Der Tag
18. September 2017
imageHeute mit Judith Görs und Christian Herrmann
Zum Archiv
22:31 Uhr

Das war Montag, 18. September 2017

Liebe Leser, morgen hält Donald Trump seine mit Spannung erwartete erste Rede vor der UN-Vollversammlung, doch schon heute wurden in New York etliche Gespräche geführt, Auftritte absolviert und Reden gehalten. Unter anderem dabei: Trumps Plan für die Reform der Vereinten Nationen. Das sind die anderen Themen des Tages:

  • Martin Erdmann, deutscher Botschafter in der Türkei, ist derzeit ein überaus gefragter Mann. Gleich zweimal bittet das türkische Außenministerium ihn innerhalb von 48 Stunden zum Gespräch.

  • Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble feiert heute seinen 75. Geburtstag. Auch Angela Merkel gratuliert bei einem Auftritt in Offenburg. Am wichtigsten an ihrer Geburtstagsrede ist aber möglicherweise, was sie nicht sagt.

  • Morgen trifft der FC Bayern in Fußball-Bundesliga auf Schalke 04. Nationaltorwart Manuel Neuer wird das Spiel gegen seinen Ex-Klub verpassen. Ihm droht nach einer Verletzung am Fuß eine lange Pause.

  • In einer US-amerikanischen Stadt beunruhigt eine dunkle Flüssigkeit, die Bordstein und Straße rot färbt, die Bewohner. Vor allem, da sich die Szene vor einem Bestattungsinstitut abspielt.

  • Es war ein mutiger Schritt der Witwe von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington: Sie veröffentlicht das Video, das ihren Mann kurz vor dessen Selbstmord zeigt - um damit aufzurütteln.

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Kommen Sie gut durch die Nacht und schauen Sie auch morgen wieder rein bei "Der Tag"!

Das war Montag, 18. September 2017
22:09 Uhr

Nepal will Mount Everest neu vermessen

Der Mount Everest befindet sich in Nepal, aber noch nie hat das Land den höchsten Berg der Welt vermessen. Das soll sich noch dieses Jahr ändern: Der Chef der zuständigen nepalesischen Behörde, Ganesh Prasad Bhatta, teilte mit, dass die Neuvermessung im November beginnen soll. "Wir arbeiten noch an der Methodik und holen uns Hilfe von internationalen Experten."

Auf GPS-Daten will Nepal dabei nicht zugreifen - diese seien nicht geeignet, hieß es. Stattdessen wolle man traditionelle Methoden wie Trigonometrie verwenden. 50 Experten sollen im Einsatz sein.

Das letzte Mal war der Mount Everest 1954 von Indien vermessen worden. Seitdem gilt er mit einer Höhe von 8848 Metern auch als höchster Berg der Welt.

Nepal will Mount Everest neu vermessen
21:44 Uhr

Spanien weist nordkoreanischen Botschafter aus

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Japanische Nachrichten berichten vergangene Woche über den nordkoreanischen Raketentest. (Foto: dpa)

Die erfolgreichen Atomtests haben Konsequenzen für Kim Jong Un: Spanien hat den nordkoreanischen Botschafter ausgewiesen. Wegen der wiederholten Weigerung des asiatischen Landes, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, müsse der Diplomat Spanien bis Ende des Monats verlassen, lautet die offizielle Begründung des spanischen Außenministeriums. Der Botschafter sei zur persona non grata erklärt worden.

  • Nordkorea hatten diesen Monat seinen sechsten und bislang stärksten Atomtest durchgeführt.

  • Der UN-Sicherheitsrat verschärfte daraufhin die Sanktionen gegen das Land noch einmal.

  • Die USA riefen andere Länder auf, ihre diplomatischen und finanziellen Beziehungen zu Nordkorea zu kappen.

Das sich Deutschland der Forderung anschließt, scheint unwahrscheinlich: Außenminister Sigmar Gabriel sprach sich heute für direkte Gespräche mit Nordkorea aus. Die Begründung: "Kim ist nicht irre."

Spanien weist nordkoreanischen Botschafter aus
21:15 Uhr

Ryanair veröffentlicht Liste gestrichener Flüge

Was genau hinter den Flugstreichungen bei Ryanair steckt, da scheiden sich die Geister. Das irische Unternehmen erklärt den Schritt mit internen Umstrukturierungen. Gleichzeitig bestätigt die norwegische Konkurrenz Norwegian Air, dass in den letzten Monaten etliche Ryanair-Piloten zur ihr gewechselt sind. Andere Experten tippen, Ryanair bereite sich damit auf das Betriebsende von Air Berlin vor. Wie dem auch sei, die Flüge sind gestrichen und allmählich wird klar, welche Strecken betroffen sind:

  • Am Abend hat Ryanair zehn Verbindungen genannt, die täglich ausfallen sollen. Darunter sind zwei nach London und je eine nach Barcelona, Brüssel, Dublin, Lissabon, Madrid, Mailand, Porto und Rom.

  • Bis morgen will die Airline alle gestrichenen Verbindungen auf dieser Website veröffentlichen.

  • Darauf sollen sich auch Hinweise für die betroffenen Passagiere befinden.

Ryanair hatte am Freitag bekanntgegeben, dass in den kommenden sechs Wochen bis zu 2100 Flüge ausfallen werden - pro Tag 40 bis 50.

