Ratgeber
Samstag, 15. März 2008

Vor der Hochzeit: Ehevertrag für Frauen sinnvoll

Übernehmen Frauen in der Beziehung die Kinderbetreuung, sollten sie den Ehevertrag entsprechend anpassen. Denn nach dem neuen Unterhaltsrecht sind Mütter bei einem Scheitern der Ehe finanziell deutlich schlechter gestellt. Die Frau kann nach der Geburt des jüngsten Kindes nur drei Jahre zu Hause bleiben, dann muss sie wieder Teilzeit arbeiten. Ist eine Erwerbstätigkeit nicht möglich, muss die Frau die Gründe darlegen.

Bislang galt, dass nach einer längeren Ehe dem Unterhaltsempfänger durch entsprechende Zahlungen der gleiche Lebensstandard wie in der Ehe garantiert wurde. Das ist nun nicht mehr der Fall, was vor allem für Frauen Nachteile haben kann. Denn in der Regel sind sie es, die wegen der Kinder aus dem Job scheiden. Maßstab für den Unterhalt sollte aber mindestens das frühere Gehalt der Frau sein.

Dauer der Unterhaltszahlung

Sinnvoll ist auch, schon im Ehevertrag die Dauer und Höhe der späteren Unterhaltszahlungen zu regeln. Denn nach dem dritten Lebensjahr des Kindes gibt es zwar meist gute Betreuungsmöglichkeiten in Krippen. Später fehlen aber häufig Plätze in Ganztagsschulen, weshalb Frauen oft nur in Teilzeit arbeiten können. Frauen haben zudem bislang keine Möglichkeit, Betreuungspflichten des Vaters einzuklagen.

Spätestens drei Monate vor der Hochzeit sollte sich das künftige Paar sich über den Ehevertrag Gedanken machen. Auch wenn ein Ehevertrag etwas unromantisch daher kommt; im Prinzip ist auch die Ehe an sich ein Vertrag mit gesetzlichen Pflichten, die die meisten nicht kennen. Und das kann auch sehr unromantisch enden.

Quelle: n-tv.de

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