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Bis zu 14.000 Euro Steuern sparen: Die besten Rürup-Renten

Die Rürup-Rente ist für Selbständige die einzige Möglichkeit, staatlich gefördert fürs Alter vorzusorgen. Und auch Besserverdienende können profitieren - vorausgesetzt, sie haben einen guten Vertrag. n-tv hat die Angebote prüfen lassen.

Private Altersvorsorge ist für Selbständige elementar.
Private Altersvorsorge ist für Selbständige elementar.(Foto: picture alliance / dpa)

Fast jeder kennt die Riester-Rente. Von der Rürup-Rente haben dagegen nur wenige etwas gehört und noch weniger können erklären, wie sie funktioniert. Das liegt vor allem daran, dass die Zielgruppe eher klein ist: Selbständige und Besserverdienende mit hoher Steuerbelastung werden mit der Basisrente, wie die Rüruprente eigentlich heißt, vom Staat bei der Altersvorsorge unterstützt. Die Beiträge in den Basisrentenvertrag können zum Teil als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. 2010 liegt der ansetzbare Anteil bei 70 Prozent, bis 2025 steigt er jährlich um weitere zwei Prozent. Der höchste anrechenbare Gesamtbetrag liegt bei 20.000 Euro.

Kommt die Rente dann zur Auszahlung, muss wiederum nur ein Teil davon versteuert werden. Auch dieser Anteil steigt Jahr für Jahr an, entscheidend ist der Zeitpunkt des Renteneintritts. Wer beispielsweise 2025 in Rente geht, muss 85 Prozent der Leistungen versteuern. "Die Basisrente ist ein sehr universalistisches System", erklärt der Namensgeber und ehemalige Wirtschaftsweisen-Chef Bert Rürup. Denn anders als die Riester-Rente, kann jeder die Rürup-Rente abschließen – auch wenn sich die Sache nicht für jeden lohnt. Für Selbständige mit einem geringen Einkommen führt ein Rürup-Vertrag zu keinem nennenswerten steuerlichen Effekt, sagt Carsten Butenschön vom Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg.

Neben der Steuerförderung bietet die Rürup-Rente noch weitere Vorteile: Sie darf – zumindest in der Ansparphase – nicht gepfändet werden und bei Hartz IV-Empfängern wird sie nicht als Vermögen angerechnet. Allerdings ist sie relativ unflexibel und wer auch seine Angehörigen im Todesfall absichern möchte, muss für entsprechende Sicherheiten draufzahlen.

Angebote im Vergleich

Klassische Rürup-Policen in der Gesamtwertung.
Klassische Rürup-Policen in der Gesamtwertung.

Inzwischen gibt es zahlreiche Angebote für die Basisrente. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat sich für n-tv in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg Rürup-Renten-Verträge angeschaut. Das Ergebnis ist erfreulich: Ein Großteil der Anbieter punktete mit transparenten, gut ausgestalteten Verträgen. "40 Prozent der analysierten Rürup-Renten haben das maximale Rating-Urteil bekommen", lobt DISQ-Chef Markus Hamer. Nun weiß aber jeder Sparer: Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Und da gibt es deutliche Unterschiede, 17 Prozent liegen zwischen der niedrigsten und der höchsten garantierten Rente. Berücksichtigt man auch die prognostizierten Überschüsse, sind beim richtigen Versicherer sogar 20 Prozent mehr drin.

Fondsgebundene Rürup-Renten in der Gesamtwertung.
Fondsgebundene Rürup-Renten in der Gesamtwertung.

Im Vergleich der klassischen Rürup-Renten überzeugten besonders die Produkte von Debeka, Allianz und HDI Gerling. Bei den fondsgebundenen Angeboten lagen Axa, Allianz und Iduna vorn. In die Gesamtbewertung ging aber auch der Service bei den Versicherungsunternehmen ein. Und hier glänzte vor allem die Aachen Münchener. Obwohl sie leistungsmäßig nur im Mittelfeld lag, kürte sie das DISQ wegen der herausragenden Service-Ergebnisses zum besten Anbieter im Bereich Rürup-Rente. Insbesondere bei der Filialberatung und Telefonie gab es Bestnoten. Auf dem zweiten Platz positionierte sich die R+V Lebensversicherungen, die durch ein hervorragendes Service-Ergebnis und ein solides Leistungsangebot überzeugte. Dahinter folgt die AXA, die mit hohen monatlichen Rentenzahlungen Punkte sammelte.

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Quelle: n-tv.de

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