Ryanair veröffentlicht Liste gestrichener Flüge
20:54 Uhr

Trump will bald über Iran entscheiden

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Donald Trump präsentierte sich nach seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu mit entschlossenem Blick. (Foto: AP)

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist überzeugt: Das Atomabkommen mit dem Iran funktioniert. "Der Iran unterliegt nun der weltweit strengsten Überwachung eines Atomprogramms", erklärte heute Behördenchef Yukiya Amano. Doch US-Präsident Donald ist davon noch nicht überzeugt.

  • "Sehr bald" will er darüber entscheiden, ob die USA sich aus dem Abkommen zurückziehen.

  • Das sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in New York, wo morgen die Generaldebatte der Vereinten Nationen beginnt.

  • Netanjahu seinerseits bezeichnete das Abkommen als "schrecklich" und warf dem Iran "wachsende Aggression in der Region" vor.

Trump will bald über Iran entscheiden
20:23 Uhr

500-Euro-Scheine verstopfen Toiletten in Genf

Eine äußerst skurrile Meldung erreicht uns aus der Schweiz: In einer Genfer UBS-Filiale sind etwa 100.000 Euro durch den Abfluss einer Toilette entsorgt worden. Ergebnis: Die Toiletten in der Bank und in drei angrenzenden Restaurants waren plötzlich mit 500-Euro-Scheinen verstopft. Damit aber noch nicht genug: Die Scheine waren auch noch in kleine Schnipsel zerschnitten worden.

Was es damit auf sich hat? Völlig unklar. In der Schweiz ist es nicht verboten, Geldscheine zu zerschneiden oder Toiletten zu verstopfen. Die Justizbehörden haben aber dennoch eine Ermittlung eingeleitet, um zu klären, wo das Geld herkommt.

PS: Bilder der verstopften Toiletten gibt es leider nicht. Vielleicht auch besser so.

500-Euro-Scheine verstopfen Toiletten in Genf
20:00 Uhr

Videos des Tages

Videos des Tages
19:55 Uhr

Suu Kyi hält Fernsehansprache zu Rohingya

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In mehrheitlich muslimischen Ländern wie Indonesien wachsen die Proteste gegen Aung San Suu Kyi und den myanmarischen Buddhisten-Führer Wirathu. (Foto: AP)

Beharrlich schweigt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bisher zur Situation der muslimischen Rohingya in Myanmar. Doch am morgigen Dienstag will sich die faktische Regierungschefin des Landes nun doch zum mutmaßlichen Völkermord äußern. Was sie sagen wird? Offen, doch UN-Generalsekretär Antonio Guterres machte bereits klar, welche Bedeutung der Anspreche beigemessen wird. Er bezeichnete sie als "letzte Chance", den Konflikt beizulegen.

Suu Kyi hält Fernsehansprache zu Rohingya
19:19 Uhr

Madrid prophezeit Katalonien "brutale Verarmung"

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Stolze Katalanen gehen für ihre Unabhängigkeit von Spanien auf die Straße. (Foto: dpa)

Am 1. Oktober will das Regionalparlament des spanischen Wirtschaftsmotors Katalonien ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten. Die Zentralregierung in Madrid lehnt das kategorisch ab und versucht bereits, die Abstimmung gerichtlich stoppen zu lassen. Gleichzeitig skizziert sie nun düstere Szenarien für ein unabhängiges Katalonien:

  • Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat der Region für den Fall der Abspaltung einen wirtschaftlichen Niedergang und eine "brutale Verarmung" vorhergesagt.

  • Seinen Aussagen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 25 und 30 Prozent fallen und die Arbeitslosenrate sich verdoppeln.

Der Minister ist aber noch nicht fertig:

  • Da ein unabhängiges Katalonien nicht mehr zur Eurozone gehören würde, wären für drei Viertel der Waren außerdem Zollgebühren fällig.

  • Banken würden umziehen, und Katalonien müsse eine eigene Währung schaffen. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre Kataloniens Unabhängigkeit "absolut irrational", lautet das Fazit von Guindos.

Madrid prophezeit Katalonien "brutale Verarmung"
18:51 Uhr

Bundeswehr investiert 70 Millionen in Luftwaffengeschwader

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Die Eurofighter überwachen auch den Luftraum im Baltikum: Litauen, Lettland und Estland verfügen selbst nicht über entsprechende Luftstreitkräfte. (Foto: dpa)

Beim Luftwaffengeschwader 74 im bayerischen Neuburg an der Donau sind zwei Eurofighter für die Überwachung des Luftraumes stationiert - zwar rund um die Uhr. Innerhalb von 15 Minuten müssen sie in der Luft sein, um verdächtige auffällige Flugzeuge abzufangen und zu identifizieren. Um diese Aufgabe auch in Zukunft leisten zu können, investiert die Bundeswehr jetzt 70 Millionen Euro in den Standort:

  • Das Geld soll unter anderem in Start- und Landebahn, in ein Sanitätsunterstützungszentrum und Unterkünfte fließen, erklärte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Besuch.

  • Bereits in den vergangenen fünf Jahren seien 50 Millionen Euro in das Geschwader in Neuburg investiert worden.

Bundeswehr investiert 70 Millionen in Luftwaffengeschwader
18:22 Uhr

Züge schrammen aneinander vorbei

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Der Unfall ereignete sich am Mittag zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Oberhausen. (Foto: dpa)

Das ist gerade noch einmal gut ausgegangen: In der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofes haben heute Mittag vier Menschen einen Schock erlitten, als zwei Züge an einer Weiche aneinander entlangschrammt sind.

  • Die Bayerische Regionbahn teilte mit, dass in dem einen Zug 13 Reisende saßen.

