Ratgeber

Kosten vs. Sicherheit: Carport oder Garage?

Schützt vor Regen, aber nicht vor vereisten Scheiben: Das Carport.
Schützt vor Regen, aber nicht vor vereisten Scheiben: Das Carport.

Autofahrer kennen das: Der Wagen ist nass, die Scheiben sind beschlagen und im Winter zugefroren. Da macht sich ein Dach für das Fahrzeug gut. Carport oder Garage? Für Grundstücksbesitzer haben beide Varianten Vor- und Nachteile.

"Garagen sind wesentlich teurer als Carports", sagt Maximilian Maurer vom ADAC. Durch die geschlossene Bauweise schützten sie das Auto aber auch vor Diebstahl, Vandalismus oder Mardern. Außerdem können sie als Mehrzweckraum dienen, um Dinge wie Autopflegemittel, Sommer- und Winterreifen darin aufzubewahren. Im Sommer kann bei schlechtem Wetter sogar eine Grillparty in der Garage gefeiert werden. Auch versicherungstechnisch sind Garagen von Vorteil. Garagenbesitzer bekommen bei der Kfz-Police oft einen Bonus eingeräumt, für Carports gilt das nicht.

Nicht leichtsinnig werden

Garagen schützen nur dann vor Langfingern, wenn sie auch abgeschlossen sind. Wenn Diebe durch ungesicherte Tore kommen, haben sie im Schutz der vier Wände Zeit, Gegenstände zu entwenden, das Auto aufzubrechen oder auch ins Wohnhaus zu gelangen. Die Garage sollte also nicht zum Leichtsinn verleiten. Wertgegenstände gehören nicht hinein, und das Auto muss natürlich auch hier verriegelt werden.

Türen in der Garage mit direktem Zugang zum Wohnhaus sollten zudem genauso gut gesichert sein wie die Haupteingangstür. Nebeneingänge lassen sich wirkungsvoll durch Mehrfachverriegelungen oder Querriegelschlösser nachrüsten. Wenn das Haus über eine Einbruchmeldeanlage verfügt, ist es sinnvoll, die Garage mit anzuschließen.


Der Kostenfaktor

Garagen können individuell geplant und gemauert werden. "Diese Variante kostet aber schnell über 10.000 Euro", sagt der Architekt Thomas Drexel. Als preisgünstigere Alternative gelten Fertiggaragen aus Beton oder Stahl. Vorgefertigte Bausätze für Carports aus Holz werden zum Selbstaufbau oft für weniger als 1000 Euro in Baumärkten angeboten. "Diese billigen Varianten wirken optisch oft wenig ansprechend, passen meist nicht zum Stil des Gebäudes und können den Gesamteindruck des Hauses beeinträchtigen", erklärt Drexel. Er empfiehlt deshalb, Garage oder Carport gleich beim Hausbau einzuplanen.

"Ein Carport bietet aber nur einen gewissen Wetterschutz", meint Maurer. Es ermöglicht bei Regen das trockene Aussteigen aus dem Auto, um den Regenschirm aufzuspannen. Das lästige Freischaufeln von Schnee im Winter entfällt ebenfalls. Allerdings vereisen die Scheiben bei tiefen Minustemperaturen auch unter dem Carport-Dach.

Standortfragen

Die Entscheidung für eine Garage oder ein Carport hängt nicht nur vom Geld, sondern auch vom möglichen Standort ab. Bauherren sollten zuerst beim Bauamt nachfragen, was erlaubt und möglich ist. Die baurechtlichen Bestimmungen für Carports und Garagen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

So muss in einigen Ländern ein kompletter Bauantrag gestellt werden, in anderen braucht man keine Baugenehmigung. Oft ist auch geregelt, wie eine Garage oder ein Carport an der Nachbargrenze gebaut werden darf. Am besten, man erkundigt sich schon in der Planungsphase beim Bauamt.

Der Kfz-Versicherungsvergleich

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen