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(Foto: Panini Verlag)

Alfred E. Neumann auf dem Geldschein: "Mad" versteigert 100 Euro

Scherz? Kunst? Beides? Bei Ebay wird derzeit ein ungewöhnlicher 100-Euro-Schein versteigert. Wer dahinter steckt, wird schnell klar: Die Banknote ist mit dem Gesicht von Alfred E. Neumann bestempelt. Und der stellt eine finanzphilosophische Frage.

Grün. Der Schein ist Grün - für die, die ihn nicht so oft in den Händen halten. Nur dieses eine Exemplar weicht in gewisser Weiser davon ab. Zwar steht auch "100 Euro" drauf, aber zusätzlich lacht da ein rotes Gesicht verschmitzt vom Geldschein.

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Satire- und Comicfans erkennen das Gesicht sofort: Es ist Alfred E. Neumann, der schelmische Titelboy des "Mad Magazins". Als Erkennungszeichen dienen das breite Grinsen, die unverwechselbare Frisur und natürlich die obligatorische Zahnlücke. Während Neumann normalerweise gern vom Titel des nach eigenen Angaben "intelligentesten Magazins der Welt" strahlt und in der aktuellen Ausgabe etwa Bart Simpson veralbert, macht er nun anscheinend auch noch in Finanzen.

Das suggeriert zumindest eine Ebay-Auktion. "Mad" selbst bietet den rot bestempelten 100-Euro-Schein bei dem Online-Auktionshaus zum Verkauf an. Er handelt sich demnach um einen echten Schein, der durch den Stempelaufdruck nichts von seinem Wert verliert - wobei sich die Magazin-Macher da offenbar auch nicht so sicher sind.

"Künstlerisch wertvolles Unikat"

Auf Anfrage bestätigt die Deutsche Bundesbank, dass man - salopp gesagt - mit seinem Geldschein machen könne, was man möchte, er gehöre schließlich zum persönlichen Eigentum. Ist der Schein zu sehr verändert oder beschädigt, muss man allerdings damit rechnen, dass er von Händlern oder der Bundesbank nicht mehr angenommen oder ersetzt wird.

Für den "Mad"-Schein trifft das wohl eher nicht zu. Erstens ist der Stempel nicht sehr gravierend und zweitens kann man sich gern fragen, ob die Versteigerung nur eine einfache Auktion, ein Scherz oder gar eine Kunstaktion ist - die profane Weiterverwendung im Tausch gegen Wurst oder Comics ist also eher unwahrscheinlich.

Die Macher sprechen ebenfalls von einem "künstlerisch wertvollen Unikat" und sehen die Versteigerung auch unter finanzphilosophischen Aspekten: "Wir sind wirklich gespannt, was den Deutschen heute 100 Euro wert sind", sagt "Mad"-Chefredakteur Jo Löffler. Zur Halbzeit - fünf Tage nach dem Start und fünf Tage vor Auktionsende - lässt sich die Frage zumindest vorläufig beantworten: 112,11 Euro. Das ist zumindest der Auktionsstand am Montagmorgen, nach Abgabe von 17 Geboten.

Der Erlös soll übrigens einem guten Zweck zugeführt werden, wie der Panini-Verlag mitteilt, der das alle zwei Monate erscheinende "Mad Magazin" seit 1990 in Deutschland verlegt.

Update: Die Auktion ist inzwischen beendet.

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Quelle: n-tv.de

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