  • Die Waggons des anderen Zuges waren leer und wurden mit einem Steuerwagen der Deutschen Bahn rangiert.

  • Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar. Experten sind auf dem Weg nach Augsburg, um sie zu finden.

Unklar ist auch noch, ob die Oberleitung bei dem Zusammenstoß beschädigt wurde. Erst wenn das ausgeschlossen ist, können die Züge geborgen werden. So lange bleibt die Strecke gesperrt, auch für Fernzüge von Augsburg Richtung Ulm, Stuttgart und Frankfurt.

Züge schrammen aneinander vorbei
17:54 Uhr

Deutsche in römischen Park überfallen und gefesselt

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Der Park Villa Borghese befindet sich im Herzen Roms. (Foto: imago/Insidefoto)

Der Park Villa Borghese ist einer der schönsten Roms und bei Anwohner wie Touristen überaus beliebt. Das wissen natürlich auch Diebe und andere Verbrecher, die jetzt eine 57-jährige Deutsche überfallen und anschließend gefesselt haben.

  • Nach Angaben der römischen Polizei hat ein Taxifahrer die Frau heute Morgen entdeckt. Ihr seien rund 40 Euro gestohlen worden, heißt es.

  • Demnach kam die Frau, die seit sechs Monaten in Rom lebt, aber dort nicht gemeldet ist, in ein Krankenhaus.

  • Dort soll geprüft werden, ob sie vergewaltigt wurde.

Deutsche in römischen Park überfallen und gefesselt
17:27 Uhr

Putin inspiziert umstrittenes Großmanöver "Sapad"

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Wladimir Putin und seine Entourage inspizieren "Sapad". (Foto: dpa)

Mit großer Skepsis beobachten die baltischen Staaten das russische-weißrussische Großmanöver "Sapad" an ihrer Grenze. Unbeirrt davon hat sich Wladimir Putin jetzt selbst ein Bild der Lage davon gemacht. Der russische Präsident besuchte heute gemeinsam mit seinem Verteidigungsminister und seinem Generalstabschef einen Truppenübungsplatz bei St. Petersburg.

Bei dem Manöver trainieren Russland und Weißrussland die Abwehr eines Angriffs eines anderen Staats. Offiziell sind 12.700 Soldaten im Einsatz. Die baltischen Staaten sowie die Nato vermuten allerdings, dass es deutlich mehr sind. Als Angebot des guten Willens hatte die weißrussische Regierung gestern sieben Länder zur Beobachtung eingeladen.

Putin inspiziert umstrittenes Großmanöver "Sapad"
17:03 Uhr

Google geht nach Milliardenstrafe auf EU zu

Ende Juni verdonnert die EU Google zu einer Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro. Der Vorwurf: Google missbraucht bei seiner beliebten Suchmaschine seine Marktmacht und preist vor allem eigene Shopping-Vergleichsportale an, nicht die der Konkurrenz. Nach Angaben des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg hat der Konzern zwar Einspruch gegen die Strafe eingelegt, aber der EU anscheinend auch ein Angebot unterbreitet:

  • Demnach hat Google angeboten, die Ergebnisse von rivalisierenden Shopping-Diensten auf seiner Seite einzublenden, wie mehrere Agenturen melden.

  • Die Plätze sollen mittels einer Auktion vergeben werden, bei der andere Anbieter für einen Platz auf der Google-Seite bieten würden

  • Angesichts seiner Finanzkraft will Google sich selbst dabei eine Preisobergrenze setzen, die die Konkurrenten aber überschreiten dürften, wenn sie denn wollen.

  • Eine Stellungnahme von der EU-Kommission und Google gab es bisher nicht.

Google geht nach Milliardenstrafe auf EU zu
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

Schlagzeilen zum Feierabend
16:29 Uhr

Flüchtlinge aus Schleuser-Lkw wieder verschwunden

50 irakische Flüchtlinge entdeckt die Bundespolizei am Samstag in Brandenburg auf der Ladefläche eines Lkw. Der Fahrer des Lastwagens und ein mutmaßlicher Komplize landen in der Zelle, die Flüchtlinge in der Zentralen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt. Doch nur zwei Tage später ist die große Mehrheit anscheinend schon wieder untergetaucht.

  • Bis auf zwei hätten alle Flüchtlinge die Erstaufnahmestelle verlassen, sagte deren Leiter, Frank Nürnberger, dem RBB.

  • Er vermutet, dass sie sich zu Verwandten oder Bekannten durchschlagen und dann in anderen Bundesländern ihre Asylanträge stellen.

Der Polizei zufolge waren die Iraker etwa anderthalb bis zwei Tage in dem Lkw eingesperrt. Die meisten von ihnen wurden anscheinend schon Ende August oder Anfang September in Rumänien und Bulgarien als Flüchtlinge erfasst.

Flüchtlinge aus Schleuser-Lkw wieder verschwunden
16:03 Uhr

Diesel-Betrug tötet jährlich fast 5000 Menschen

Gebetsmühlenartig verteidigen Regierung und Autobauer schon seit einiger Zeit den Dieselmotor. Was sie in der Regel nicht erwähnen: Wie viele Menschen eigentlich europaweit aufgrund der Betrügereien gestorben sind. Diesen Job nehmen ihnen Forscher aus Österreich, den Niederlanden, Schweden und Norwegen ab.

  • Demnach gibt es in den 28 EU-Ländern sowie Nordwegen und der Schweiz jährlich 10.000 Todesfälle, die im Zusammenhang mit Feinstaub durch Dieselmotoren stehen.

