Ratgeber

Fahrgeschäfte und Service im Test: Die besten Freizeitparks

Zwar ist laut Helmut Kohl ganz Deutschland ein kollektiver Freizeitpark - für Achterbahnen und Tiergehege muss man dann aber doch immer noch Eintritt zahlen. n-tv hat ausprobiert, wo sich das am meisten lohnt.

Die "Wilde Maus" ist familienfreundlich. Es gibt aber auch Achterbahnen, in die Kinder ihre ängstlichen Eltern lieber nicht mitnehmen.
Die "Wilde Maus" ist familienfreundlich. Es gibt aber auch Achterbahnen, in die Kinder ihre ängstlichen Eltern lieber nicht mitnehmen.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Anspruchsvolle Shows, spektakuläre Fahrgeschäfte und exotische Tiere – nicht nur Kinder lieben Freizeitparks. Über 100 Parks mit unterschiedlichen Schwerpunkten ziehen Erlebnishungrige in Deutschland an. Für einen Tag voll Spiel, Spaß und Spannung nehmen sie oft mehrstündige Anfahrten in Kauf und lassen sich das Vergnügen auch einiges kosten: In der Oberklasse der Freizeitparks zahlen Erwachsene meist über 30 Euro für eine Tageskarte. Lohnt sich das? Welcher Park lockt mit den besten Attraktionen und wer bietet den besten Service?

Für n-tv und tv14 hat sich das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) in den zehn größten deutschen Freizeitparks umgesehen und außerdem sechs Regionalangebote bewertet. Punkte gab es nicht nur für Fahrgeschäfte und Animation, sondern auch für den Service: Die Kinderfreundlichkeit wurde ebenso geprüft wie die Kompetenz der Mitarbeiter, das gastronomische Angebot, die Infrastruktur und – nicht ganz unwichtig wichtig – die Wartezeiten.

Anstehen muss sein

Obwohl die Testbesucher in der Nebensaison in die Parks kamen, mussten sie an beliebten Fahrgeschäften warten – im Schnitt 7.30 Minuten. Erfreulich schnell ging es im Freizeitland Geiselwind, hier saß man schon nach zwei Minuten im Gerät. Für den kurzen Nervenkitzel auf der "Black Mamba" im Phantasialand oder im "Fluch von Novgorod" im Hansa-Park, steht man dagegen schon im März eine halbe Stunde in der Schlange. Wenn die Parks in den Sommermonaten Hochkonjunktur haben, dürfte der Andrang noch weit größer ausfallen. Dafür können die Besucher dann vielleicht auch mit einem ansprechenderen Rahmenprogramm rechnen. Jeder zweite Park sparte an Livemusik oder Animateuren. Ein Drittel der Testbesucher war zudem nicht mit den angebotenen Shows zufrieden.

Gesamtergebnis bundesweit.
Gesamtergebnis bundesweit.

Wer hohe Ansprüche an Fahrgeschäfte und Shows stellt, kommt im Europa-Park Rust auf seine Kosten. Auch bei den Mitmachaktivitäten und dem gastronomischen Angebot lässt der Park nahe Freiburg kaum Wünsche offen. Fast genauso viele Fahrgeschäfte findet man im Freizeitland Geiselwind. Die Attraktionen sind vielleicht nicht immer so spektakulär, dafür muss man sie sich aber auch mit viel weniger anderen Besuchern teilen. Tierfreunde sind dagegen im Serengeti-Park bestens aufgehoben.

Wohin mit den Kindern?

Regionalergebnis Norddeutschland.
Regionalergebnis Norddeutschland.

Ob Loopings oder Stürze in die Tiefe - nicht alle Fahrgeschäfte sind schon für die Kleinsten geeignet. Eltern sind deshalb für Kinderbetreuungsangebote dankbar. Leider finden sie die nur im Hansa-Park und im Phantasialand, das auch sonst durch kinderfreundliche Infrastruktur auffällt. Auf behinderte Besucher ist das Legoland am besten vorbereitet.

Der schönste Freizeitpark nützt wenig, wenn man nicht hinkommt. Ein Auto erweist sich da auf jeden Fall als vorteilhaft, über einen direkten Zuganschluss verfügt kaum ein Park. Geiselwind und den Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen erreicht man mit öffentlichen Verkehrsmitteln überhaupt nicht. Kostenlose Parkplätze sind zudem eher die Ausnahme als die Regel.  

Fazit

Regionalergebnis Nordrhein-Westfalen.
Regionalergebnis Nordrhein-Westfalen.

Der Europapark in Rust ist nicht  nur der größte, sondern laut DISQ nun auch offiziell der beste deutsche Freizeitpark. Auf einer Gesamtfläche von rund 850.000 Quadratmetern finden Besucher eine vielfältige Ausstattung in einem überragenden Parkumfeld. Auch was den Service angeht, ist der Europapark Spitze. Auf Rang zwei hat es das Phantasialand geschafft. Der 1967 eröffnete Park überzeugte unter anderem durch gute Orientierungsmöglichkeiten und große Sauberkeit. Außerdem mussten die Besucher nur vergleichsweise kurze Wartezeiten in Kauf nehmen. Bester Park in Norddeutschland und Drittbester bundesweit wurde der Heide Park im niedersächsischen Soltau. Der Park will vor allem Familien ansprechen und punktet mit kinder- und behindertengerechter Ausstattung.     

Regionalergebnis Süddeutschland.
Regionalergebnis Süddeutschland.

Positiv fiel den Servicetestern das Team in Kernies Familienpark auf, einem Freizeitzentrum, das auf dem Areal des niemals in Betrieb gegangenen schnellen Brüters in Kalkar errichtet wurde. Hier kümmerten sich die Mitarbeiter besonders kompetentund freundlich um die Besucher. Es kann sich also durchaus lohnen, auch mal in den kleinen Parks vorbeizuschauen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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