Ratgeber

Strompreis drastisch gestiegen: Den Kosten den Stecker ziehen

Der Strompreis für private Haushalte in Deutschland ist seit 2008 im Bundesdurchschnitt um 38 Prozent gestiegen. Demnach legte der Kilowattstunden-Preis von 21,4 Cent auf 29,4 Cent zu. Erhöhte Kosten können nur durch Stromsparen vermieden werden.

Der Strompreis ist inzwischen auf 29,4 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Wer bei der nächsten Stromrechnung keine böse Überraschung erleben möchte, sollte Energieschluckern den Stecker ziehen.
Der Strompreis ist inzwischen auf 29,4 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Wer bei der nächsten Stromrechnung keine böse Überraschung erleben möchte, sollte Energieschluckern den Stecker ziehen.(Foto: dpa)

Die Versorger konnten seit 2008 auch wegen des Zuwachses an Solar- und Windstrom von teils um fast die Hälfte gesunkenen Einkaufspreisen profitieren. Aber dieser Vorteil wird nach Meinung von Verbraucherschützern oft nur unzureichend an die Stromkunden weitergegeben, während sie durch die Ökostrom-Förderung, Industrierabatte und gestiegenen Netzkosten im Zuge der Energiewende stark belastet werden. Allerdings deuten sich für 2015 Strompreissenkungen an, da die Umlage zur Ökostrom-Förderung wohl sinken wird - sie beträgt derzeit 6,24 Cent je Kilowattstunde.

Regional gibt es nach Berechnungen des Portals Verivox Unterschiede. Bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlt ein Haushalt in Brandenburg mit im Schnitt 1189 Euro (2008: 911 Euro) derzeit am meisten. Am günstigsten ist es in Bremen mit 1105 Euro (2008: 842 Euro).

Wer nicht erst auf künftige Preissenkungen warten möchte, reduziert am besten seinen Verbrauch. Viel Strom lässt sich mit etwa Hilfe von effizienteren Haushaltsgeräten sparen - aber in diese muss man erst mal investieren. Mit ein paar kleinen Änderungen des eigenen Verhaltens lässt sich aber auch schon einiges erreichen. Tipps zum Stromsparen geben die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und das Umweltbundesamt (UBA) und nennen Orientierungsgrößen zum Einsparpotenzial:

Deckel drauf

40 Prozent Energie spart es ein, wenn man beim Kochen den Deckel auf den Topf legt. Wird kurz vor dem Ende des Garens oder Bratens der Herd abgestellt, spart das rund 15 Prozent Energie.

Nicht vorheizen

Im Backofen ist die Zubereitung in Umluft um 15 Prozent energiesparsamer als Ober- und Unterhitze. Wer nicht vorheizt, braucht 8 Prozent weniger Energie.

Regelmäßiges Abtauen

Eine ein Zentimeter dicke Eisschicht im Gefrierschrank erhöht den Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent. Sind die Lüftungsschlitze von Kühl- und Gefrierschrank abgedeckt, kann das bis zu 10 Prozent mehr Strom ausmachen.

Waschtemperatur senken

Wer mit 60 statt mit 90 Grad Wäsche wäscht, senkt den Stromverbrauch der Maschine um mindestens 40 Prozent.

Stecker raus

Verdeckte Stromfresser sind nicht benutzte Elektrogeräte im Stand-by-Modus. Ist eine alte Hifi-Anlage konstant im Stand-by-Betrieb, kostet das laut UBA mehr als 50 Euro im Jahr. Vier Netzteile von Handys verbrauchen ebenfalls rund 50 Euro Stromkosten im Jahr, wenn sie konstant an der Steckdose hängen.

Zum Strompreis-Rechner

Quelle: n-tv.de

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