  • Etwa 4750 dieser Todesfälle könnten verhindert werden, wenn die manipulierten Dieselmotoren tatsächlich nur so viele Stickoxide ausstoßen würden wie von den Herstellern angegeben.

  • Die meisten Todesopfer zählten die Forscher in Italien, Deutschland und Frankreich.

Die Studie ist heute im britischen Fachblatt "Environmental Research Letters" erschienen.

Diesel-Betrug tötet jährlich fast 5000 Menschen
15:36 Uhr

Sansibar will Homosexuelle "jagen"

Sansibar ist eine wunderschöne Insel vor der afrikanischen Ostküste. Doch für Schwule und Lesben ist der mehrheitlich muslimische Teilstaat Tansanias anscheinend kein empfehlenswertes Urlaubsziel:

  • Polizeichef Hassan Alli kündigte an, Homosexuelle "jagen und vor Gericht bringen" zu wollen.

  • Erst am Freitag hatten seine Einheiten 20 Teilnehmer eines Gesundheitsworkshops festgenommen, weil sie angeblich schwul waren.

  • Sie seien inzwischen auf Kaution freigekommen, erklärte Nasri.

  • Homosexualität ist auch in Tansania illegal, wird dort aber in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt.

Hier gibt's mehr zu der Meldung.

Sansibar will Homosexuelle "jagen"
15:09 Uhr

Karibikinseln rüsten sich für nächsten Hurrikan

Die Hurrikan-Saison in der Karibik ist dieses Jahr unerbittlich: "Irma" ist erst seit einer Woche Geschichte, da steht schon "Maria" vor der Tür. Die ersten Ziele: die französischen Karibikinseln Guadeloupe und Martinique.

  • Das nationale Hurrikanzentrum der USA erwartet, dass "Maria" um 18 Uhr deutscher Zeit beziehungsweise 12 Uhr Ortszeit auf die Inseln trifft.

  • Für Guadeloupe sind starke Niederschläge und Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern vorhergesagt.

  • Die örtlichen Behörden ordneten an, dass heute alle Schulen geschlossen bleiben. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich zu Hause oder in einer sicheren Unterkunft aufzuhalten. Der Flugverkehr wird unterbrochen.

  • Auf Martinique rief die örtliche Präfektur dazu auf, das Wirtschaftsleben zu stoppen und alle öffentlichen Verkehrsverbindungen zu unterbrechen.

Karibikinseln rüsten sich für nächsten Hurrikan
14:46 Uhr

USA und Russland streiten über UN-Reform

Morgen hält Donald Trump seine mit Spannung erwartete, erste Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Hinter den Kulissen sucht der US-Präsident aber schon jetzt Verbündete für seine geplante Reform der globalen Organisation - und stößt dabei auf russischen Widerstand.

  • Bei einem Treffen in New York wollte Trump Berichten zufolge möglichst viele der 193 UN-Mitgliedstaaten dazu bewegen, eine politische Absichtserklärung zu unterzeichnen.

  • Darin werden die UN zu "größerer Transparenz und Berechenbarkeit bei benötigten Ressourcen" gedrängt.

  • Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja kündigte aber bereits an, das Dokument nicht zu unterzeichnen.

  • Eine Reform könne nur durch Dialog aller Mitglieder herbeigeführt werden und nicht durch Unterzeichnung einer von einem einzigen Land vorgelegten Erklärung, lautete seine Begründung.

USA und Russland streiten über UN-Reform
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser, meine Kollegin Judith Görs verabschiedet sich in die Berliner Nachmittagssonne, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und begleite Sie durch die zweite Tageshälfte. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an christian.herrmann(at)nachrichtenmanufaktur.de schicken. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

Schichtwechsel
14:20 Uhr

Landeskirche nimmt "Hitler-Glocken" aus Betrieb

Die hannoversche Landeskirche hat zwei Glocken mit Hakenkreuz-Prägung aus der Zeit des Nationalsozialismus außer Betrieb genommen - sie hingen bisher in Faßberg-Müden in der Heide sowie in Schweringen im Kreis Nienburg. Das teilte die Landeskirche mit. Nach dem Wirbel um eine "Hitler-Glocke" mit Hakenkreuz-Prägung im pfälzischen Herxheim waren die Gemeinden gebeten worden, zu schauen, ob bei ihnen ähnliche Glocken in Gebrauch sind.

Landeskirche nimmt "Hitler-Glocken" aus Betrieb
13:52 Uhr

Rammstein wollen angeblich Schluss machen

So viel vorab: Eine offizielle Bestätigung für diese Nachricht gibt es noch nicht - Rockfans dürfte sie aber dennoch in Panik versetzen: Die "Bild"-Zeitung will erfahren haben, dass die deutsche Band Rammstein ihren Abschied plant. Das neue Album, das nach Angaben der Zeitung frühestens im Herbst 2018 erscheinen soll, wird angeblich das letzte sein. Die "Bild" beruft sich auf Informationen aus Bandkreisen. Frontsänger Till Lindemann will demnach künftig alleine weitermachen. Der 54-Jährige hat bereits 2015 das Soloprojekt "Lindemann" gegründet.

Update (17:28 Uhr): Na klar, wenn Rammstein vor dem angeblichen Aus steht, spricht sich das rum. Entsprechend zügig gibt es jetzt auch das Dementi. Wir zitieren von der Homepage der Band: "Entgegen einer anders lautenden Meldung, die heute durch die Presse ging, haben Rammstein keine 'geheimen Pläne' zu einem 'Abschiedsalbum' oder einer 'letzten Tournee'. Die Band arbeitet nach einer erfolgreichen Festival Tour im Moment an neuen Songs."

