Ratgeber

Kfz-Versicherung wechseln: Auch nach dem 30.11. möglich

Wer seine Autoversicherung wechseln möchte und den Stichtag verschlafen hat, bekommt möglicherweise noch eine zweite Chance. Aus Angst vor Kundenschwund verschicken viele Versicherer die Mitteilungen zu Preiserhöhungen nämlich später als üblich.

Bis zum 30. November können die meisten Kfz-Policen gekündigt werden. In Ausnahmefällen gibt es aber auch ein Sonderkündigungsrecht.
Bis zum 30. November können die meisten Kfz-Policen gekündigt werden. In Ausnahmefällen gibt es aber auch ein Sonderkündigungsrecht.

In drei Tagen endet die Frist für Wechselwillige in der Kfz-Versicherung. Doch wer es versäumt, dem bisherigen Anbieter bis zum 30. November zu kündigen, hat eventuell noch eine zweite Chance. Dann nämlich, wenn die Versicherung im nächsten  Jahr die Beiträge erhöhen will. Viele Versicherer hätten ihre Kunden erst in den letzten Tagen über steigende Prämien informiert, meldet das Vergleichsportal Check24. Einige warteten auch noch, bis der offizielle Wechselstichtag vorbei sei, um Kündigungen zu verhindern. Davon sollten sich die Versicherten aber nicht irritieren lassen: Sie können von ihrem Sonderkündigungsrecht auch noch nach dem 30. November Gebrauch machen.

Nach Informationen von Check24 betrifft das sogar einen Großteil der Autofahrer. Nicht nur, weil viele Versicherer in diesem Jahr sehr spät dran seien mit den neuen Beitragsrechnungen, sondern auch, weil die Prämien für Bestandskunden derzeit am ganzen Markt stiegen. Die Branchenbeobachter sprechen von Beitragserhöhungen von bis zu 20 Prozent. Zum Teil lässt sich das durch veränderte Regional- und Typklassen erklären, zum Teil durch versicherungsinterne Neukalkulationen.

Neukunden werden hingegen in der Wechselsaison von den Versicherern umgarnt, wie der Prämienindex von Check24 zeigt. Im November war die durchschnittliche Haftpflicht-Prämie für Wechselwillige demnach um 27 Prozent günstiger als im August. Kein Ausnahmefall: ein saisonbedingter Preissturz ließ sich auch im letzten Jahr beobachten. Wer jetzt eine Beitragserhöhung bekommt, sollte also zumindest die Alternativen prüfen, denn oft kommt man nach einem Wechsel deutlich günstiger weg.

Grundsätzlich gilt das Sonderkündigungsrecht immer dann, wenn der Beitrag steigt – auch wenn der Versicherer die Preiserhöhung gar nicht zu verantworten hat, weil sich die Typ- oder Regionalklasse des Fahrzeugs geändert hat. Wer kündigen möchte, sollte sich dabei explizit auf die Preiserhöhung beziehen. Ansonsten kann die Versicherung eine Kündigung nach dem 30.November ablehnen.   

Autoversicherung kündigen

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen