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Für alte Tastenhandys zahlen die Anbieter meist nur noch ein paar Cent.
Für alte Tastenhandys zahlen die Anbieter meist nur noch ein paar Cent.(Foto: imago/MiS)
Donnerstag, 27. Oktober 2016

Geld fürs alte Smartphone: Diese Anbieter zahlen am meisten

25 Euro für ein fast neues iPhone 5s? Lächerlich wenig. Der dreisteste Anbieter im Secondhandmarkt-Vergleich der Stiftung Warentest wollte gerade mal diese Summe zahlen. Zum Glück gibt es auch fairere Händler.

Anfang der Nuller Jahre sind Handys zum Massenphänomen geworden. Rund 100 Millionen ausrangierter Geräte haben sich seitdem in deutschen Haushalten angesammelt, meist liegen sie ungenutzt in Schubladen herum. Während der alte Nokia-Knochen oder das todschicke Klapphandy von 2004 heute eher historischen Wert haben, lassen sich Smartphones – so sie denn noch funktionieren – schnell zu Geld machen. Wer an den richtigen Händler verkauft, kann gerade mit gut erhaltenen Premiummodellen noch gutes Geld herausschlagen, so die Stiftung Warentest. Die Tester haben sich sieben Anbieter angesehen, die gebrauchte Handys kaufen, und geprüft, wie gut und fair der die Deals über die Bühne gehen.

Immerhin drei Ankäufer wurden "gut" bewertet, weitere zwei waren "befriedigend". Zwei kleine Anbieter fielen dagegen durch, unter anderem, weil sie sich als ziemlich knauserig erwiesen. Das Vorgehen ist bei allen Händlern ähnlich: Auf der jeweiligen Website gibt man die Daten des zu verkaufenden Geräts an und stuft ein, in welchem Zustand es sich befindet. Gefragt wird beispielsweise nach dem Akku und nach Gebrauchsspuren. Dann präsentiert der Händler ein unverbindliches Angebot. Ist man damit einverstanden, schickt man das Handy ein, das Porto übernimmt in der Regel der Käufer.

Viele korrigieren nur nach unten

Vor Ort wird das Telefon dann noch einmal geprüft. Gegebenenfalls korrigiert der Händler sein Preisangebot danach. Die Testkunden schickten jeweils ein iPhone 5s mit 340 Euro Neuwert und ein Samsung Galaxy S5 Mini für 216 Euro ein. Obwohl die Geräte tatsächlich wie neu und nur einmal in Betrieb genommen waren, hielten sich nur vier der sieben Firmen an ihr ursprüngliches Angebot. Handy-Bestkauf etwa wollte für die eingeschickten Geräte gut 40 Euro weniger bezahlen. Am schlechtesten kamen die Verkäufer bei My-Ankauf weg. Sowohl das iPhone als auch das Samsung waren dem Händler nur 70 Euro wert. Zum Vergleich: Bei Zoxs gab es fürs iPhone 225 Euro und fürs Galaxy 125 Euro.

Um zu prüfen, ob die Händler ihre Preisvorschläge gegebenenfalls auch nach oben korrigieren, hatten die Tester den Gerätezustand im Vorfeld auch deutlich schlechter angegeben. Nur zwei Anbieter stockten danach auf: Flip4New und Asgoodasnew. Handy-Bestkauf dagegen wollte nach der Prüfung fürs nagelneue iPhone nur 25 Euro bezahlen. Das Angebot kann man zwar ablehnen. Bei Handy-Bestkauf und auch bei Zoxs bleibt man dann aber auf dem Porto für die Rücksendung sitzen.

Ebay als Alternative

Und auch in einem weiteren Punkt versagte Handy-Bestkauf: Vier Wochen mussten die Verkäufer auf ihr Geld warten. Bei den anderen Anbietern war es nach spätestens zwölf Tagen auf dem Konto, Clevertronic brauchte nur drei Tage für die Überweisung. Die schnelle und unkomplizierte Abwicklung und faire Ankaufspreise brachten Clevertronic.de dann auch den Testsieg ein. "Gut" schnitten sonst noch Asgoodasnew.com mit seiner Unterseite Wirkaufens.de ab, sowie Zoxs.de. Bei My-Ankauf.de und Handy-Bestkauf.de klappte dagegen laut "Warentest" kaum etwas, Gesamtwertung: "mangelhaft".

Alternativ zu den eigenständigen Online-Aufkäufern prüften die Tester auch die Gebrauchthandy-Services von Apple, Media Markt und Saturn. Hohe Erlöse konnten die Verkäufer hier aber nicht herausschlagen. Bei Media Markt und Saturn gibt es zudem auch nur einen Warengutschein statt Geld. Wer den Aufwand und das Risiko nicht scheut, kann sich natürlich auch selbst um den Verkauf kümmern. Bei Ebay brachte das Galaxy zehn Euro mehr als beim besten Onlineaufkäufer, das iPhone ging für zehn Euro weniger weg.

Quelle: n-tv.de

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