Rammstein wollen angeblich Schluss machen
13:32 Uhr

AfD: "Muslime sind Teil unserer Gesellschaft"

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Die Jahreshauptversammlung der muslimischen Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat in Rheinstetten. (Foto: picture alliance / Khang Nguyen/)

Die AfD hat kurz vor der Wahl ein Papier mit dem Titel "Der Islam als politische Herausforderung" publiziert - und bezeichnet die Religion darin als "religiös-politische Doktrin", den Status einer Religion spricht die Partei dem Islam ab. Aber: In der Erklärung steht auch, die Mehrheit der Muslime lebe in Deutschland "rechtstreu und integriert" und sei "Teil unserer Gesellschaft". Zweifel, dass alle innerhalb der Partei das so sehen, sind allerdings angebracht ...

Ein weiterer Punkt der Rechtspopulisten - nämlich die standesamtliche Trauung zur Voraussetzung für alle religiösen Eheschließungen zu machen - ist ebenfalls kein Wahlargument, denn bereits in Kraft. Die Bundesregierung führte die Regelung im Juli wieder ein - als Teil eines Gesetzes zum Verbot von Kinderehen. Imame, die dagegen verstoßen, müssen ein Bußgeld zahlen.

AfD: "Muslime sind Teil unserer Gesellschaft"
13:07 Uhr

Gaffer filmt sterbenden Motorradfahrer

Immer wieder sorgen Gaffer für Schlagzeilen, die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindern. Nun gibt es einen neuen Fall in Baden-Württemberg. Dort filmte ein junger Mann mit dem Handy einen sterbenden Motorradfahrer, nachdem dieser in Heidenheim gegen eine Straßenlaterne gefahren war.

Nach Angaben der Polizei hörte er auch nicht damit auf, als Notarzt und Sanitäter eintrafen und dem Unfallopfer helfen wollten. Das Verhalten des Mannes sei "völlig unverständlich", erklärte die Polizei - zumal er "unmittelbar zur Unfallzeit an der Unfallstelle" gewesen sei. Gegen den Gaffer wird nun wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Der 29-jährige Motorradfahrer starb noch vor Ort.

Gaffer filmt sterbenden Motorradfahrer
12:49 Uhr

Türkei startet Militärmanöver in Grenzregion

Der Zeitpunkt kurz vor dem angekündigten Referendum der Kurden im Irak wird kein Zufall sein: Die Türkei hat an der Grenze zum Nachbarland ein großangelegtes Militärmanöver gestartet. Augenzeugen berichteten von rund 100 Fahrzeugen in der Region Silopi-Habur - darunter auch Panzer. Die türkische Regierung ist strikt gegen das Unabhängigkeitsreferendum der irakischen Kurden und drohte bereits mit Konsequenzen, sollten sie die Abstimmung durchziehen.

Derweil hat der Oberste Gerichtshof des Irak die Aussetzung des geplanten Referendums in der autonomen Kurdenregion angeordnet. Die Abstimmung ist für den 25. September geplant.

In Kürze lesen Sie mehr dazu.

Türkei startet Militärmanöver in Grenzregion
12:27 Uhr

Polizeibeamte brachen Krefelder Geisel die Nase

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Spezialeinsatzkräfte der Polizei in Krefeld: Ein 46-Jähriger nahm die Frau als Geisel. (Foto: dpa)

Die Frau, die am Samstag stundenlang von einem Geiselnehmer bedroht wurde, hat bei ihrer Befreiung durch die Polizei einen Nasenbruch erlitten. Das hat eine Sprecherin der Krefelder Polizei jetzt bestätigt. Die Beamten einer Spezialeinheit hätten der 68-Jährigen versehentlich die Nase gebrochen, hieß es. Auch der 46-jährige Geiselnehmer wurde verletzt. Er erlitt eine Schusswunde im Bein. Die Frau wurde nach der Befreiungsaktion von einem Seelsorger betreut. Sie sei auf dem Weg der Besserung, sagte die Polizei.

Hier lesen Sie die Hintergründe zur Geiselnahme.

Polizeibeamte brachen Krefelder Geisel die Nase
12:07 Uhr

Ex-SPD-Politiker gesteht sexuellen Missbrauch

Seit Dezember sitzt der einstige SPD-Landtagsabgeordnete in Bayern, Linus Förster, in Untersuchungshaft - nun hat der Prozess gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs von Frauen in Augsburg begonnen. Gleich zu Beginn der Verhandlung legte Förster ein Geständnis ab. In einer Erklärung, die sein Anwalt präsentierte, räumt der Politiker die meisten Vorwürfe gegen sich ein.

Förster soll mehrfach schlafende Frauen missbraucht und zum Teil heimlich Videoaufnahmen von ihnen gemacht haben. In seiner Wohnung und in den damaligen Abgeordnetenbüros in Augsburg und München fand die Polizei mehr als 1300 Kinderpornos auf Computer-Festplatten.

Über die genauen Hintergründe lesen Sie mehr hier.

Ex-SPD-Politiker gesteht sexuellen Missbrauch
11:56 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

Schlagzeilen zur Mittagspause
11:37 Uhr

Zypern verkauft wohl EU-Visa an Superreiche

Schwere Vorwürfe gegen die Regierung Zyperns: Der britische "Guardian" berichtet, das Land habe mit der Vergabe von "Goldenen Visa" an schwerreiche Russen und Ukrainer in den vergangenen Jahren vier Milliarden Euro eingenommen. Demnach verkaufte die Regierung mehr als 400 Pässe - unter anderem an ein Mitglied des russischen Parlaments, aber auch an ukrainische Bankiers. Unter den Käufern sollen auch Personen sein, die der Korruption verdächtigt werden.

Sie erhalten durch die Pässe quasi uneingeschränkten Zugang zum Schengenraum. Die Zeitung beruft sich auf geleaktes Material, das die Redaktion habe einsehen können. Das mit EU-Visa Geschäfte gemacht werden, ist allerdings keine ganz neue Praxis - auch Griechenland, Portugal oder Ungarn wollen auf ähnliche Art und Weise Investoren anziehen.

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Zypern ist nicht das einzige EU-Land, das ins Geschäft mit Visa eingestiegen ist. (Foto: REUTERS)

Zypern verkauft wohl EU-Visa an Superreiche
11:18 Uhr

Tod in Bankfiliale - Angeklagte sagen aus

Liebe Leser, vielleicht haben Sie von der Geschichte gehört: Im Oktober 2016 bricht ein 83-jähriger Mann in einer Bankfiliale zusammen und wird von zwei Männern und einer Frau einfach liegen gelassen. Später stirbt der Mann. Zwar ergibt ein Gutachten, dass er auch gestorben wäre, wenn ein Arzt eher gekommen wäre - dennoch müssen sich alle drei nun wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten.

Zwei Angeklagte sagten nun aus, sie hätten den Rentner für einen Obdachlosen gehalten. "Ich dachte, er schläft", sagte ein 61-Jähriger aus. Ein Polizeibeamter widersprach diesem Eindruck: "Für uns war klar, dass es sich nicht um einen Obdachlosen handelt."

Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Tod in Bankfiliale - Angeklagte sagen aus
10:59 Uhr

CDU macht mit "kleiner Angela" Wahlkampf

Die CDU versucht im Wahlkampf Sympathiepunkte zu sammeln, indem sie mit der Kanzlerin wirbt - jetzt allerdings nicht mehr allein mit aktuellen Porträts, sondern auch mit einem alten Foto aus Kindertagen. In einer Zeitungsanzeige ist Angela Merkel 1957 als Dreijährige zu sehen, mit frechem Gesichtsausdruck und im Blümchenkleid. Der Slogan dazu: "Für ein Deutschland, in dem jeder alles werden kann." Da sage noch einer, die CDU mache keinen emotionalen Wahlkampf ...

CDU macht mit "kleiner Angela" Wahlkampf
10:38 Uhr

Kommen UN-Sanktionen gegen Myanmars Militär?

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Eine junge Mutter mit ihrem Baby in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch. (Foto: REUTERS)

Geht es um das Schicksal von Tausenden Rohingyas in Myanmar, fällt De-Facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bestenfalls mit Untätigkeit auf: Nun fordern die Menschenrechtler von Human Rights Watch, internationale Strafmaßnahmen gegen das Militär des Landes zu verhängen.

Geht es nach ihnen, soll der UN-Sicherheitsrat ein Waffenembargo verhängen, damit das Militär seine "Kampagne der ethnischen Säuberungen" einstellt. Außerdem müssten Generäle, die in die Gewalttaten gegen die muslimische Minderheit verwickelt seien, mit Reiseverboten belegt werden. Allein in den vergangenen drei Wochen sind mehr als 400.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch geflohen.

Kommen UN-Sanktionen gegen Myanmars Militär?
10:16 Uhr

Drohanrufe - 9000 Moskauer in Sicherheit gebracht

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Seit einer Woche gehen immer wieder Drohanrufe gegen Schulen, Einkaufszentren und Bahnhöfe ein - wie hier am 14. September gegen ein Geschäft für Kinderprodukte. (Foto: imago/ITAR-TASS)

Ist es ein Hackerangriff? Oder wollen die Sicherheitsbehörden womöglich den Ernstfall testen? Russische Medien spekulieren über die Hintergründe für die anhaltenden anonymen Bombendrohungen in Moskau. Erneut mussten nach Drohanrufen 9000 Menschen in Sicherheit gebracht werden - zehn Kaufhäuser, darunter auch ein Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe des Kremls, wurden evakuiert. Tatsächlich gefunden wurde bisher aber nichts.

Seit einer Woche gehen immer wieder solche Drohungen ein. Schulen, Einkaufszentren, Bahnhöfe und Hotels mussten geräumt werden. Der Kreml spricht von "Telefonterrorismus".

Drohanrufe - 9000 Moskauer in Sicherheit gebracht
09:57 Uhr

Einstige Trump-Fans verbrennen Mützen

Im Präsidentschaftswahlkampf war "Breitbart News" quasi das Sprachrohr der Anhänger von Donald Trump - und das nicht nur, weil der ehemalige Chefredakteur, Steve Bannon, ins Team des Republikaners gewechselt war und später sogar zum Chefstrategen des Präsidenten aufstieg. Nun ist Bannon seinen Job im Weißen Haus los. Und wieder an seinen Platz bei "Breitbart" zurückgekehrt. Dass nun ein Trump-kritischer Artikel erscheint, dürfte kein Zufall sein ...

