzung" des Kommandanten und "schlechte Führung" des Ersten Offiziers zurückzuführen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leser!
Früh ist es – Zeit für Kaffee und die Termine des Tages. Das sind folgende:
Die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu kommt in Istanbul vor Gericht. Tolu muss sich zusammen mit 17 weiteren Angeklagten wegen "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" und "Terrorpropaganda" verantworten. Ihr drohen 15 Jahre Haft. Die Bundesregierung fordert ihre Freilassung.
Wir behalten die Lage in Katalonien im Auge.
Wie geht es wohl mit der Konjunktur weiter? Wirtschaftsministerin Zypries stellt die Herbstprognose der Bundesregierung vor.
Die USA, Kanada und Mexiko verhandeln das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu aus - auf Druck von US-Präsident Trump. Über Einzelheiten dürften Trump und Kanadas Premier Trudeau heute bei ihrem Treffen in Washington sprechen.
In München wird einem mutmaßlichen IS-Unterstützer der Prozess gemacht. Er soll die Terrororganisation mit Social-Media-Profilen versorgt haben und Hinrichtungsvideos verbreitet haben.
Bei der Buchmesse geht es jetzt richtig los – erstmal nur für Fachpublikum. Am Wochenende dürfen dann alle zur Messe.
Mein Name ist Heidi Ulrich, erreichbar unter heidi.ulrich@nama.de und heiße Sie hier herzlich willkommen!
Über die Autorin
Sonne und bis zu 21 Grad sind drin
Besonders ganz im Süden können Sie sich heute über viel Sonne freuen. Denn von Südbaden bis herüber an die Alpen erwarten Sie zwischen 7 und 9 Sonnenstunden. Ganz anders schaut es leider im großen Rest des Landes aus. Im Norden und Nordosten hat die Sonne nämlich keine Chance gegen die kompakten Wolken, die vor allem anfangs etwas Regen oder Sprühregen mitbringen. Ansonsten bleibt es mehrheitlich trocken und die Sonne bringt es zumindest auf 1 bis 4 Betriebsstunden. Dabei zeigt der Temperaturtrend leicht aufwärts bei 14 Grad im Erzgebirge und bis zu 21 Grad am Oberrhein. Der Südwestwind weht oft mäßig bis frisch und kann auf den Bergen und an der See stürmisch auffrischen. Einen guten Start in den Tag aus der Wetterredaktion. Ihr Björn Alexander