Montag, 01. Februar 2010
Akins Hamburg-Feeling: "Soul Kitchen" zum Hören
Mit seiner ersten Komödie hat der Hamburger Filmregisseur Fatih Akin seiner Heimatstadt ein schrilles, wildes Denkmal gesetzt: "Soul Kitchen" heißt das rasante und witzige Werk, das beim Filmfestival in Venedig den Spezialpreis der Jury gewann. Wem die Bilder im Kino viel zu schnell vorbeigeflogen sind, der kann mit dem "Soul Kitchen"-Hörspiel noch einmal die aberwitzige Geschichte des Restaurantbesitzers Zinos erleben. Film-Zinos Adam Bousdoukos tritt als Erzähler auf und verwebt die Original-Töne aus dem Kinofilm in seine Story. Mit dabei ist natürlich Moritz Bleibtreu. Er spielt Zinos' Bruder, der als leichtlebiger Knast- Freigänger plötzlich das Restaurant "Soul Kitchen" an der Hamburger Peripherie übernehmen soll.
Denn Zinos hat nicht nur einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall, er muss sich auch dringend um seine Freundin (Pheline Roggan) kümmern, die endgültig nach China zu entschwinden droht. Und dann ist da noch Zinos Koch, gespielt von Birol Ünel, der aus dem leicht heruntergekommenen Lokal einen Gourmettempel machen will. Wie in Akins Werken ("Gegen die Wand") üblich, ist die Geschichte mit reichlich guter Musik unterlegt. Wer wissen will, wie Zino und seine Freunde wurden, was sie sind, der kann sich "Soul Kitchen. Der Geschichte erster Teil - das Buch vor dem Film" von Jasmin Ramadan anhören, gesprochen von Philipp Baltus.
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dpa
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