Unter dem Hashtag #AmnestyDon und #burnmyMAGAhat veröffentlichte das Portal Videos von einstigen Trump-Anhängern, die ihre "Make America Great Again"-Mützen verbrennen - aus Wut darüber, dass Trump in der "Dreamer"-Debatte mit den Demokraten verhandelt. "Breitbart" wertet dies in einem Artikel als Abweichung von Versprechen zur Einwanderungspolitik, die Trump im Wahlkampf gemacht hatte.

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

Einstige Trump-Fans verbrennen Mützen
09:38 Uhr

Magazin "Rolling Stone" steht vor Verkauf

Wenn es ein Musikmagazin gibt, das Legendenstatus erreicht hat, dann ist das wohl der "Rolling Stone": Jann Wenner gründete die Zeitschrift als Student im kalifornischen Berkely - vor genau 50 Jahren. Jetzt will er sein Lebenswerk verkaufen.

Der "New York Times" sagte Wenner, er wolle die Zukunft des Magazins rechtzeitig - "vor der Kurve"- sichern. Es gebe Herausforderungen, "die wir nicht alleine stemmen können." Schon vergangenes Jahr hat der Gründer 49 Prozent des Magazins an das Singapurer Start-up BandLab Technologies verkauft.

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Das Magazin "Rolling Stone" am 22. Juni 2010 mit Lady Gaga auf dem Titel. (Foto: picture alliance / dpa)
Magazin "Rolling Stone" steht vor Verkauf
09:20 Uhr

Gerichte kämpfen gegen Flut von Asylklagen

Wer in Deutschland Asyl beantragt hat und abgelehnt wurde, kann gegen diese Entscheidung klagen - und genau das tun Hunderttausende Asylbewerber auch. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums waren an deutschen Verwaltungsgerichten Mitte Juli mehr als 283.000 Verfahren anhängig - doppelt so viele wie Ende 2016. Und das scheint die Gerichte langsam aber sicher deutlich zu überfordern. Zwischen Januar und Mai haben sie nur über knapp 39.000 Asylklagen entschieden.

Übrigens: Rund die Hälfte der Klagen endete innerhalb der ersten fünf Monate des Jahres ohne Entscheidung - beispielsweise, weil die Klage zurückgezogen wurde. Bei den anderen Verfahren entschieden die Richter in fast der Hälfte der Fälle zugunsten der Asylbewerber.

Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Gerichte kämpfen gegen Flut von Asylklagen
09:03 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

Schlagzeilen am Morgen
08:52 Uhr

Linke fordert gesetzliche Rente für Abgeordnete

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Bernd Riexinger. (Foto: picture alliance / dpa)

Gleiches Recht für alle? Geht es nach der Linken, sollen Bundespräsidenten, Kanzler, Minister und Bundestagsabgeordnete generell in Zukunft nur noch gesetzliche Rente beziehen. "Abgeordnete und Minister gehören in die gesetzliche Rente", twitterte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger. "Für eine lukrative Sonderstellung gibt es keinen Grund!"

Zurzeit erhalten Abgeordnete eine "Altersentschädigung", die Lücken in ihrer sonstigen Versorgung schließen soll. Das Staatsoberhaupt bekommt ein Ruhegehalt in Höhe seiner vollen Bezüge, der Bundeskanzler und seine Minister eine Pension.

Linke fordert gesetzliche Rente für Abgeordnete
08:33 Uhr

FDP will Schäuble vom Ministerposten stoßen

Sechs Tage vor der Bundestagswahl liebäugelt die FDP laut mit einer Regierungsbeteiligung: FDP-Chef Christian Lindner hatte erst am Samstag erklärt, er wolle keine mögliche Koalition ausschließen - auch "Jamaika" nicht. FDP-Vorstandsmitglied Alexander Hahn warnt nun jedoch davor, sich im Ernstfall auf Kompromisse einzulassen, vor allem wenn es um die Führung der Ministerien geht. "Die FDP sollte in keine Regierung eintreten, in der sie nicht den Finanzminister stellt", sagte Hahn der "Bild"-Zeitung. Damit wäre Wolfgang Schäuble (seit heute 75 Jahre alt - Happy Birthday nochmal!) seinen Job los ...

FDP will Schäuble vom Ministerposten stoßen
08:14 Uhr

Trump retweetet Golfattacke gegen Clinton

US-Präsident Donald Trump sorgt mal wieder für Empörung - dieses Mal nicht mit einem selbst verfassten Tweet, sondern dem Retweet eines Videoclips, auf dem er beim Golfen zu sehen ist. Das Material ist so zusammengeschnitten, dass man glaubt, der Golfball von Trump treffe Hillary Clinton in den Rücken.

Die Demokratin war dem 71-Jährigen bekanntlich bei der Präsidentschaftswahl unterlegen gewesen - und hat erst vor wenigen Tagen ein Buch über den Wahlkampf und ihre Niederlage veröffentlicht, in dem sie auch ordentlich gegen Trump austeilt. Vermutlich ist der Retweet nun die Retourkutsche dafür ... Sehr erwachsen, oder?

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

Trump retweetet Golfattacke gegen Clinton
07:54 Uhr

Unwetter in Rumänien fordert acht Todesopfer

Bei einem kurzen, aber schweren Unwetter im Westen Rumäniens sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten liegt nach Medienberichten zwischen 60 und 80. In der Region Timisoara wurden Bäume entwurzelt, Gebäude beschädigt und Autos umgeworfen. In vielen Orten fiel die Stromversorgung aus, auch der Bahnverkehr wurde zeitweilig unterbrochen.

