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Solaranlage auf dem Dach einer Skihalle: Die Kosten für die Energiewende drohen aus dem Ruder zu laufen. Mehr Energieberatungen für Bürger sollen das abfedern.
Solaranlage auf dem Dach einer Skihalle: Die Kosten für die Energiewende drohen aus dem Ruder zu laufen. Mehr Energieberatungen für Bürger sollen das abfedern.

Angebote zum Stromsparen : Beratung gibt es schon jetzt

Ein Spitzentreffen soll das Stromsparen in Deutschland voranbringen - etwa durch mehr kostenlose Beratungen. Solche Serviceleistungen für Verbraucher gibt es bereits heute. Allerdings entweder nicht für jeden - oder nicht umsonst.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und der Energiebranche sowie Verbraucherschützer zu einem runden Tisch eingeladen, um über eine Ausweitung kostenloser Energieberatungen zu sprechen. So sollen steigende Kosten durch die Energiewende aufgefangen werden.

Bisher gibt es vor allem zwei Angebote für Verbraucher, um mehr Energie zu sparen. Die Verbraucherzentralen bieten in Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium einen kostenpflichtigen Energie-Check an. Beim Basis-Check für 10 Euro stehen der Stromverbrauch im Haushalt und das Heizen im Fokus. Außerdem gibt es den Gebäude-Check für 20 Euro, bei dem ein Energieexperte auch die Heizungsanlage und die Dämmung des Gebäudes bewertet. 30 Euro kostet der Brennwert-Check, bei dem auch die Effizienz von Gas- oder Ölheizungen ausgiebig kontrolliert wird.

Das zweite Angebot ist der Stromspar-Check der Caritas sowie des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen, der vom Bundesumweltministerium unterstützt wird. Dabei werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern geschult, die gratis Energiesparartikel einbauen. Dazu gehören Energiesparlampen, abschaltbare Steckdosenleisten, Standby-Abschalter und Strahlregler für Wasserhähne.

Im Schnitt könnten so rund 85 Euro Stromkosten pro Jahr gespart werden, sagen die Projektträger. Seit 2008 wurden Energiesparartikel für fast fünf Millionen Euro eingebaut. Bisher gibt es das Angebot aber nur für Empfänger von Sozialleistungen.

Mit einer Ausweitung solcher Angebote soll der starke Anstieg der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Umlage zur Förderung von Ökostrom aufgefangen werden. Erwartet wird, dass die auf den Strompreis aufgeschlagenen Förderkosten bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden von 125 auf bis zu 185 Euro pro Jahr steigen können. Da noch die Mehrwertsteuer dazu kommt, ist mit deutlich steigenden Strompreisen im kommenden Jahr zu rechnen. Die Umlage für 2013 wird am Montag (15. Oktober) offiziell bekannt gegeben.

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Quelle: n-tv.de

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