Ratgeber

Branche verwaltet zwei Billionen Euro: Die Rückkehr der Fonds

Die Deutsche Fondsbranche sammelt 2012 weitere Milliarden ein. Sogar Kleinsparer trauen sich wieder - auch wenn viele Privatanleger um Aktien- und Aktienfonds noch einen großen Bogen machen.

Bei der Suche nach dem richtigen Fonds kommt es nicht nur auf die Rendite an. Auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Denn sie können am Ende auch den Ertrag drücken.
Bei der Suche nach dem richtigen Fonds kommt es nicht nur auf die Rendite an. Auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Denn sie können am Ende auch den Ertrag drücken.

Nach Zuflüssen 2012 verwaltet die deutsche Fondsbranche die Rekordsumme von rund 2,04 Billionen Euro. Vor allem Finanzprofis steckten insgesamt 103 Milliarden Euro zusätzlich in Fonds, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Mittwoch mitteilte. "Das ist unter dem Strich ein gutes Jahr gewesen", bilanzierte BVI-Präsident Thomas Neiße in Frankfurt. Ein Jahr zuvor betrug das verwaltete Vermögen gut 1,78 Billionen Euro.

Sogar die durch die Finanz- und Schuldenkrise verunsicherten Kleinsparer schöpfen allmählich wieder Vertrauen: Nachdem im Vorjahr 15,3 Milliarden Euro aus Publikumsfonds (Renten-, Aktienfonds) abgezogen wurden, verzeichnete die Branche 2012 in diesem Segment unter dem Strich Zuflüsse von 24,6 Milliarden Euro.

"Natürlich sind in einigen Publikumsfonds auch institutionelle Anleger sehr stark", erklärte BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter. "Wir wissen aber, dass zu einem guten Anteil auch private Anleger zurückgekommen sind. Wir sehen, dass der Privatanleger wieder Vertrauen gewonnen hat."

Das Plus bei Publikumsfonds stammt allerdings vor allem aus Rentenfonds. Um Aktien machten viele Anleger nach wie vor einen Bogen: Aus Aktienfonds flossen netto 4,6 Milliarden Euro ab. Dass im November (0,6 Mrd Euro) und Dezember (1,5 Mrd Euro) wieder zusätzliches Geld in Aktienfonds gesteckt wurde, macht der Branche Hoffnung: "Die 1,5 Milliarden Euro im Dezember sind ein Zeichen, dass vielleicht ein Umdenken im Markt einsetzt", sagte Neiße. In Zeiten mit Zinsen auf Rekordtief lohnten Aktien: "Der innere Wert einer Aktie ändert sich nicht durch das Gezappel an der Börse."

Nach Richters Angaben ist das Jahr 2013 gut angelaufen: "Wir hatten Zuflüsse in Aktienfonds auch im Januar. Insgesamt sieht der Januar gut aus, wir werden Zuflüsse von über zwei Milliarden Euro haben, das ist besser als im Vorjahr." Das könnte für Publikumsfonds ein gutes Omen sein, befand Richter. Bei Spezialfonds erwarte die Branche im laufenden Jahr ziemlich sicher Mittelzuflüsse. Die BVI-Mitglieder verwalten seit Jahren rund 20 Prozent der insgesamt von Investmentfonds in Europa betreuten Bestände - direkt und indirekt für etwa 50 Millionen Anleger.

Quelle: n-tv.de

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