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Rettungskräfte bergen in Timisoara die Leiche eines Mannes aus dem Wrack seines Autos. Ein Verkehrsschild war während des Sturms auf den Wagen gekracht. (Foto: dpa)
Unwetter in Rumänien fordert acht Todesopfer
07:34 Uhr

So bescheiden wohnt Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wird heute 75 Jahre alt: Alles Gute zum Geburtstag an dieser Stelle! Der CDU-Politiker ist aus der Spitzenpolitik gar nicht mehr wegzudenken - seit vier Jahrzehnten sitzt er im Bundestag. Ein Grund mehr, Ihnen einen Fun Fact über Schäuble nicht länger vorzuenthalten. Wer nämlich meinte, Schäuble sei nach all den Jahren als Bundesminister etwas abgehoben, der irrt:

In Offenburg lebt er in einem Viertel, das sich zu einem sozialen Brennpunkt zu entwickeln drohte - in einem Hochhaus, das als Mehrgenerationenhaus konzipiert ist. Es liegt zwischen Fabrikhallen, einem großen Kino-Komplex und der Hauptstraße, also nicht besonders luxuriös. Schäuble selbst scherzte einmal über die Sorge vorm sozialen Verfall seines Viertels: "So ist es ja dann auch gekommen. Heute wohnt sogar ein Politiker da."

Hier lesen Sie mehr über den Finanzminister.

So bescheiden wohnt Wolfgang Schäuble
07:14 Uhr

USA erwägen Schließung von Botschaft auf Kuba

Es hört sich ein bisschen schräg an: Weil 16 Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna wegen mysteriöser "Akustik-Attacken" gesundheitliche Schäden erlitten haben, prüft die Regierung in Washington, ob die diplomatische Vertretung geschlossen werden soll. Das bestätigte US-Außenminister Rex Tillerson. Er sprach von ernsten Vorfällen. US-Regierungsvertreter äußerten in Medien den Verdacht, dass ein Schallgerät zum Einsatz gekommen sei, um das Personal der US-Botschaft zu schädigen.

USA erwägen Schließung von Botschaft auf Kuba
06:54 Uhr

Ex-Sprecher Sean Spicer veräppelt Trump

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Sean Spicer bei den Emmys. (Foto: REUTERS)

Ich hatte es ja eben schon erwähnt: Bei der Emmy-Verleihung hat ein Überraschungsauftritt vom Ex-Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, für Lacher gesorgt. Der 45-Jährige sollte die Laudatio für die Parodisten der TV-Show Saturday Night Live halten - auch er war regelmäßig Opfer der Comedians. Diesmal nahm er allerdings nicht nur sich selbst, sondern auch den Präsidenten auf die Schippe.

"Dies wird die größte Zuschauerzahl sein, die jemals die Emmys verfolgt hat. Punkt!", sagte Spicer - und spielte damit auf die Behauptung des Weißen Hauses kurz nach der Amtseinführung von Trump an, die Zeremonie habe "das größte Publikum" gehabt, "das jemals einer Amtseinführung beiwohnte." Der Satz markierte den Anfang der "Alternative Fakten"-Debatte und brachte Trump eine Menge Spott ein. Spicer war im Juli als Sprecher des Weißen Hauses zurückgetreten.

Hier lesen Sie alles zur Emmy-Verleihung.

Ex-Sprecher Sean Spicer veräppelt Trump
06:35 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

Guten Morgen zum Start in die neue Wetterwoche. Und die beginnt wechselhaft und ziemlich kühl. Bereits am Vormittag sind gebietsweise Schauer und örtliche Gewitter unterwegs. Schöner ist der Vormittag besonders in den östlichen Landesteilen, bevor es nachmittags auch dort unbeständiger weitergeht. Die Temperaturen sind frühherbstlich und bringen es meistens auf 11 bis 16, im Osten mit mehr Sonne auf 17 oder 18 Grad.

Zur Wochenmitte wird es dann aber insgesamt freundlicher und auch milder. Mehr dazu sowie zum nächsten Hurrikan "Maria" über dem Atlantik finden Sie hier. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander

Das Wetter mit Björn Alexander
06:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser. Während Sie sich hoffentlich noch einmal umdrehen können, werden in Los Angeles zum 69. Mal die Emmys verliehen. Beim wichtigsten US-Fernsehpreis ist - wer hätte das gedacht - auch Donald Trumps Ex-Sprecher, Sean Spicer, aufgetreten. Und er hat es sich nicht nehmen lassen, seinen einstigen Boss in die Pfanne zu hauen. Mehr dazu lesen Sie später auf n-tv.de. Ansonsten wird heute aber auch noch Folgendes wichtig:

  • Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wird 75 Jahre alt und bittet zum Empfang in Offenburg.

  • Am Abend muss sich SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz in ARD-"Wahlarena" als Alternative zu Angela Merkel verkaufen.

  • Fünf Mitglieder des vom Verfassungsschutz beobachteten Islamverbands Milli Görüs (IGMG) müssen sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten.

  • Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Zahlen Inflation für August.

  • US-Präsident Donald Trump sucht bei einer Veranstaltung im UN-Hauptquartier Unterstützung für eine Reform der UN.

  • Der russische Präsident Wladimir Putin besucht in Petersburg das umstrittene Großmanöver "Sapad".

Durch die erste Tageshälfte werde ich Sie mit allem Wissenswerten im "Tag bei n-tv.de" begleiten. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Mail an judith.goers@nama.de oder auf Twitter. Kommen Sie gut in den Tag!

Das wird heute wichtig
06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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